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© PeterBonn · CC BY-SA 2.0 de

Bahnhof Köln/Bonn Flughafen

Dritter deutscher Flughafen mit ICE-Anschluss: ein Tunnelbahnhof unter gewölbtem Glasdach, dessen vier Gleise bis zu 18 Meter tief liegen.

Indoor

Bevor die Schiene kam, war der Flughafen nur über die Straße erreichbar: Um 1996 fuhren rund 90 Prozent der Fluggäste mit dem eigenen Auto an, ergänzt durch Schnellbusse in die Zentren von Köln und Bonn. Der Bahnhof sollte das ändern und den Flughafen direkt mit dem Schienennetz verknüpfen.

Auf einen Blick

Art
Flughafenbahnhof, als Tunnelbahnhof ausgeführt
Lage
Köln, Stadtteil Grengel im Stadtbezirk Porz
Eröffnung
Juni 2004
Abmessungen
rund 420 Meter lang, 40 Meter breit
Gleise
vier Gleise an zwei Mittelbahnsteigen, bis zu 18 Meter unter der Erdoberfläche
Verkehr
Intercity-Express-, S-Bahn- und Regionalzüge
Planung
Architekturbüro Murphy/Jahn
Wusstest du?

Obwohl der Bahnhof Köln/Bonn Flughafen mit einem großen Glasdach überspannt ist, gilt er offiziell als Tunnelbahnhof – deshalb ist dort das Rauchen verboten. Ursprünglich war sogar ein geschlossener Tunnel geplant.

Anschluss an das ICE-Netz

Nach Frankfurt und Düsseldorf erhielt Köln/Bonn als dritter Flughafen in Deutschland eine Anbindung an das ICE-Netz. Der Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen ist nicht fortwährend auf diese Weise angeschlossen. Die Station entstand beim Bau der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main und gehört zu der rund 15 Kilometer langen Flughafenschleife. Einige ICE-Züge enden hier und nutzen dafür einen doppelten Gleiswechsel am nördlichen Ende des Bahnhofs.

© Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5

Glasdach statt geschlossener Röhre

Der Wettbewerbsentwurf sah ursprünglich einen geschlossenen Tunnel vor. Gebaut wurde stattdessen ein gewölbtes Glasdach über Bahnsteigen zwischen Sichtbetonwänden. Die Deutsche Bahn bezeichnet die Station dennoch als Tunnelbahnhof, weshalb dort das Rauchen untersagt ist. Darüber liegt der Übergang zwischen den beiden Terminals, den ein 36 Meter breites und 156 Meter langes Stahl-Glas-Dach mit 540 Tonnen Gewicht überspannt.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Wege zu den Terminals

Rolltreppen und Aufzüge verbinden die Bahnsteige mit dem Tiefgeschoss von Terminal 2. Eine gläserne Treppe in der Mitte dient dem Wechsel zwischen den Bahnsteigen und führt zu einem Notausgang. Seit Juni 2007 schließt am Südende ein zweigeschossiger Verbindungsbau aus Stahl und Glas an den Check-in-Bereich B in Terminal 1 an. Zuvor gab es dort nur einen provisorischen Ausgang neben der Zufahrtsstraße.

© Qualle · CC BY 2.5

Entstehung und Finanzierung

Die Bundesregierung schlug die Anbindung am 20. Dezember 1989 vor. Sie geht außerdem auf das Berlin/Bonn-Gesetz von 1994 zurück, das der Region Bonn einen Ausgleich für den Umzug von Parlament und Teilen der Regierung nach Berlin zusicherte. Verkehrsprognosen rechneten damit, dass künftig jeder dritte Fluggast mit der Bahn anreist. Bund, Land Nordrhein-Westfalen und Flughafen Köln/Bonn GmbH trugen die Baukosten des Bahnhofs.

© Bahnthaler · CC BY-SA 4.0

Wissenswertes

Damit unterschiedliche Züge niveaugleich halten können, liegen die Bahnsteigkanten an den äußeren Gleisen 76 Zentimeter und an den tiefer verlegten inneren Gleisen 96 Zentimeter über der Schienenoberkante. Die Stationsschilder wechseln zwischen „Köln/Bonn Flughafen“ und „Köln/Bonn Airport“.

© User Arminia on de.wikipedia · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 20. Dezember 1989
    Bundesregierung schlägt Flughafenanbindung bei rechtsrheinischer Neubaustrecke vor
  2. 26. April 1994
    Berlin/Bonn-Gesetz sieht Ausgleichsleistungen für die Region Bonn vor
  3. 2002
    Geplante Baukosten des Bahnhofs: 58,3 Millionen Euro
  4. Juni 2004
    Eröffnung des Bahnhofs Köln/Bonn Flughafen
  5. Juni 2007
    Verbindungsbau zum Check-In B in Terminal 1 fertiggestellt

Galerie

© Gamgee · CC BY 2.5 · Commons
© Yuichi · CC BY 2.0 · Commons
© yisris · CC BY-SA 2.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-28

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