Bahnhof Köln-Deutzerfeld
Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn in Köln-Kalk: Alle in Köln Messe/Deutz endenden Regionalzüge werden hier abgestellt und für neue Einsätze vorbereitet.
Der Name erinnert an den Bahnhof Deutzer Feld, den die Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft 1859 beim Bau der Strecke von Deutz nach Gießen anlegte.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- bedeutender Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn AG
- Lage
- Stadtteil und Stadtbezirk Kalk, Köln
- Ursprung
- Bahnhof Deutzer Feld der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (1859)
- Gleise
- ungefähr 70 in Betrieb (Stand 2007)
- Anbindung
- zwei eingleisige, elektrifizierte Hauptstrecken zum Bahnhof Köln Messe/Deutz
- Funktion
- Abstellen und Vorbereiten von Zügen
Eigentlich war in Köln-Deutzerfeld 1859 ein normaler Umsteigebahnhof mit Inselbahnsteig geplant – gebaut wurde stattdessen ein riesiger Rangier- und Abstellbahnhof, der 2007 noch rund 70 Gleise zählte.
Name und Lage
Nach gesicherten Kartendaten liegt das Gelände im Stadtteil Kalk. In anderen Darstellungen wird der Bahnhof dem rechtsrheinischen Stadtteil Deutz zugeordnet. Die Bezeichnung „Deutzerfeld“ geht auf den historischen Bahnhof Deutzer Feld zurück. Eng verbunden bleibt die Anlage mit Deutz auch betrieblich: Sie ist an den Bahnhof Köln Messe/Deutz angeschlossen.
Vom Umsteigebahnhof zur Werkstattanlage
Ursprünglich sah die Planung einen einfachen Umsteigebahnhof mit Inselbahnsteig vor, erreichbar über die Deutz–Mülheimer Chaussee. Dieser Entwurf kam nicht zur Ausführung. Stattdessen baute die Gesellschaft einen Rangier- und Abstellbahnhof aus, der den Betrieb der Strecken nach Minden und nach Gießen sicherte. Den Kern bildete eine „ausgedehnte Wagenreparaturwerkstätte“, ergänzt um Lackiererei, Schmiede und eine Werkstatt für Räder und Bandagen. Lokomotiven fanden in einem Schuppen für zwölf Maschinen Platz und wurden über eine Drehscheibe von 37 Fuß rangiert. Auch an das Personal war gedacht: mit Dienstwohnungen sowie einem Speisesaal für die Arbeiter.
Betrieb heute
Abgestellt und neu vorbereitet werden hier die Regionalzüge, die in Köln Messe/Deutz enden – darunter Linien der Eifelstrecke, der Oberbergischen Bahn, der linken Rheinstrecke und der Erftbahn. In Tagesrandlage kommen Züge weiterer Linien hinzu. Zum Teil stehen hier auch ICE- und Thalys-Züge, obwohl diese bereits in Köln Hauptbahnhof enden, wo sich das ICE-Betriebswerk befindet.
Wandel des Geländes
Ein geringer Teil des Areals wurde inzwischen aufgegeben und zum Teil bereits überplant oder bebaut. Pläne der Stadt Köln, Flächen für die Logistik der Messe Köln zu nutzen, scheiterten 2009, weil die Deutsche Bahn ihre Flächen langfristig für den Eisenbahnbetrieb benötigt. Für ein Teilgebiet auf dem ehemaligen Gelände der CFK entstand 2010 ein städtebauliches Konzept mit Feuerwehrzentrum, Büros und Dienstleistungen; die neue Feuerwehrwache wurde 2019 eröffnet. Ende 2020 wurde der große Lokschuppen abgerissen.
Zeitstrahl
- 1859Bahnhof Deutzer Feld von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebaut
- bis etwa 2005Deutsche Bahn erwägt weitgehende Umnutzung von Teilen des Betriebswerks
- 2007Rund 70 Gleise in Betrieb
- 2009Messe-Logistikplanung aufgegeben, da DB Flächen langfristig selbst benötigt
- 2010Städtebauliches Planungskonzept für Teilgebiet Deutzer Feld auf ehemaligem CFK-Gelände
- 2019Neue Feuerwache eröffnet
- Ende 2020Großer Lokschuppen abgerissen
Galerie
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