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© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Bahnhof Gremberg

Einer der neun größten überregional bedeutenden Rangierbahnhöfe Deutschlands: In Gremberg werden Güterzüge in zwei Rangiersystemen neu sortiert.

Seinen Namen hat der Bahnhof vom Gremberger Wäldchen, das wenige Meter nördlich beginnt. Anders als der Bahnhof gehört das Wäldchen aber zum heutigen Stadtteil Humboldt/Gremberg.

Auf einen Blick

Art
Zweiseitiger Rangierbahnhof
Lage
Stadtteil Ensen, Stadtbezirk Porz, im Südosten Kölns
Fläche
1,12 km²
Bauzeit
1917 bis 1924
Richtungsgleise
64 im Nord-Süd-System, 32 im Süd-Nord-System
Zugehörigkeit
Produktionszentrum Duisburg/Hagen der DB Cargo AG, gemeinsam mit Köln-Kalk, Hagen, Hamm, Oberhausen und Wanne-Eickel
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Der Bahnübergang Porzer Ringstraße am Westkopf des Rangierbahnhofs überquert 13 Gleise und bleibt wegen der vielen Rangierarbeiten regelmäßig so lange geschlossen, dass neben den Schranken eigens Hinweisschilder aufgestellt wurden.

Rangierbetrieb im Jahr 2015

Die Anlage gliedert sich in ein Nord-Süd- und ein Süd-Nord-System, wobei das Nord-Süd-System zwei Ablaufberge besitzt. 2015 wurden in Gremberg täglich etwa 70 Züge mit zusammen rund 2800 Waggons neu sortiert. Über das Produktionszentrum liefen damals etwa 200.000 Güterzüge im Jahr, das waren 22 Prozent des gesamten Güterverkehrs. Zur selben Zeit arbeiteten in Gremberg etwa 600 Beschäftigte, darunter 175 im Rangierdienst und 200 Lokführer für die Fernzüge.

© Duhon · CC BY 3.0

Geschichte und Modernisierung

Der Bau begann 1917, also noch während des Ersten Weltkriegs. Weil der Bahnhof rasch an Bedeutung gewann, wurde er 1942 erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg, bei der Beseitigung der Kriegsschäden, und erneut in den 1960er Jahren folgten weitere Ausbauten. Ab 2004 wurde die Anlage abermals modernisiert: Die erste Stufe kostete rund 40 Millionen Euro und war 2007 abgeschlossen. Seitdem bildet ein Zentralrechner am Ablaufberg des Nord-Süd-Systems die Züge vollautomatisch. Die zweite Stufe für das Süd-Nord-System wurde für weitere etwa 58 Millionen Euro bis Ende 2015 fertiggestellt.

© Jewa · CC BY-SA 3.0

Umgebung und Anbindung

Rings um den Bahnhof liegt die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven. Nach Westen schließen Westhoven und Ensen unmittelbar an. Von Norden endet hier de facto die Güterstrecke Mülheim-Speldorf–Gremberg. Über die Südbrücke ist der Bahnhof westwärts mit dem Bahnhof Köln Eifeltor und dem linksrheinischen Netz verbunden. Im Südosten mündet er in die rechte Rheinstrecke und die Siegstrecke, auf der bis Troisdorf überwiegend Güterverkehr läuft.

© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

Bahnübergang und Bahnbetriebswerk

Am Westkopf führt der Bahnübergang Porzer Ringstraße über 13 Gleise. Wegen des dichten Güter- und Rangierverkehrs ist er regelmäßig länger geschlossen, worauf Schilder neben den Schranken hinweisen. Da auf der Straße wenig Verkehr herrscht, ist ein Ersatz, etwa durch einen Tunnel, derzeit nicht geplant. An der südöstlichen Ausfahrt liegt das Bahnbetriebswerk Gremberg mit einer großen Lokwerkstatt mit elf Gleisen, einer großen Abstellanlage unter freiem Himmel und zwei Schiebebühnen.

© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1917
    Baubeginn des Bahnhofs Gremberg (noch im Ersten Weltkrieg)
  2. 1924
    Fertigstellung des Rangierbahnhofs
  3. 1942
    Ausbau des Bahnhofs wegen großer Bedeutung
  4. 1960er
    Erneuter Ausbau und Modernisierung
  5. 2004
    Beginn der erneuten Modernisierung
  6. 2007
    Erste Modernisierungsstufe (ca. 40 Mio. €) abgeschlossen, automatisierte Zugbildung
  7. 2015
    Zweite Stufe im Süd-Nord-System (ca. 58 Mio. €) abgeschlossen

Galerie

© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0 · Commons
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