Kölnischer Kunstverein
Der Kölnische Kunstverein zählt seit 1839 zu den ältesten und angesehensten Häusern für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Heute ist er im markanten Gebäude „Die Brücke“ an der Hahnenstraße zu Hause und macht aktuelle internationale Kunst in Köln erlebbar.
Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, kommt in Köln an diesem Ort kaum vorbei: Der Kölnische Kunstverein vermittelt seit fast zwei Jahrhunderten aktuelle künstlerische Positionen und ist tief im Kulturleben der Stadt verankert.
Auf einen Blick
- Gegründet
- 1839
- Art
- Gemeinnütziger, altrechtlicher Kunstverein für zeitgenössische Kunst
- Aktueller Sitz
- Gebäude „Die Brücke“ an der Hahnenstraße (seit 2003)
- Mitglieder
- rund 2.300 (Stand 2018)
- Mitgliedschaft
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV)
- Direktorin
- Valérie Knoll (seit Juli 2023)
- Finanzierung
- Mitgliedsbeiträge sowie öffentliche und private Förderungen
Das heutige Zuhause des Kunstvereins, das Gebäude „Die Brücke“, verdankt seinen Namen dem British Information Centre „Die Brücke“, das nach dem Krieg als symbolischer Ort des Dialogs in der zerstörten Stadt hier untergebracht war.
Geschichte
Am 7. April 1839 genehmigte der Oberpräsident der Preußischen Rheinprovinz die Statuten, und der Verein war gegründet. Zu den Gründern gehörten Kölner Bürger wie der erste Präsident Everhard von Groote, der Kölnisch-Wasser-Fabrikant Johann Maria Farina und der Stadtrat Matthias Joseph de Noël. Schon im ersten Jahr traten über 1.300 Mitglieder bei. Die erste Ausstellung fand von April bis September 1839 im Gürzenich statt und zeigte mehr als 500 europäische Werke, viele davon zum Verkauf.
Bewegte Jahrzehnte
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sorgte das Programm immer wieder für Aufsehen. Legendär war die Dada-Ausstellung 1919 mit der Gruppe D rund um Max Ernst, Paul Klee, Hans Arp und die Geschwister Hoerle. 1922 zog der Verein in einen Neubau am Friesenplatz, den Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnete. Für einen Skandal sorgte 1926 ein Bild von Max Ernst, dessen Entfernung sogar der Erzbischof forderte – heute hängt es im Museum Ludwig. Während der NS-Zeit setzte der Verein seine Arbeit fort und zeigte weiter auch unerwünschte Künstler wie Emil Nolde. 1943 wurde das Gebäude durch Bomben zerstört.
Architektur und heutiger Standort
Seit 2003 residiert der Kunstverein im Gebäude „Die Brücke“ an der Hahnenstraße. Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn errichtete es 1949/50 als symbolischen Ort des Dialogs in der zerstörten Stadt. Zunächst war hier das British Information Centre „Die Brücke“ untergebracht, das dem Haus seinen Namen gab, später der British Council.
Auszeichnungen und Vermittlung
Für sein Engagement erhielt der Kunstverein mehrere Preise, darunter 2005 den Art-Frankfurt-Preis und 2010 den Jump-Preis der Kunststiftung NRW. Von 1997 bis 2008 vergab er zusammen mit der Central Krankenversicherung den mit 75.000 Euro dotierten Central Kunstpreis. Seit 2011 fördert das Vermittlungsprojekt „Gleis 9 ¾“ Schulkinder in Köln.
Wissenswertes
Das komplette Archiv des Vereins liegt im Historischen Archiv der Stadt Köln, das 2009 einstürzte. Seither arbeiten die Mitarbeiter an der Bergung, Restaurierung und Digitalisierung der geretteten Unterlagen.
Zeitstrahl
- 1839Gründung des Kölnischen Kunstvereins und erste Ausstellung im Gürzenich
- 1919Aufsehenerregende Dada-Ausstellung mit der Gruppe D um Max Ernst
- 1922Umzug in den Neubau am Friesenplatz, eröffnet von Konrad Adenauer
- 1943Zerstörung des Vereinsgebäudes durch Bomben
- 2003Bezug des Gebäudes „Die Brücke“ an der Hahnenstraße
- 2023Valérie Knoll übernimmt die Leitung als Direktorin
Galerie
Karte
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Adresse
Hahnenstraße 6
50667 Köln
Öffnungszeiten
Di: 11:00–18:00
Mi: 11:00–18:00
Do: 11:00–18:00
Fr: 11:00–18:00
Sa: 11:00–18:00
So: 11:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-07-13)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-13, rev 268417621)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-13
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