Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© ( Elke Wetzig ) · CC BY-SA 3.0

Rochuskapelle

1666 nach einer Pest gestifteter Hofkapelle-Bau in Bickendorf – das älteste erhaltene Gebäude im Stadtbezirk Ehrenfeld.

Indoor

Ihren Namen trägt die Kapelle nach dem heiligen Rochus von Montpellier, den man als Beschützer gegen die Pest anrief; ihm ist der Bau geweiht.

Auf einen Blick

Art
Sakralbau (Kapelle)
Lage
Stadtteil Bickendorf, Stadtbezirk Ehrenfeld
Baujahr
1666
Besonderheit
ältestes erhaltenes Gebäude Bickendorfs und des Stadtbezirks Ehrenfeld
Fassade
neugotisch, mit mittigem Eingang und zwei spitzbogigen Blindfenstern
Denkmalschutz
seit dem 1. Juni 1982 eingetragen (Nummer 1039)
Wusstest du?

1842 explodierte auf einem Wagen neben der Kapelle ein Pulverfass und riss ein großes Loch in die Giebelseite – der Bau wurde fast völlig zerstört und musste erneut verkleinert werden.

Geschichte

Auf einen Ausbruch der Pest hin veranlasste der Domherr Heinrich von Mering 1666 den Bau als Hofkapelle. Damit sollten die Beschäftigten seines Hofes geistlich betreut werden. Diesen Hof beseitigte man 1940. Als Filiale unterstand die Kapelle bis 1802 der Pfarrkirche St. Mechtern; ihr Bereich erstreckte sich bis in die Gegend der späteren Venloer Straße, die es seinerzeit noch nicht gab. Mit den 1802 verliehenen eigenen Pfarrrechten Bickendorfs übernahm sie von 1836 bis 1847 die Funktion einer Pfarrkirche.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Umbauten und Zerstörung

Da der Bauzustand gelitten hatte, ließ der Neffe des Gründers, Heinrich Friedrich von Mering, das Gebäude 1733 instand setzen und zugleich verkleinern, denn der Durchgang zwischen Hof und Kapelle war zu eng; ein Abschnitt des Langhauses fiel dabei weg. 1842 kam es zur Explosion eines Pulverfasses auf einem benachbarten Wagen, die das Bauwerk fast völlig zerstörte und ein großes Loch in den Giebel schlug. Danach kürzte man den Bau um 2,50 Meter auf sein jetziges Ausmaß und stattete ihn mit der neugotischen Fassade aus. Eine Restaurierung folgte 1925. Vom ursprünglichen Baubestand blieben lediglich der Chor sowie ein geringer Teil des Langhauses.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Wissenswertes

Eine Nische im Giebel enthält eine alte hölzerne Rochus-Statue; darunter steht die Inschrift 1733–1842.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1666
    Errichtung als Hofkapelle nach großer Pest, geweiht dem hl. Rochus
  2. 1733
    Erneuerung und Verkleinerung wegen schlechten baulichen Zustands
  3. 1802
    Bickendorf erhält eigene Pfarrrechte
  4. 1836–1847
    Nutzung der Kapelle als Pfarrkirche
  5. 1842
    Pulverfass-Explosion zerstört Kapelle fast völlig, weitere Verkleinerung
  6. 1925
    Restaurierung der Kapelle
  7. 1940
    Abriss des zugehörigen Hofes
  8. 1982
    Eintragung in die Liste der Baudenkmäler am 1. Juni

Galerie

© Superbass · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Rolf H. (Rolf Heinrich, Köln) · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Superbass · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Superbass · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Grabkirche St. Bartholomäus

seit 1959
4,9(20)· Google

Ehemalige Pfarrkirche in Köln-Ehrenfeld, seit 2014 als Kolumbarium mit Andachtsraum genutzt.

Dauerhaft geschlossen 1,2 kmHelios (Elektrotechnikunternehmen)© Superbass · CC BY-SA 4.0

Helios (Elektrotechnikunternehmen)

seit 1882
3,9(568)· Google

Elektrotechnik-Pionier aus Ehrenfeld — sein 44 m hoher Heliosturm prägt als Pseudo-Leuchtturm bis heute das Viertel.

Heliosturm – Ehrenfelds Leuchtturm ohne Meer

Der 44 Meter hohe Heliosturm in Köln-Ehrenfeld ist ein historischer Pseudo-Leuchtturm der einstigen Elektro-Pionierfirma Helios AG und bildet zusammen mit Helioshaus und Werkhallen eines der besterhaltenen Industriedenkmäler Kölns.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.