St. Gereon (Köln-Merheim)
Katholische Pfarrkirche im Kölner Stadtteil Merheim, um 1820 anstelle eines romanischen Vorgängerbaus errichtet und für ihre Lage in freier Feldflur bekannt.
Die katholische Pfarrkirche St. Gereon liegt etwas abseits des Ortskerns von Köln-Merheim, umgeben von Wiesen und Feldern. Sie entstand um 1820 als Nachfolgebau einer abgerissenen romanischen Kirche und ist dem heiligen Gereon von Köln geweiht.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Bautyp
- ursprünglich Saalkirche, seit 1907 in Haupt- und zwei Nebenschiffe gegliedert
- Baujahr
- Neubau um 1820, Turm 1822
- Stadtteil
- Köln-Merheim
- Patrozinium
- Hl. Gereon von Köln
- Konfession
- römisch-katholisch, Erzbistum Köln
- Pfarreienverband
- Brück-Merheim
- Besondere Ausstattung
- barocker Hochaltar, „Schlesische Madonna" (um 1500), 14 Apostel- und Heiligenfiguren
Die hohe achteckige Turmspitze von 1849 wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wegen eines nahen Fliegerhorstes durch ein stumpfes Spitzdach ersetzt.
Das kannst du hier erleben
- Die „Schlesische Madonna" von etwa 1500 im rechten Seitenschiff betrachten
- Die 14 Apostel- und Heiligenfiguren an den Mittelschiffsäulen und ihre Attribute entdecken
- Den barocken Hochaltar in der Apsis und den Zelebrationsaltar aus Mainsandstein vergleichen
- Das fünfstimmige Bronzegeläut der Glockengießerei Otto von 1961 hören
- Die alten Grabsteine des ehemaligen Friedhofs rund um die Kirche erkunden
Lage und Umgebung
Die Kirche steht abseits des Merheimer Zentrums inmitten von Wiesen und Feldern, was ihr ein eigenes Panorama verleiht. Rund um das Gebäude finden sich noch Grabsteine und Denkmäler des früheren Friedhofs. In der Nachbarschaft liegen das Pfarrhaus mit Pastoralbüro sowie das Pfarr- und Jugendheim.
Geschichte
Funde fränkischer Grabsteine deuten darauf hin, dass in Merheim bereits seit dem 8. Jahrhundert eine Pfarrkirche bestand. Zum Pfarrbezirk gehörten viele umliegende Ortschaften, deren Bewohner bis ins 19. Jahrhundert sonntags zur Messe nach Merheim kamen; daran erinnern noch heute Wegenamen wie der „Rather Kirchweg". Nach dem Abriss der alten Kirche 1817 begann um 1820 der Neubau in veränderten Maßen, zunächst als Saalkirche. Die Säulen, die den Innenraum in ein Hauptschiff und zwei Nebenschiffe teilen, kamen erst 1907 hinzu. Der Turm entstand 1822, seine achteckige Spitze wurde 1849 aufgesetzt. Wegen eines nahen Fliegerhorstes wurde diese hohe Spitze zu Beginn des Zweiten Weltkriegs durch ein stumpfes Spitzdach ersetzt. Auf dem Turm sitzt ein 4,60 m hohes grünes Kreuz mit Wetterhahn von Walter Prinz.
Ausstattung
Der Hochaltar in der Apsis stammt aus der Zeit des Barock (etwa 1600–1730) und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert; die Restaurierung von 1959 sollte die ursprüngliche Farbgebung möglichst treu wiederherstellen. Der Zelebrationsaltar aus Mainsandstein wurde von Herbert Kreutzer gestaltet und nach der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils aufgestellt. Zum Kirchenschatz zählt die lebensgroße „Schlesische Madonna" (um 1500, Dauerleihgabe aus Privatbesitz) im rechten Seitenschiff sowie eine ältere hölzerne Marienstatue aus der Vorgängerkirche, die Maria gekrönt mit Zepter und Reichsapfel zeigt. An den Säulen des Mittelschiffs stehen 14 hölzerne Figuren aus den Jahren 1846 bis 1849: die zwölf Apostel, der Apostel Matthias und der Erzengel Michael, jeweils mit ihren Attributen – Petrus etwa mit den beiden Schlüsseln. Weitere Kunstwerke sind eine Turmmonstranz von Werner Hermeling (1847), die Figur „Der Hörende" von Toni Zenz am Ambo und eine Kasel von etwa 1520, die möglicherweise aus der Kölner Pfarrkirche St. Kolumba stammt.
Glocken
1961 goss die Glockengießerei Otto in Bremen-Hemelingen fünf Bronzeglocken für die Kirche. Ihre Durchmesser reichen von 1241 mm bis 738 mm, die Gewichte von 1125 kg bis 250 kg; gestimmt sind sie auf e′ – fis′ – gis′ – h′ – cis″.
Zeitstrahl
- 1817Abriss der alten romanischen Kirche
- 1820Neubau der Kirche in veränderten Maßen, zunächst als Saalkirche
- 1822Errichtung des Kirchturms
- 1849Aufsetzen der achteckigen Turmspitze
- 1907Nachträglicher Einbau der Säulen, die den Raum in Haupt- und Nebenschiffe teilen
- 1959Restaurierung des Hochaltars mit möglichst originalgetreuer Farbgebung
- 1961Guss von fünf Bronzeglocken durch die Glockengießerei Otto
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-26
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