Bahnhof Köln-Worringen
Seit 1855 an der Linksniederrheinischen Strecke: Hier trifft die Chorweilerschleife der Kölner S-Bahn wieder auf die Hauptstrecke.
Der Name des Bahnhofs geht auf die frühere Bürgermeisterei Worringen zurück, obwohl er im Kölner Stadtteil Roggendorf/Thenhoven liegt. Die Bezeichnung „Köln-Worringen“ trägt er seit der Eingemeindung Worringens im Jahr 1922.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- S-Bahn-Bahnhof
- Lage
- Roggendorf/Thenhoven, Stadtbezirk Chorweiler
- Strecke
- Linksniederrheinische Strecke
- Eröffnung
- 15. November 1855
- Linien
- S 6 der S-Bahn Rhein-Ruhr, S 11 der S-Bahn Rheinland
- Bahnsteig
- ein Mittelbahnsteig, barrierefrei über Fahrstühle erreichbar
- Besonderheit
- nördlicher Anschlusspunkt der Chorweilerschleife
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude des Bahnhofs von 1864 wurde 1988 für den S-Bahn-Ausbau abgebrochen und auf dem Gelände einer Kirchengemeinde in Köln-Nippes wieder aufgebaut.
Geschichte
Die Cöln-Crefelder Eisenbahn-Gesellschaft nahm 1855 den ersten Abschnitt ihrer Linksniederrheinischen Strecke in Betrieb, der vom früheren Krefelder Bahnhof in Köln bis Neuss reichte. Der Bahnhof der damals selbstständigen Bürgermeisterei Worringen ging am selben Tag in Betrieb. Auf der Strecke fuhren auch internationale Schnellzüge zwischen Köln und Nijmegen. Deshalb erhielt sie eine elektrische Oberleitung, die am 27. Mai 1962 in Betrieb ging.
Die Chorweilerschleife
Beim Bau der Kölner S-Bahn entstand ab 1975 zunächst eine Stichstrecke von Köln-Longerich über Köln-Chorweiler bis Köln-Chorweiler Nord. Im Juni 1985 folgte die Verlängerung über Köln-Blumenberg nach Köln-Worringen. Damit führte sie wieder auf die Linksniederrheinische Strecke zurück. Nördlich des Bahnsteigs mündet sie höhenfrei in die Hauptstrecke ein, damit die Strecke mehr Züge aufnehmen kann. Nach Fertigstellung der Schleife wurden die Eilzüge und alle übrigen Nahverkehrsverbindungen eingestellt. Stattdessen fuhr die S 11 über Worringen hinaus bis Neuss.
Das ehemalige Empfangsgebäude
Das Empfangsgebäude von 1864 wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt. Beim Ausbau der S-Bahn-Strecke von Köln-Chorweiler wurde es 1988 abgetragen. Anschließend wurde es in Köln-Nippes auf dem Gelände einer Kirchengemeinde wieder aufgebaut.
Bahnhofsanlage und Technik
Vom Mittelbahnsteig führt ein Fahrstuhl zur unteren Ebene, ein weiterer auf der Ostseite zur Straßenebene. Neben den durchgehenden Gleisen der Hauptstrecke gibt es ein Überholgleis. Seit 1985 stellt ein Spurplandrucktastenstellwerk der Bauart Sp Dr S60 von Siemens die Weichen und Signale. Das Stellwerk „Wf“ steht im nördlichen Bahnsteigbereich östlich der Gleise. Seit 2001 wird es von Dormagen aus ferngesteuert.
Verkehr heute
Fernverkehrszüge halten hier nicht mehr. Seit Dezember 2014 endet zu bestimmten Zeiten auch die S 6 in Köln-Worringen, nachdem sie über die Chorweilerschleife gefahren ist. Eingesetzt werden Elektrotriebzüge der Baureihe 423 und der daraus weiterentwickelten Baureihe 422. An der Bushaltestelle des Bahnhofs halten fünf Buslinien und ein Anruf-Sammel-Taxi.
Zeitstrahl
- 15. November 1855Eröffnung der Linksniederrheinischen Strecke Köln–Neuss und des Bahnhofs Worringen
- 1922Eingemeindung nach Köln; Umbenennung in Köln-Worringen
- 27. Mai 1962Inbetriebnahme der elektrischen Oberleitung auf der Strecke
- 1. Juni 1975Eröffnung der S-Bahn-Stichstrecke Longerich–Chorweiler Nord
- 2. Juni 1985Inbetriebnahme der Verlängerung über Blumenberg nach Worringen (Chorweilerschleife)
- 1986Empfangsgebäude von 1864 unter Denkmalschutz gestellt
- 1988Empfangsgebäude abgebrochen und in Köln-Nippes wieder aufgebaut
- 14. Dezember 2014S 6 fährt zeitweise bis Köln-Worringen über die Chorweilerschleife
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