Olivandenhof
Geschäftshaus in der Kölner Altstadt-Nord mit Kletterwand, Regen- und Kältekammer sowie Tauchbecken – das größte Outdoor-Fachgeschäft Europas.
An der Ecke Zeppelinstraße und Richmodstraße reicht die Geschichte des Standorts bis ins 13. Jahrhundert zurück – der heutige Bau vereint diese lange Vergangenheit mit einer Nutzung als Erlebnis-Kaufhaus.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Geschäftshaus, früher Einkaufszentrum
- Lage
- Kölner Altstadt-Nord, Ecke Zeppelinstraße 9 / Richmodstraße 10
- Fläche
- rund 7.000 m² für den Outdoor-Handel
- Neubau
- eröffnet am 29. September 1988
- Umbau
- 2004–2006 zum Geschäftshaus
- Architekten
- Hermann Eberhard Pflaume, Helmut Hentrich
- Status
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Besonderheit
- Erlebnis-Testflächen für Outdoor-Ausrüstung
Nach dem Umbau 2006 für einen Outdoor-Ausrüster wurde der einstige Lichthof in ein Testbecken für Wassersportausrüstung verwandelt, ergänzt um Kletterwand, Regen- und Kältekammer – heute mit 7.000 m² Europas größtes Outdoor-Fachgeschäft.
Name und Vorgeschichte
Die Herkunft des Namens „Olivandenhof“ ist nicht eindeutig geklärt. Seit 1286 ist an dieser Stelle ein Haus belegt, das später mit einem Elefanten oder einem Kamel in Verbindung gebracht wurde. Ab 1291 lebte hier ein Begardenkonvent, aus dem sich der Name Olivengasse ableitete. Ab 1589 bestand ein Kloster der Franziskaner-Observanten mit einer Kapelle. Im Zuge der Säkularisation wurde die Anlage 1802 aufgelöst und diente danach unter anderem als Kornmagazin und Kaserne.
Vom Einkaufszentrum zum Geschäftshaus
Hermann Eberhard Pflaume jr. entwarf 1912 einen Vorgängerbau, der 1913 fertiggestellt wurde; seine kriegsbeschädigten Reste bezog 1945 das Möbelhaus May. Das Büro Hentrich, Petschnigg & Partner plante einen Neubau, der Teile der alten Fassade einbezog und 1988 eröffnete. Von 2004 bis 2006 wurde das Gebäude zu einem Geschäftshaus für den Outdoor-Filialisten Globetrotter Ausrüstung umgebaut.
Erlebniswelt im Inneren
Bei der Umgestaltung wurden die Rolltreppen entfernt und durch ein Treppenhaus ersetzt, das mit Dschungelgeräuschen gestaltet ist. Der frühere Lichthof in der Gebäudemitte wurde zu einem Pool umgebaut, in dem Wassersportausrüstung erprobt werden kann. Eine Kletterwand, eine Regen- und Kältekammer sowie ein Tauchbecken ermöglichen es, Outdoor-Artikel direkt vor Ort zu testen.
Verbindung zur Nachbarschaft
Eine 68 Meter lange Fußgängerbrücke verbindet den Bau in 12,50 Meter Höhe mit dem gegenüberliegenden ehemaligen Karstadt-Kaufhaus. Über der Zeppelinstraße besteht zudem eine gläserne Überdachung zwischen beiden Gebäuden.
Zeitstrahl
- 1286Erste Erwähnung des „domus ad olvont“ an dieser Stelle
- 1589Gründung des Franziskaner-Observanten-Klosters „Conventus ad olivas“
- 1802Auflösung des Klosters während der Säkularisation
- 1913Fertigstellung des Vorgängerbaus nach Entwurf von Hermann Eberhard Pflaume jr.
- 1945Kriegsbeschädigte Fragmente werden vom Möbelhaus May bezogen
- 1988Eröffnung des Neubaus als Einkaufszentrum (29. September)
- 1998Wiedereröffnung nach Umbauten (24. September)
- 2006Eröffnung als Geschäftshaus für Globetrotter Ausrüstung (März)
Galerie
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