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© Achim Raschka ( talk ) · CC BY-SA 4.0

Matthäuskirche (Köln-Lindenthal)

Evangelisches Gemeindezentrum mit Kirche in Köln-Lindenthal, zwischen 1975 und 1977 von Busmann + Haberer in moderner Kubenarchitektur errichtet.

Die Matthäuskirche in Köln-Lindenthal ist ein evangelisches Gemeindezentrum mit Kirche, das zwischen 1975 und 1977 entstand. Namensgeber ist der Evangelist Matthäus.

Auf einen Blick

Bautyp
Evangelisches Gemeindezentrum mit Kirche
Architekten
Peter Busmann und Godfrid Haberer (Busmann + Haberer)
Bauzeit
1975–1977
Stadtteil
Köln-Lindenthal
Konfession
Evangelisch (Evangelische Kirche im Rheinland)
Stil
Moderne, versetzte Kubenarchitektur
Lage
Dreieckiges Grundstück an der Ecke Dürener Straße / Herbert-Lewin-Straße
Wusstest du?

Betsaal und Gemeindesaal sind nur durch eine Faltwand getrennt und lassen sich zu einem einzigen großen Saal zusammenlegen.

Das kannst du hier erleben

  • Den Gottesdienst der evangelischen Gemeinde Lindenthal besuchen
  • Die moderne Kubenarchitektur von Busmann + Haberer betrachten
  • Den durch Lichtschacht erhellten Altarbereich mit Kruzifix und Granit-Taufsäule ansehen
  • Die Willi-Peter-Orgel bei einem Konzert oder Gottesdienst hören
  • Die Verbindung von Betsaal und Gemeindesaal über die Faltwand entdecken

Geschichte

Der Weg zum Bau begann mit einer Neuordnung der Gemeindegrenzen: 1950 war der Bezirk nördlich der Dürener Straße an die Braunsfelder Gemeinde gegangen, 1964 kehrte er zu Lindenthal zurück. Für den Standort wählte man ein dreieckiges Grundstück an der Herbert-Lewin-Straße, das zuvor die Braunsfelder Gemeinde erworben hatte und das besonders für die weiter östlich lebenden Gläubigen günstig lag. 1965 sprach sich das Presbyterium für ein Gemeindehaus mit Betsaal aus, 1966 entstand ein Kirchbauverein und 1970 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den Busmann + Haberer gewannen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. August 1975, die Einweihung am 24. April 1977. 1980 kam eine Orgel von Willi Peter in den Betsaal, 1994 wurde ein neuer Taufstein von Werner Mally eingeweiht.

© Achim Raschka ( talk ) · CC BY-SA 4.0

Architektur

Der Komplex steht auf einem dreieckigen Grundstück an der Straßenecke Dürener Straße / Herbert-Lewin-Straße und fügt sich ohne Abgrenzung in die Fluchten beider Straßen ein. Er besteht aus drei gegeneinander versetzten Baukörpern aus einzelnen Kuben, was ihm ein aufgelockertes Erscheinungsbild verleiht. Zwei vier- bis fünfgeschossige Blöcke mit Flachdach sind mit schwarzen Eternitplatten verkleidet; dazwischen liegt ein zweigeschossiger Doppelblock mit schwarzen Kunstschindeln, der Bethaus und Gemeindesaal aufnimmt. Beide Räume liegen etwa ein halbes Geschoss unter dem Straßenniveau. Betsaal und Gemeindesaal lassen sich über eine Faltwand zu einem größeren Raum verbinden.

© Achim Raschka ( talk ) · CC BY-SA 4.0

Innenraum und Ausstattung

Den Zugang bildet ein großes Vestibül im Erdgeschoss; der Eingang zum Betsaal liegt an der vollständig durchfensterten Ostseite, die ein tragender Pfeiler durchbricht. Stirnwände, Pfeiler und der diagonal über den Saal geführte Querbinder bestehen aus Sichtbeton. Die Diagonalen lenken den Blick auf die weiße Kalksandsteinwand gegenüber dem Eingang, wo zwischen zwei Sichtbetonpfeilern mittig der Altar steht. Er ruht auf einer hölzernen, halbrunden Estrade und wird durch einen Lichtschacht mit indirektem Tageslicht erhellt, den eine Aussparung der Holzdecke frei lässt. Hinter dem Altar hängt ein Kruzifix; dazu gehören eine gewundene Taufsäule aus Granit und ein Ambo. Das halbkreisförmig angeordnete Gestühl folgt der Form der Altarestrade.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1964
    Der Bezirk nördlich der Dürener Straße kehrt zur Gemeinde Lindenthal zurück
  2. 1970
    Architektenwettbewerb, den Busmann + Haberer gewinnen
  3. 1975
    Grundsteinlegung am 29. August
  4. 1977
    Einweihung des Gemeindezentrums am 24. April
  5. 1980
    Einbau der Orgel von Willi Peter
  6. 1994
    Einweihung des Taufsteins von Werner Mally

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-26

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