Johanneskirche Köln-Brück
Evangelische Grauwacke-Kirche von 1937 in Köln-Brück mit rundem, freistehendem Turm, in der wegen der Akustik häufig Konzerte stattfinden.
Ihr Bau fiel in eine Phase, in der neue Kirchen unter dem Nationalsozialismus überwiegend auf Ablehnung stießen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Evangelischer Sakralbau, unter Denkmalschutz
- Lage
- Stadtteil Brück, Stadtbezirk Kalk (rechtsrheinisches Köln)
- Grundsteinlegung
- Januar 1937
- Einweihung
- 18. Juli 1937
- Architekt
- Ludwig Albert
- Baustoff
- Grauwacke, mit gesondert gebautem, rund gemauertem Turm
- Orgel
- Zwölf Register, 1997 von der Firma Späth (Freiburg)
- Denkmalschutz
- seit 29. März 1983 (Nummer 1385)
Weil der benachbarte Militärflughafen Ostheim den ursprünglich geplanten Kirchturm als zu hoch für seine Einflugschneise einstufte, musste der Entwurf kurz vor Baubeginn 1937 verkleinert werden. Zudem wurde Pfarrer Karl Echternach wegen der Nähe zur Bekennenden Kirche von der Gestapo verhört, entging aber einer Festnahme.
Geschichte
Seit 1932 kümmerten sich zwei Seelsorger um die Gläubigen in Brück und Merheim: der Dellbrücker Pfarrer Fritz Müller und der bereits pensionierte Karl Echternach. Weil Taufen wie Trauungen behelfsweise im Pfarrhaus abgehalten wurden, reifte der Plan für ein eigenes Gotteshaus. Für die Architektenplanung spendeten die Gemeindemitglieder zunächst 2400 Reichsmark; die Baukosten wurden auf 50.000 Reichsmark veranschlagt. Da einzelne Mitglieder des Dellbrücker Presbyteriums der Bekennenden Kirche zuneigten, geriet Karl Echternach in ein Verhör der Gestapo, blieb aber verschont von einer Festnahme. Anfangs zählte der Bezirk zur Gemeinde Köln-Dellbrück; nach der Auspfarrung entstand am 8. März 1952 die eigenständige Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim. Gemeinsam mit der Petruskirche in Köln-Merheim bildet die Johanneskirche heute diese Gemeinde im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch.
Architektur und Ausstattung
Sowohl das Kirchengebäude als auch der abseits stehende, rund gemauerte Turm tragen einen durchgängig weißen Anstrich. Ornamente unbekannter Urheber schmücken die Bleiglasfenster von Schiff und Chor ebenso wie die verglaste Chordecke und die Fenster auf der Empore. Die Orgel mit zwölf Registern errichtete 1997 die Freiburger Orgelbaufirma Späth. Vor dem Baustart musste Ludwig Albert seinen Plan anpassen, nachdem die Führung des nahen Militärflughafens Ostheim die zunächst vorgesehene Turmhöhe als Störung der Einflugschneise einstufte.
Denkmalschutz
Am 29. März 1983 wurde die Johanneskirche unter der Nummer 1385 in die Liste der Baudenkmäler des Kölner Stadtteils Brück aufgenommen.
Nutzung
Dank der Akustik dient der Raum oft als Ort für Konzerte. Bei den Brücker Kunsttagen dient er darüber hinaus als Schauplatz für Vernissagen.
Wissenswertes
Zum Baujahr gibt es abweichende Angaben: Während Wikidata 1936 nennt, verweist die datierte Chronik auf die Grundsteinlegung im Januar 1937 und die Einweihung am 18. Juli 1937.
Zeitstrahl
- 1932Beginn der geistlichen Betreuung von Brück und Merheim durch zwei Pfarrer
- 1937Grundsteinlegung der Johanneskirche im Januar
- 1937Einweihung der Kirche am 18. Juli
- 1952Auspfarrung des Bezirks Brück-Merheim
- 1952Gründung der selbständigen Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am 8. März
- 1983Eintragung in die Denkmalliste am 29. März unter Nummer 1385
- 1997Errichtung der Orgel mit zwölf Registern durch die Firma Späth
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