St. Brigiden
Abgerissene Pfarrkirche an Groß St. Martin – ihr Grundriss ist heute im Pflaster der Altstadt nachgezeichnet.
St. Brigiden war eine Pfarrkirche in der Rheinvorstadt von Köln, deren Nordwand in direkter baulicher Verbindung mit der südlichen Langhauswand von Groß St. Martin stand. Nach der Säkularisation wurde sie abgerissen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Ehemalige Pfarrkirche
- Lage
- Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Schutzheilige
- Brigida von Kildare
- Erste Erwähnung
- 1172 als Pfarrkirche
- Abriss
- nach dem Säkularisationsdekret von 1802
Nach dem Abriss der Kirche diente ihr Turm noch jahrzehntelang als Orgeltreppe für die benachbarte Martinskirche – und heute markieren dunklere Pflastersteine im Boden vor der Basilika Groß St. Martin die genauen Umrisse der längst verschwundenen Kirche.
Geschichte
Als Pfarrkirche wurde St. Brigiden erstmals 1172 erwähnt; ein Leutpriester namens Wilhelm ist seit 1178 dokumentiert. Ab 1452 gehörte die Kirche der Martinsabtei als Pfarrkirche an.
Bauliche Verbindung zu Groß St. Martin
Die Nordwand von St. Brigiden grenzte unmittelbar an die südliche Langhauswand der Kirche der Benediktinerabtei, die später zur Basilika Groß St. Martin wurde. Diese enge Verbindung blieb auch nach dem Abriss bestehen: Der zunächst erhaltene Turm war eng mit der Martinskirche verbunden und diente ihr noch einige Jahrzehnte als Orgeltreppe.
Säkularisation und Abriss
Nach dem Säkularisationsdekret der französischen Besatzungsregierung von 1802 wurde St. Brigiden auf Abbruch versteigert. Die Funktion der Pfarrkirche übernahm daraufhin Groß St. Martin, während St. Brigiden nach und nach abgerissen wurde.
Spuren heute
Bei Grabungen wurden 1900 die Langhaus- und Sockelfundamente freigelegt, wovon Fotografien erhalten sind. Vor und neben der Martinsbasilika zeichnen dunklere Pflastersteine den Umriss der früheren Kirche im Boden nach.
Zeitstrahl
- 1172Erstmals als Pfarrkirche erwähnt
- 1178Leutpriester Wilhelm urkundlich dokumentiert
- 1452St. Brigiden der Martinsabtei als Pfarrkirche zugeordnet
- 1802Säkularisationsdekret: Kirche auf Abbruch versteigert
- 1900Langhaus- und Sockelfundamente bei Grabungen freigelegt
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