Bahnhof Köln/Bonn Flughafen
Dritter deutscher Flughafen mit ICE-Anschluss: ein Tunnelbahnhof unter gewölbtem Glasdach, dessen vier Gleise bis zu 18 Meter tief liegen.
Bevor die Schiene kam, war der Flughafen nur über die Straße erreichbar: Um 1996 fuhren rund 90 Prozent der Fluggäste mit dem eigenen Auto an, ergänzt durch Schnellbusse in die Zentren von Köln und Bonn. Der Bahnhof sollte das ändern und den Flughafen direkt mit dem Schienennetz verknüpfen.
Auf einen Blick
- Art
- Flughafenbahnhof, als Tunnelbahnhof ausgeführt
- Lage
- Köln, Stadtteil Grengel im Stadtbezirk Porz
- Eröffnung
- Juni 2004
- Abmessungen
- rund 420 Meter lang, 40 Meter breit
- Gleise
- vier Gleise an zwei Mittelbahnsteigen, bis zu 18 Meter unter der Erdoberfläche
- Verkehr
- Intercity-Express-, S-Bahn- und Regionalzüge
- Planung
- Architekturbüro Murphy/Jahn
Obwohl der Bahnhof Köln/Bonn Flughafen mit einem großen Glasdach überspannt ist, gilt er offiziell als Tunnelbahnhof – deshalb ist dort das Rauchen verboten. Ursprünglich war sogar ein geschlossener Tunnel geplant.
Anschluss an das ICE-Netz
Nach Frankfurt und Düsseldorf erhielt Köln/Bonn als dritter Flughafen in Deutschland eine Anbindung an das ICE-Netz. Der Bahnhof Leipzig/Halle Flughafen ist nicht fortwährend auf diese Weise angeschlossen. Die Station entstand beim Bau der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main und gehört zu der rund 15 Kilometer langen Flughafenschleife. Einige ICE-Züge enden hier und nutzen dafür einen doppelten Gleiswechsel am nördlichen Ende des Bahnhofs.
Glasdach statt geschlossener Röhre
Der Wettbewerbsentwurf sah ursprünglich einen geschlossenen Tunnel vor. Gebaut wurde stattdessen ein gewölbtes Glasdach über Bahnsteigen zwischen Sichtbetonwänden. Die Deutsche Bahn bezeichnet die Station dennoch als Tunnelbahnhof, weshalb dort das Rauchen untersagt ist. Darüber liegt der Übergang zwischen den beiden Terminals, den ein 36 Meter breites und 156 Meter langes Stahl-Glas-Dach mit 540 Tonnen Gewicht überspannt.
Wege zu den Terminals
Rolltreppen und Aufzüge verbinden die Bahnsteige mit dem Tiefgeschoss von Terminal 2. Eine gläserne Treppe in der Mitte dient dem Wechsel zwischen den Bahnsteigen und führt zu einem Notausgang. Seit Juni 2007 schließt am Südende ein zweigeschossiger Verbindungsbau aus Stahl und Glas an den Check-in-Bereich B in Terminal 1 an. Zuvor gab es dort nur einen provisorischen Ausgang neben der Zufahrtsstraße.
Entstehung und Finanzierung
Die Bundesregierung schlug die Anbindung am 20. Dezember 1989 vor. Sie geht außerdem auf das Berlin/Bonn-Gesetz von 1994 zurück, das der Region Bonn einen Ausgleich für den Umzug von Parlament und Teilen der Regierung nach Berlin zusicherte. Verkehrsprognosen rechneten damit, dass künftig jeder dritte Fluggast mit der Bahn anreist. Bund, Land Nordrhein-Westfalen und Flughafen Köln/Bonn GmbH trugen die Baukosten des Bahnhofs.
Wissenswertes
Damit unterschiedliche Züge niveaugleich halten können, liegen die Bahnsteigkanten an den äußeren Gleisen 76 Zentimeter und an den tiefer verlegten inneren Gleisen 96 Zentimeter über der Schienenoberkante. Die Stationsschilder wechseln zwischen „Köln/Bonn Flughafen“ und „Köln/Bonn Airport“.
Zeitstrahl
- 20. Dezember 1989Bundesregierung schlägt Flughafenanbindung bei rechtsrheinischer Neubaustrecke vor
- 26. April 1994Berlin/Bonn-Gesetz sieht Ausgleichsleistungen für die Region Bonn vor
- 2002Geplante Baukosten des Bahnhofs: 58,3 Millionen Euro
- Juni 2004Eröffnung des Bahnhofs Köln/Bonn Flughafen
- Juni 2007Verbindungsbau zum Check-In B in Terminal 1 fertiggestellt
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Quellen & Links
- Offizielle Webseite
- Offizielle Webseite (abgerufen 2026-10-28)
- Wikidata (abgerufen 2026-10-28)
- Wikipedia (abgerufen 2026-10-28, rev 271216374)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-28
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