Herler Mühle
Ehemalige Wassermühle an der Strunde in Köln-Buchheim: einst Schleif-, Öl- und Getreidemühle, heute mit Wohnungen und Geschäftsräumen.
Ihr Wasserrad trieb noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg das Mahlwerk für Getreide an. Davor wechselten über Jahrhunderte die Besitzer und mit ihnen die Art der Nutzung.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- ehemalige Wassermühle
- Gewässer
- Strunde
- Stadtteil
- Köln-Buchheim
- Stadtbezirk
- Mülheim
- Familie Ringen
- rund 150 Jahre samt Erben im Besitz der Mühle
- Baudenkmal
- eingetragen seit dem 13. Juni 1984
Die Herler Mühle blieb nach dem Neubau von 1814 rund 150 Jahre im Besitz der Familie Ringen und ihrer Erben – zuvor war sie unter anderem Schleifmühle und Ölmühle, bevor sie zur Getreidemühle wurde.
Unsichere Anfänge
Eine Urkunde Konrads II. könnte einen frühen Hinweis auf eine Mühle in Herl enthalten. Darin schenkte er der Abtei Deutz drei Mansen mit allem Zubehör, zu dem in der Aufzählung auch Mühlen zählen. Diese Liste folgt jedoch einer klassischen Pertinenzformel. Ob alles Genannte tatsächlich existierte, lässt sich daraus nicht ableiten.
Besitzer und Nutzungen
Im Jahr 1584 wird Otto Schenk von Nideggen als Besitzer der Mühle erwähnt. 1744 erwarb sie der Hofrat und Pfennigmeister Anton Michael Heister zu Berg, der sie anschließend an verschiedene Müller verpachtete. Ab 1786 ist Johann Wilhelm Kießel als Pächter genannt. Seine Mitgliedschaft in der Schleifer-Genossenschaft deutet darauf hin, dass hier damals eine Schleifmühle betrieben wurde. 1814 kaufte Jakob Ringen der Ältere die Anlage als Ölmühle und ließ sie vollständig neu errichten. Von da an diente sie als Getreidemühle.
Das Wasserrad
Zum Neubau unter Jakob Ringen gehörte ein neues unterschlächtiges Wasserrad aus Holz. Es fiel 4 Zoll größer aus als das bisherige Rad. 1895 trat an seine Stelle ein Wasserrad aus Eisen.
Restaurierung und heutige Nutzung
Der Architekt Nikolaus Rosiny erwarb das Anwesen 1960 und ließ es umfassend restaurieren. Seitdem sind in der ehemaligen Mühle Wohnungen und Geschäftsräume untergebracht.
Zeitstrahl
- 1584Otto Schenk von Nideggen als Besitzer der Mühle erwähnt
- 1744Anton Michael Heister zu Berg kauft die Mühle und verpachtet sie
- 1786Johann Wilhelm Kießel als Pächter genannt; Schleifmühle
- 1814Jakob Ringen d. Ä. kauft die Mühle, lässt sie neu bauen; später Getreidemühle
- 1895Holzrad durch eisernes Wasserrad ersetzt
- 1960Architekt Nikolaus Rosiny erwirbt und restauriert die Anlage
- 13. Juni 1984Eintragung als Baudenkmal
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