Hansaplatz
Denkmalgeschützte Parkanlage am Hansaring in der Kölner Altstadt-Nord mit einem 113 Meter langen Rest der mittelalterlichen Stadtmauer.
Der Hansaplatz ist eine Parkanlage an der südöstlichen Seite des Hansaringes in der Kölner Altstadt-Nord. Begrenzt wird der Park durch einen 113 Meter langen Rest der mittelalterlichen Stadtmauer und die Gereonsmühle.
Auf einen Blick
- Typ
- Grünanlage / Park
- Stadtteil
- Altstadt-Nord
- Entstehung
- zwischen 1896 und 1900
- Gestaltung
- Adolf Kowallek (gärtnerische Anlage), vorgesehen im Projekt „Kölner Neustadt“ von Joseph Stübben
- Größe
- ursprünglich 1,18 Hektar, heute 1,02 Hektar
- Denkmalschutz
- seit dem 1. Juli 1980
- Besonderheit
- 113 Meter langer Rest der mittelalterlichen Stadtmauer
- ÖPNV
- U-Bahnhöfe Hansaring und Christophstraße/Mediapark
Geschichte
Wie die Kölner Ringe entstand auch der Hansaplatz auf der Freifläche, die durch die Sprengung der Stadtmauer frei wurde. Die Mauerreste wurden dabei bewusst als Blickpunkt auf den großen Plätzen am Ring eingeplant – neben dem Hansaplatz etwa am Chlodwigplatz, Rudolfplatz und Ebertplatz. Bis 1886 stand an dieser Stelle der erstmals 1395 belegte „Hof Reuschenberg“, benannt nach dem Adelsgeschlecht Reuschenberg. Wegen eines am Herrenhaus befestigten Geweihs hieß der Hof auch „zum Hirsch“ – wohl die Grundlage für den Straßennamen Am Kümpchenshof. Seinen Namen erhielt der Platz vom angrenzenden Hansaring, der am 4. Mai 1882 benannt wurde. Zwischen 1933 und 1945 trug der Platz den Namen „Spangenbergplatz“; durch Stadtbeschluss vom 21. April 1945 erhielt er seinen alten Namen zurück.
Museen und Denkmäler
Am Nordende des Platzes entstand ein bedeutender Museumsschwerpunkt: Auf Initiative Stübbens errichtete die Stadt hier ab 1896 das Kunstgewerbemuseum (Eröffnung am 2. Mai 1900), finanziert unter anderem durch eine Spende des Textilfabrikanten Otto Gustav Andreae. Als Anbau folgte das Museum Schnütgen, eingeweiht am 26. Oktober 1910. Sämtliche Museumsbauten entwarf Franz Brantzky; im April 1944 wurden sie bei Bombenangriffen zerstört. Im Park erinnert eine 1951 eingeweihte Gedenktafel an sieben Opfer der Gestapo – sie gilt als Kölns älteste Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Ergänzt wird sie durch die 1959 enthüllte Bronzeplastik „Frau mit dem toten Kind“ des Niederländers Mari Andriessen.
Lage und Umgebung
Der Hansapark wird im Westen durch den Hansaring, im Norden durch die Adolf-Fischer-Straße, im Osten durch den Gereonswall und im Süden durch den Kümpchenshof begrenzt. Seine Verlängerung bilden der Klingelpütz und der Klingelpützpark, mit dem zusammen der Park eine herausragende Bedeutung im Freiraumgefüge der Kölner Innenstadt hat. Am Hansaplatz ist der Ring 114 Meter breit, sonst durchschnittlich 32 Meter. Angebunden ist der Platz über die nahegelegenen U-Bahnhöfe Hansaring und Christophstraße/Mediapark.
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-24)
- Wikidata (abgerufen 2026-07-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-24, rev 260263196)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-24
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