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Wichheimer Mühle

Denkmalgeschützte einstige Wassermühle an der Strunde in Köln-Holweide, auf die eine Urkunde von 1381 hinweist. Heute steht auf dem Anwesen ein Wohnensemble.

Wann die Mühle entstand, ist offen: Unterlagen über ihren Ursprung sind bisher nicht bekannt.

Auf einen Blick

Art
ehemalige Wassermühle (Getreide- und Futtermühle)
Gewässer
Strunde
Lage
Stadtteil Holweide, Stadtbezirk Mülheim, Köln
Urkunde
1381, mit Hinweis auf die „Mühl zu Wichheim“
Antrieb
unterschlächtiges Wasserrad, um 1934 auf Elektrizität umgestellt
Status
steht unter Denkmalschutz
Wusstest du?

Nach einem Brand im Jahr 1961 wurde die Wichheimer Mühle zwar wieder aufgebaut, doch es folgten erneut neue Brände. Zuvor war sie als Zwangsmühle für die Umwohner des Freiherrn von Fürstenberg verpflichtend zu nutzen.

Urkunde und Zwangsmühle

Eine Urkunde aus dem Jahr 1381 gibt einen Hinweis auf die „Mühl zu Wichheim“. Demnach hatten Ludwig von Menden und seine Frau die ihnen zustehenden Zinsen und Rechte an der Mühle an das Allerheiligenhospital verkauft. Die Anlage arbeitete als Vollmühle und als Ölmühle. Für die Umwohner zum Besitz des Freiherrn von Fürstenberg war sie eine Zwangsmühle.

Betrieb bis ins 20. Jahrhundert

Im Jahr 1812 kaufte der Mülheimer Kaufmann Heinrich Moll die Mühle und baute sie um. Sie blieb noch bis nach dem Ersten Weltkrieg in Betrieb. Um 1934 wurde das inzwischen morsche unterschlächtige Wasserrad entfernt, und der Betrieb lief fortan mit Elektrizität. Die Mühle diente als Getreide- und Futtermühle für die Menschen am Ort.

Brände und Eigentümerwechsel

Seit 1931 gehörte das Anwesen der Stadt Köln. Im Jahr 1961 zerstörte ein Brand die Mühle. Sie wurde wieder aufgebaut, danach kam es jedoch erneut zu Bränden. 1972 kaufte der Tiefbauunternehmer Franz Dresbach das Anwesen.

Heute

Auf dem Gelände ist inzwischen ein Wohnensemble entstanden. Die Mühle steht unter Denkmalschutz.

Zeitstrahl

  1. 1381
    Urkunde: Ludwig von Menden verkauft Zinsen und Rechte an der Mühle ans Allerheiligenhospital
  2. 1812
    Kaufmann Heinrich Moll erwirbt und baut die Mühle um
  3. 1931
    Anwesen geht in das Eigentum der Stadt Köln über
  4. um 1934
    Wasserrad entfernt, Betrieb auf Elektrizität umgestellt
  5. 1961
    Mühle durch Brand zerstört, danach wieder aufgebaut
  6. 1972
    Tiefbauunternehmer Franz Dresbach erwirbt das Anwesen

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-11-08

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