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© Superbass · CC BY-SA 3.0

Innere Kanalstraße

Kölner Ringstraße über einem unterirdischen Abwasser-Sammelkanal: halbkreisförmig am äußeren Rand des inneren Grüngürtels bis zur Rampe der Zoobrücke.

Sie trug im Lauf ihrer Geschichte mehrere Namen und heißt bis heute auf ihrem ersten Stück anders. An ihr liegen Gebäude der Universität, zwei Häuser für japanische und ostasiatische Kultur, eine Moschee und ein Fernsehturm.

Auf einen Blick

Art
Ringstraße, halbkreisförmig in Südwest-Nordost-Richtung
Länge
4,7 km, davon 1,9 km als Universitätsstraße
Verlauf
von der Luxemburger Straße in Köln-Sülz bis zur Rampe der Zoobrücke am Rhein
Durchquerte Stadtteile
Köln-Sülz, Köln-Lindenthal, Köln-Ehrenfeld, Köln-Neustadt-Nord, Köln-Nippes
Verortung laut OpenStreetMap
Stadtteil Neuehrenfeld, Stadtbezirk Ehrenfeld – diese Angabe bezieht sich auf einen Punkt, nicht auf den gesamten Verlauf
Baubeginn
1896
Verkehrsfreigabe
18. Oktober 1952, zunächst zweispurig
Wusstest du?

Die Innere Kanalstraße wurde 1938 unter den Nationalsozialisten in mehrere Abschnitte zerteilt und nach Militärführern wie Ludendorff und Mackensen umbenannt; 1945 erhielt sie ihren Namen zurück, nur der Abschnitt entlang der Universität blieb als Universitätsstraße bestehen.

Eine Straße über dem Kanal

Unter der Fahrbahn liegt die Sammelkanalanlage für das Abwasser der Vororte, die im April 1888 nach Köln eingemeindet wurden. In den meisten Großstädten lösten Epidemien den Bau einer Kanalisation aus, in Köln dagegen die Stadterweiterung durch die Neustadt ab 1881. Die Schwemmkanalisation entstand zwischen 1886 und 1905. Für die Straße nutzte man die freie Fläche über der zugeschütteten Kanaltrasse; das Greven’s Adressbuch führte sie in Nippes zunächst als im Bau befindlich.

© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Vom Teilstück zum Halbkreis

Im Jahr 1907 reichte die damalige Kanalstraße vom Höninger Weg in Zollstock bis zur Amsterdamer Straße in Riehl. Fritz Schumacher sah sie 1923 nicht als umschließenden Ring, sondern als Gliederung in vier Diagonalverbindungen. Ab 1928 folgte der Ausbau zwischen Luxemburger und Aachener Straße, nun unter dem Namen Innere Kanalstraße, zur Unterscheidung von der im selben Jahr begonnenen Äußeren Kanalstraße. Bis 1938 lief sie als durchgehender Halbkreis bis zur Riehler Straße und grenzte die eingemeindeten Vororte vom Zentrum ab. Erst mit dem Bau der Zoobrücke wurde sie an deren Rampe herangeführt.

© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Namen im Wandel

In der NS-Zeit wurde die Straße ab 1938 in Abschnitte geteilt, die Lettow-Vorbeck-, Ludendorff-, Litzmann- und Mackensenstraße hießen. Die Benennung nach früheren deutschen Militärführern sollte in der Bevölkerung das Bewusstsein für militärische Stärke fördern. Das Teilstück an der Universität wurde zur Universitätsstraße. 1945 kehrte der heutige Name zurück, nur die Universitätsstraße blieb. Deshalb beginnt die Straße als Universitätsstraße und heißt erst ab der Kreuzung mit der Aachener Straße Innere Kanalstraße.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Entlang der Strecke

An der Universitätsstraße liegen unter anderem Unibibliothek, Alte Mensa und Studiobühne; unter dem Albertus-Magnus-Platz mit Hauptgebäude und Philosophikum führt die Straße hindurch. Es folgen das Japanische Kulturinstitut (eröffnet 1969) und das benachbarte Museum für Ostasiatische Kunst (eröffnet 1977). Beide grenzen an den Aachener Weiher, den einzigen See im inneren Kölner Grüngürtel. Nach den Kreuzungen Aachener Straße und Vogelsanger Straße erreicht man die Venloer Straße, an der die DITIB-Zentralmoschee Köln liegt. An der Inneren Kanalstraße Nr. 100 steht der 266 Meter hohe Fernsehturm „Colonius“, eröffnet am 3. Juni 1981.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Anschluss über die Zoobrücke

Seit der Einweihung der Zoobrücke am 22. November 1966 verbindet die Straße das linksrheinische Köln mit dem rechtsrheinischen Autobahnring. Über die Brücke gelangt man auf die A 3 Richtung Frankfurt am Main oder Oberhausen sowie auf die A 4 Richtung Olpe oder Aachen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1896
    Baubeginn der zunächst Kanalstraße genannten Ringstraße
  2. 1907
    Straße reicht vom Höninger Weg bis zur Amsterdamer Straße
  3. 1928
    Weiterer Ausbau; Name „Innere Kanalstraße“ zur Abgrenzung von der Äußeren
  4. 1938
    Durchgehender Halbkreis; danach Teilung und NS-Umbenennung der Abschnitte
  5. 1945
    Rückbenennung in Innere Kanalstraße (Universitätsstraße bleibt)
  6. 1952
    Freigabe als zweispurige Strecke am 18. Oktober
  7. 1966
    Einweihung der Zoobrücke am 22. November, Anbindung an Autobahnring
  8. 1981
    Eröffnung des Fernsehturms Colonius am 3. Juni

Galerie

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Adresse

Innere Kanalstraße
Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-31

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