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© Superbass · CC BY-SA 3.0

Lenauplatz

Quartiersplatz in Neuehrenfeld mit dem Max-und-Moritz-Brunnen — lindenumsäumt und von Gründerzeithäusern umbaut.

Outdoor Familienfreundlich Eintritt frei Kostenlos

Der Lenauplatz ist ein Quartiersplatz im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld und trägt den Namen des österreichischen Schriftstellers Nikolaus Lenau. In seiner Mitte steht der Max-und-Moritz-Brunnen.

Auf einen Blick

Art
Quartiersplatz, trapezförmig
Lage
Stadtteil Neuehrenfeld, Stadtbezirk Ehrenfeld
Innenfläche
ca. 1500 m²
Benannt nach
Nikolaus Lenau (1802–1850)
Wahrzeichen
Max-und-Moritz-Brunnen
Status
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Wusstest du?

Das heutige REWE am Lenauplatz wurde ursprünglich um 1925 als Kino gebaut, 1949 als „Lenau-Theater" wiedereröffnet und nach der Schließung Ende der 1960er Jahre äußerlich kaum verändert in einen Supermarkt umgewandelt – die Stuckfassade des alten Kinogebäudes ist bis heute erhalten.

Das kannst du hier erleben

  • Am Max-und-Moritz-Brunnen die Bockspring-Figuren aus Wilhelm Buschs Geschichte entdecken
  • Unter den Linden auf einer der Bänke ausruhen und das Quartiersleben beobachten
  • Eine Runde Tischtennis an der Platte spielen
  • Auf der Pétanque-Fläche Boule spielen
  • Die restaurierten Gründerzeitfassaden rund um den Platz bestaunen und fotografieren
  • Am Büdchen eine Kleinigkeit holen und die Tafel des Ehrenfelder Geschichtspfades lesen

Geschichte

Neuehrenfeld entstand um die Jahrhundertwende als Planstadt, und mit ihm der Lenauplatz. Anders als ältere Plätze im Stadtbezirk wurde er nicht als Marktplatz, sondern als baumbestandener Mittelpunkt des neuen Viertels angelegt. Den Grund stiftete der Großgrundbesitzer Alois Schlösser, der zugleich vom Verkauf umliegender Grundstücke als Bauland profitierte. Rund um den Platz entstanden Bürgerhäuser mit Gewerbeflächen in den Erdgeschossen; die Landmannstraße bildet bis heute ein geschäftliches Zentrum Neuehrenfelds.

© Superbass · CC BY-SA 4.0

Anlage und Architektur

Vier Straßen umschließen den trapezförmigen Platz: die gleichnamige Straße Lenauplatz, die Landmannstraße, die Lenaustraße und die Hauffstraße. Die von Linden gesäumte Innenfläche trägt ein Büdchen, eine Tischtennisplatte, sechs Bänke und den Brunnen, an der südlichen Ecke einen Taxi-Halteplatz. An drei Seiten umgeben viergeschossige Wohn- und Geschäftshäuser den Platz, deren Gründerzeitfassaden überwiegend restauriert in ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten sind. An der nordöstlichen Seite steht ein um 1925 als Kino errichtetes Gebäude mit Stuckfassade, das 1949 als „Lenau-Theater“ wiedereröffnet wurde; nach der Schließung Ende der 1960er Jahre wurde es zum Supermarkt umgebaut und beherbergt heute eine REWE-Filiale. Bei der Sanierung der Innenfläche 2009/2010 entstanden eine Ruhezone um den Brunnen und eine Fläche für das Pétanque-Spiel.

© Superbass · CC BY-SA 4.0

Max-und-Moritz-Brunnen

Die 1,50 Meter hohe Brunnenplastik aus Eisenguss schuf der Kölner Bildhauer Hein Derichsweiler (1897–1972). Sie zeigt Max und Moritz aus Wilhelm Buschs gleichnamigem Kinderbuch beim „Bockspringen“. Aufgestellt wurde der Brunnen 1960 als Gabe der Bürgervereinigung Ehrenfeld. Im Becken erinnert eine Tafel an die Station 24 des „Ehrenfelder Geschichtspfades“.

© OpenStreetMap-Beitragende · CC BY-SA 2.0

Verkehr

Zur Erschließung Neuehrenfelds führte früher eine Straßenbahn von der Landmannstraße über den Platz in die Iltisstraße; 1958 wurde sie in die parallel verlaufende Nußbaumerstraße verlegt. Die KVB-Haltestelle „Lenauplatz“ liegt seither rund 200 m entfernt auf der Iltisstraße. Tagsüber belasten der Einkaufsverkehr und der Durchgangsverkehr zwischen Neuehrenfeld, Bickendorf und Ossendorf nach Ehrenfeld über die Iltis- und Hauffstraße den Platz stark. Städtebaulich treffen hier zwei Achsen zu den Neuehrenfelder Kirchen St. Anna und St. Peter aufeinander, die wegen der Einbahnstraßenregelung heute nur zu Fuß oder mit dem Rad durchgängig nutzbar sind.

Zeitstrahl

  1. um 1900
    Lenauplatz als baumgesäumter Mittelpunkt der Planstadt Neuehrenfeld angelegt
  2. Beginn 20. Jh.
    Viergeschossige Wohn- und Geschäftshäuser im Gründerzeitstil errichtet
  3. um 1925
    Zweigeschossiges Kinogebäude mit Stuckfassade an der Nordostseite erbaut
  4. 1949
    Gebäude als „Lenau-Theater" wiedereröffnet
  5. 1958
    Straßenbahn vom Lenauplatz auf die Nußbaumerstraße verlegt
  6. 1960
    Max-und-Moritz-Brunnen aufgestellt; Einweihung durch Bürgermeister Theo Burauen
  7. Ende der 1960er Jahre
    Kino geschlossen, Gebäude in Stüssgen-Supermarkt umgewandelt
  8. 2007
    Fahrbahn, Parkplätze und Bürgersteige rund um den Platz saniert
  9. Ende 2009 – März 2010
    Platzinnenfläche saniert: neue Bänke, Brunnen-Ruhezone, Pétanque-Fläche

Karte

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Adresse

Lenaupl.
50825 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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