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© Unbekannte Autoren und Grafiker; Scan vom EDHAC e.V. · Public domain

Dom-Brauerei

Die Kölner Brauerei hinter der Marke Dom Kölsch: von zwei Hausbrauereien der 1870er bis zum Verkauf an die Radeberger Gruppe 2013.

1938 benannten die Eigentümer, die ehemaligen Essener Zechenbetreiber Funke, die Brauerei in Dom-Brauerei Carl Funke AG um. Zuvor hatte das Unternehmen unter anderem Hirsch-Brauerei und Adler-Hirsch-AG geheißen.

Auf einen Blick

Art
ehemalige Brauerei, zuletzt Biervertriebsgesellschaft
Sitz
Köln-Westhoven, Stadtbezirk Porz
Baujahr/Eröffnung
1894 (laut Wikidata)
Marke
Dom Kölsch
Früheres Brauereigelände
14.000 Quadratmeter auf dem Areal einer alten Ziegelei an der Tacitus- und Goltsteinstraße
Letzter Jahresausstoß
50.000 Hektoliter (2012, im Lohnbrau)
Käufer
Radeberger Gruppe (Verkauf im Oktober 2013 bekannt geworden)
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Noch während des Aufbaus der Brauerei am 7. August 1898 beschädigte ein Tornado Teile der Betriebseinrichtungen schwer, darunter das neu errichtete Sudhaus.

Anfänge im Kölner Süden

Am Anfang standen zwei kleine Hausbrauereien von Johann Joseph Creischer und Cornelius Schieffer, die sich in den 1870er Jahren zusammenschlossen. Beide hatten ihren Sitz in der Alteburger Straße. Nachdem Carl Göters und die Gebrüder Steingröver sie übernommen hatten, entstand die Hirsch-Brauerei Göter & Steingröver in Köln-Bayenthal. Am 7. August 1898, noch während des Aufbaus, beschädigte ein Tornado Teile der Anlagen schwer, darunter das neu gebaute Sudhaus.

Wachstum durch Übernahmen

Ab 1900 trug das Unternehmen den Namen Hirsch-Brauerei und wurde zur Aktiengesellschaft. Es kaufte mehrere kleinere Brauereien in Köln und Umgebung hinzu. Gebraut wurden vor allem Hirsch Gold Export und Hirsch-Edel-Pils, die auch überregional verkauft wurden. 1931 folgte die Fusion mit der Ehrenfelder Adler-Brauerei, 1935/36 der Kauf der Westmark-Brauerei Christian Sünner GmbH.

Der Weg zum Kölsch

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brauerei weitgehend zerstört; die Beseitigung der Schäden zog sich bis 1956 hin. Danach entstand dort überwiegend Dom Kölsch. Ab 1974 braute man ausschließlich Kölsch, nämlich Dom-Kölsch und Stern-Kölsch. 1998 erhielt die Stern Brauerei Carl Funke AG den Namen Dom-Brauerei AG.

Ende der eigenen Produktion

2001 verkaufte das Unternehmen das Produktionsgelände an der Tacitusstraße und übernahm von der Küppers Kölsch Brauerei eine Produktionsstätte, Veranstaltungsräume und einen Biergarten. In diesen Räumen wurde ein Brauereimuseum eingerichtet. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten endete die eigene Bierproduktion Ende 2005. Ab Januar 2006 stellte die Erzquell Brauerei Bielstein die Biere im Lohnbrau her. Das Gelände in der Alteburger Straße wurde 2006 verkauft und ist inzwischen eingeebnet.

Dom Kölsch heute

Innerhalb der Radeberger Gruppe gehört Dom Kölsch zum Haus Kölscher Brautradition. Dieses lässt seine Kölschmarken in der Anlage der Cölner Hofbräu Früh in Köln-Feldkassel brauen, nachdem es seine eigene Braustätte in Köln-Mülheim aufgegeben hat.

Zeitstrahl

  1. 1870er
    Zusammenschluss zweier Hausbrauereien (Creischer und Schieffer) in Köln
  2. 1898
    Tornado beschädigt das neu errichtete Sudhaus schwer
  3. 1900
    Firmierung als Hirsch-Brauerei, Umwandlung in Aktiengesellschaft
  4. 1931
    Fusion der Adler-Brauerei mit der Hirsch-Brauerei zur Adler-Hirsch-AG
  5. 1938
    Umbenennung in Dom-Brauerei Carl Funke AG
  6. 1956
    Beseitigung der Kriegsschäden abgeschlossen, danach vorwiegend Dom Kölsch
  7. 1998
    Stern Brauerei Carl Funke AG wird in Dom-Brauerei AG umbenannt
  8. 2013
    Verkauf des Unternehmens an die Radeberger Gruppe bekannt

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