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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Mälzerei Hospeltstraße

Ehemalige Malzfabrik von 1899 in Köln-Ehrenfeld: Im Darrturm mit erhaltenem Kamin der einstigen Darre liegen heute Wohnungen und Büros.

Ein Malzmeister und ein Kaufmann taten sich Ende des 19. Jahrhunderts zusammen, um an der Hospeltstraße Malz für die Kölner Brauereien herzustellen. Vom einstigen Betrieb zeugen bis heute Turm, Kamin und Backsteinfassaden.

Auf einen Blick

Art
Historische Mälzerei, Industrie- und Baudenkmal
Lage
Hospeltstraße, Stadtteil Ehrenfeld, Köln
Gründung
1899 als „Zepp & Schellenberg“
Denkmalschutz
Seit 1984 im Denkmalverzeichnis der Stadt Köln eingetragen
Umbau
1995 durch den Architekten Wolfhard Kaul
Heutige Nutzung
Wohn- und Bürogebäude
Wusstest du?

Nach der Stilllegung in den 1930er Jahren diente die Mälzerei zunächst als Lagerhaus der Städtischen Bühnen und wurde später vom Kölner Unternehmen 4711 übernommen.

Von der Malzfabrik zum Lagerhaus

Gegründet wurde der Betrieb von Malzmeister Philipp Schellenberg und Kaufmann Gottfried Zepp. Im Lauf der Jahre ging die Fabrik mehrfach in andere Hände über. In den 1930er Jahren endete die Malzproduktion, und die Städtischen Bühnen lagerten fortan dort. Später übernahm das Unternehmen 4711 das Gebäude.

© Joauth · CC BY-SA 3.0

Der Darrturm und sein Kamin

Prägend für die Anlage ist der hohe Darrturm auf quadratischem Grundriss. In der Darre wurde früher das Gerstenmalz getrocknet. Ursprünglich besaß sie zwei sogenannte „Dunstschläuche“; einer davon ist als Kamin bis heute am Turm zu sehen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Aufbau und Fassaden

Hinter dem Turm schließt ein mehrgeschossiges Gebäude an. Dort wurde die Gerste gelagert, zum Keimen gebracht und verpackt. Wie bei Fabrikbauten jener Zeit üblich, bestehen die Fassaden aus Backstein. Feldbrandsteine und gelbe Backsteine gliedern und schmücken die Flächen.

Umbau zu Wohnungen und Büros

Beim Umbau 1995 erhielt der hintere Gebäudeteil zusätzliche Geschosse, die Seitenflügel bekamen Balkone. In die Seiten des Darrturms wurden große Fenster eingesetzt. Die geschlossene, verzierte Front des Turms blieb dagegen fast unverändert erhalten.

Zeitstrahl

  1. 1899
    Gründung als „Zepp & Schellenberg“ durch Philipp Schellenberg und Gottfried Zepp
  2. 1930er
    Stilllegung; Nutzung als Lagerhaus der Städtischen Bühnen
  3. 1984
    Eintragung als Baudenkmal im Denkmalverzeichnis der Stadt Köln
  4. 1995
    Umbau des Darrturms zum Wohn- und Bürogebäude durch Wolfhard Kaul

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-11-08

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