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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Breslauer Platz

Nördlicher Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs, benannt nach Breslau – mit Busbahnhof und dem Musical Dome, dem größten Theaterbau der Stadt.

Outdoor

Auf der Nordseite des Kölner Hauptbahnhofs gelegen, ergänzt der Breslauer Platz als zweiter Bahnhofsvorplatz den südlichen Hauptzugang.

Auf einen Blick

Art
Platz und Bahnhofsvorplatz
Lage
Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Entstanden
seit 1945
Benannt nach
der Stadt Breslau (seit 1959)
Verkehr
auf vier gestapelten Ebenen geführt
Besonderheit
zentraler Omnibusbahnhof, Musical Dome
Wusstest du?

Der Platz entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch massive Kriegszerstörungen – und ein bereits 1942 von Architekt Wilhelm Riphahn erbauter Hochbunker an seiner Nordecke wurde vom Architekten selbst von Anfang an als späteres Parkhaus geplant, doch stattdessen ab 1953 jahrzehntelang als Bürogebäude der Raiffeisen-Waren-Zentrale genutzt, ohne dass seine Bunker-Vergangenheit von außen noch erkennbar war.

Das kannst du hier erleben

  • Über den weitläufigen Bahnhofsvorplatz schlendern
  • Den markanten Musical Dome bestaunen
  • Das rege Treiben am Busbahnhof beobachten
  • Die Architektur rund um den Platz fotografieren
  • Von hier aus die Kölner Altstadt erkunden

Entstehung

Bis zum Zweiten Weltkrieg standen an dieser Stelle die Häuser des Kunibertsviertels, die unmittelbar an den nördlichen Bahnhofseingang grenzten. Als amerikanische Truppen am 6. März 1945 das linksrheinische Köln einnahmen, wurde der Platz angelegt – ein Vorhaben, das tief in den Stadtkern eingriff. Über zehn Jahre lang trug er keinen Namen.

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0

Der Name

Die Stadt Köln ging 1956 eine Patenschaft mit Breslau ein, gedacht als „Symbol für alle durch die Vertreibung heimatlos gewordenen Deutschen“. Aus dieser Verbindung leitete sich 1959 der Platzname ab. Heute ist die Patenschaft im Kölner Alltag weitgehend bedeutungslos und taucht auf der offiziellen Website der Stadt nicht mehr auf.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Verkehr auf vier Ebenen

Seit dem Ausbau der Nord-Süd-Fahrt verteilt sich der Verkehr ab 1968 auf vier gestapelte Ebenen: ganz unten die U-Bahn, darüber die Nord-Süd-Fahrt, dann die Platzebene, über die schließlich die Eisenbahntrasse hinwegführt. Mit der Eröffnung des ursprünglichen U-Bahnhofs am 19. Oktober 1970 lief der Straßenverkehr ungehindert. Für den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn war der U-Bahnhof Breslauer Platz zwischen August 2007 und Dezember 2011 stillgelegt, was zu erheblichen baubedingten Verkehrsbehinderungen führte.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Gebäude rund um den Platz

Die Nordecke markiert ein 1942 von Wilhelm Riphahn errichteter Hochbunker, den seit 1953 die Raiffeisen-Waren-Zentrale nutzt und der von außen nicht mehr als Bunker erkennbar ist. An der Nordostecke prägt das Kommerz-Hotel mit seinen roten Alu-Paneelen das Bild. Der zentrale Omnibusbahnhof am „Breslauer Berg“ gelangte erst 1986 im Zuge des Neubaus von Philharmonie sowie Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig an seinen heutigen Standort; unter ihm liegt eine zweistöckige Tiefgarage mit 400 Stellplätzen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Musical Dome

Westlich grenzt der 1996 eröffnete Musical Dome an, eine Glas-Stahl-Membrankonstruktion mit 4.500 m² Grundfläche und 1.769 Plätzen – der größte Theaterbau der Stadt. Errichtet wurde er in nur sechs Monaten, ursprünglich als Provisorium für das Musical „Gaudí“. Nach mehreren Abrissplänen dürfte der Bau der künftigen Bauplanung zum Opfer fallen.

© Plumpaquatsch in der Wikipedia auf Deutsch · Public domain

Die alte Goldgasse

Lange vor dem Platz bestand die zum Rhein führende Goldgasse, die schon 1232 als „Goltgazze“ erwähnt wird. Auf Arnold Mercators Stadtansicht von 1570 erscheint sie als „die golt gaß“, in der Franzosenzeit trug sie 1813 den Namen „rue de la Tête d'Or“.

Zeitstrahl

  1. 1232
    Goldgasse erstmals urkundlich als „Goltgazze" erwähnt
  2. 1942
    Wilhelm Riphahn baut Hochbunker (Altenberger Str. 1a) für die Stadt
  3. 6. März 1945
    Amerikanische Truppen besetzen Köln; Platz entsteht als zweiter Bahnhofsvorplatz
  4. 1953
    RWZ bezieht den umgebauten Bunker als Verwaltungsgebäude
  5. 1959
    Platz erhält den Namen „Breslauer Platz" (Städtepatenschaft seit 1956)
  6. 19. Oktober 1970
    U-Bahnhof Breslauer Platz eröffnet
  7. 1975
    S-Bahn-Erweiterung (Gleise 10+11) verkleinert den Platz
  8. 14. September 1986
    Philharmonie eröffnet; ZOB zieht an heutigen Standort

Karte

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Adresse

Breslauer Pl.
50668 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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