Petruskirche (Köln-Merheim)
Evangelischer Kirchenbau von 1979 in Köln-Merheim mit Ausstattung, die zum Teil aus Geschenken der Partnergemeinde Zabrze stammt.
Die Petruskirche gehört gemeinsam mit der Johanneskirche in Köln-Brück zur Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Evangelischer Sakralbau
- Lage
- Stadtteil Merheim, Stadtbezirk Kalk
- Einweihung
- 4. November 1979
- Entwurf
- Ulrich von Bonin und Ludwig Groth
- Glockenturm
- 16 Meter hoch (1991)
- Orgel
- 13 Register mit 918 Pfeifen
Der 1974 als Dauerleihgabe erhaltene hölzerne Glockenturm mit einer Glocke vom Truppenübungsplatz Wahn stürzte im Juli 2005 ein, bevor er 2006 durch ein Eichenholzgerüst ersetzt wurde.
Geschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs durch Flüchtlings- und Vertriebenenbewegungen die Zahl der evangelischen Gemeindemitglieder in Brück und Merheim stark an. Gottesdienste fanden zunächst in der Johanneskirche in Brück und ab 1961 in der Aula der Merheimer Grundschule statt. 1966 gründete sich ein Kirchbauverein; mit Unterstützung von Pastor Rolf Wagner wurde der Bau möglich. Der erste Spatenstich erfolgte am 28. Mai 1978 nach Entwürfen von Ulrich von Bonin und Ludwig Groth, das Richtfest im März 1979. Am 4. November 1979 wurde der Bau eingeweiht und erhielt den Namen Petruskirche.
Kirchbau- und Förderverein
Der 1966 gegründete Kirchbauverein wurde 1996 in Evangelischer Kirchbau- und Förderverein Köln-Merheim umbenannt. Er unterstützt den Kirchenchor, die Solisten und die Musiker und beteiligt sich an der Finanzierung der Jugendarbeit in der Gemeinde.
Glockenturm
Dem 1991 errichteten Turm mit drei durch Spenden finanzierten Glocken ging eine ältere Konstruktion voraus: 1974 erhielt die Gemeinde einen hölzernen Glockenturm mit einer kleinen Glocke vom Truppenübungsplatz Wahn als Dauerleihgabe. Nach dem Einsturz der Holzkonstruktion im Juli 2005 wurde 2006 ein Eichenholzgerüst mit der Glocke aufgestellt.
Innenausstattung
Den Altar, das Kreuz, den Ambo und das Taufbecken entwarf der Bildhauer Klaus Bönnighausen. Pastor Rolf Wagner fertigte unter anderem ein Kreuz, die Leuchter und die geschnitzte Taube auf dem Taufbecken. Eine silberne Taufschale und eine Taufkanne schenkte Prälat Paul Adenauer, ein Sohn Konrad Adenauers, zur Amtseinführung von Pastor Wagner am 14. November 1971. Eine Lutherrose aus Sandstein über dem Eingang sowie ein hölzernes Kreuz sind Geschenke der Partnergemeinde Zabrze im heutigen Polen. Zur Ausstattung zählen eine Petrus- und eine Marienstatue aus Lindenholz sowie das Relief „Höre Israel!“ neben der Orgel, das Mose bei der Verkündigung der zehn Gebote zeigt. Ryszard Zając aus Jelenia Góra schnitzte sieben Kreuzweg-Reliefs und das Holzkreuz links neben der Eingangstür zum Kirchenraum.
Orgel und Fenster
Die 1983 aus Kiefer, Eiche und Mahagoni gebaute Orgel stammt von der Orgelbaufirma Siegfried Schulte aus Kürten und verfügt über eine mechanische Tontraktur und eine elektrische Registertraktur. Die Buntglasfenster fertigte die Firma Winnen (heute Winnen und Peeters) aus Merheim nach Entwürfen von Klaus Bönnighausen an. Das Fenster in der Südwand zeigt biblische Motive aus dem Leben des Apostels Petrus, das Fenster am Taufbecken die Ausgießung des Heiligen Geistes und das Fenster auf der Empore die Kreuzigung Christi.
Zeitstrahl
- 1966Gründung des Kirchbauvereins
- 1961Gottesdienste in der Aula der Merheimer Grundschule
- 1974Gemeinde erhält hölzernen Glockenturm mit Glocke als Dauerleihgabe
- 1971Schenkung von Taufschale und Taufkanne zur Amtseinführung von Pastor Wagner
- 1978Erster Spatenstich zum Bau der Kirche am 28. Mai
- 1979Richtfest im März, Einweihung am 4. November
- 1983Fertigstellung der Orgel
- 1991Errichtung des 16 Meter hohen Glockenturms
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