Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
Nicht mehr vorhanden
Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© verschiedene · Public domain

Hauptpost

Historistischer Postbau von 1888–1893 an den Dominikanern, gegründet auf den Mauerresten des früheren Dominikanerklosters — heute nicht mehr vorhanden.

Anstoß für den Bau gab Generalpostdirektor Heinrich von Stephan; die Fundamente des ehemaligen Dominikanerklosters dienten als Basis.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliges Hauptpostamt
Lage
An den Dominikanern, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Bauzeit
1888–1893
Stil
Historismus
Nutzung (früher)
Hauptpostamt, Telegraphenamt und Oberpostdirektion Köln
Zustand
1997–1998 abgerissen
Wusstest du?

Das Kölner Hauptpostgebäude wurde erst 1993 errichtet, doch nur wenige Jahre später – 1997/98 – bereits wieder abgerissen, um Platz für eine exklusive Seniorenresidenz zu schaffen.

Geschichte

Die Planung übernahm die Technische Bauabteilung des Reichspostamts in Berlin, geführt von August Kind; für die Fassade zeichnete der Architekt Karl Doflein verantwortlich. Die Einweihung am 15. November 1893 fand im Beisein ranghoher Beamter der Reichspostverwaltung statt. Um das Postscheckamt Köln aufzunehmen, folgte später ein Anbau. Die Oberpostdirektion Köln wechselte an einen neuen Standort an der Clever Straße / Wörthstraße in der Neustadt-Nord.

Nutzung

Untergebracht waren hier das Hauptpostamt Köln, das Telegraphenamt Köln und die Oberpostdirektion Köln. Mit der Privatisierung der Deutschen Bundespost („Postreform“) verteilten sich die Zuständigkeiten der Oberpostdirektionen auf die Direktionen der neu geschaffenen Postdienstsparten.

Fassade und Zerstörung

Schon in den 1920er Jahren zwangen Bauschäden zu einer vereinfachten Erneuerung der ursprünglichen Fassade. Nach schweren Kriegsschäden im Jahr 1943 erfolgte eine umfassende Instandsetzung, bei der das Haus mit einer schlichteren Werksteinfassade neu errichtet wurde.

Heute

Für eine neu zu errichtende Seniorenresidenz fiel das Bauwerk 1997–1998 dem Abriss zum Opfer. Da die Grundsubstanz stark verändert war, verzichtete die behördliche Denkmalpflege auf Einsprüche.

Zeitstrahl

  1. 1888–1893
    Bau des Hauptpostgebäudes auf den Grundmauern des Dominikanerklosters
  2. 1893
    Feierliche Übergabe am 15. November im Beisein hoher Reichspostbeamter
  3. 1920er Jahre
    Renovierung der Fassade in vereinfachter Form wegen Bauschäden
  4. 1943
    Schwere Beschädigung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg
  5. 1997–1998
    Abriss des Gebäudes für den Neubau einer Seniorenresidenz

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

A. Schaaffhausen’sches Bankpalais

Im Krieg zerstörter Kölner Bankbau von 1859–1862, der klassizistische Formen mit italienischer Renaissance verband.

Agrippina die Jüngere

Namensgeberin Kölns: Die in Köln geborene römische Kaiserfrau (Schwester Caligulas, Frau des Claudius, Mutter Neros) ließ ihren Geburtsort 50 n. Chr. zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium erheben — aus diesem Namen entstand später „Köln“.

Nicht mehr vorhanden 1,3 kmAlte Wache (Waidmarkt)© Norbert Schnitzler · CC BY-SA 3.0

Alte Wache (Waidmarkt)

Preußisches Wachgebäude von 1840/41 am Waidmarkt, dessen denkmalgeschützter Portikus nach dem Archiveinsturz 2009 abgebaut und für einen möglichen Wiederaufbau eingelagert wurde.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-16

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.