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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

St. Brigiden

Abgerissene Pfarrkirche an Groß St. Martin – ihr Grundriss ist heute im Pflaster der Altstadt nachgezeichnet.

St. Brigiden war eine Pfarrkirche in der Rheinvorstadt von Köln, deren Nordwand in direkter baulicher Verbindung mit der südlichen Langhauswand von Groß St. Martin stand. Nach der Säkularisation wurde sie abgerissen.

Auf einen Blick

Art
Ehemalige Pfarrkirche
Lage
Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Schutzheilige
Brigida von Kildare
Erste Erwähnung
1172 als Pfarrkirche
Abriss
nach dem Säkularisationsdekret von 1802
Wusstest du?

Nach dem Abriss der Kirche diente ihr Turm noch jahrzehntelang als Orgeltreppe für die benachbarte Martinskirche – und heute markieren dunklere Pflastersteine im Boden vor der Basilika Groß St. Martin die genauen Umrisse der längst verschwundenen Kirche.

Geschichte

Als Pfarrkirche wurde St. Brigiden erstmals 1172 erwähnt; ein Leutpriester namens Wilhelm ist seit 1178 dokumentiert. Ab 1452 gehörte die Kirche der Martinsabtei als Pfarrkirche an.

© Anton Woensam · Public domain

Bauliche Verbindung zu Groß St. Martin

Die Nordwand von St. Brigiden grenzte unmittelbar an die südliche Langhauswand der Kirche der Benediktinerabtei, die später zur Basilika Groß St. Martin wurde. Diese enge Verbindung blieb auch nach dem Abriss bestehen: Der zunächst erhaltene Turm war eng mit der Martinskirche verbunden und diente ihr noch einige Jahrzehnte als Orgeltreppe.

Säkularisation und Abriss

Nach dem Säkularisationsdekret der französischen Besatzungsregierung von 1802 wurde St. Brigiden auf Abbruch versteigert. Die Funktion der Pfarrkirche übernahm daraufhin Groß St. Martin, während St. Brigiden nach und nach abgerissen wurde.

Spuren heute

Bei Grabungen wurden 1900 die Langhaus- und Sockelfundamente freigelegt, wovon Fotografien erhalten sind. Vor und neben der Martinsbasilika zeichnen dunklere Pflastersteine den Umriss der früheren Kirche im Boden nach.

Zeitstrahl

  1. 1172
    Erstmals als Pfarrkirche erwähnt
  2. 1178
    Leutpriester Wilhelm urkundlich dokumentiert
  3. 1452
    St. Brigiden der Martinsabtei als Pfarrkirche zugeordnet
  4. 1802
    Säkularisationsdekret: Kirche auf Abbruch versteigert
  5. 1900
    Langhaus- und Sockelfundamente bei Grabungen freigelegt

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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