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© Duhon · CC BY 3.0

Theater im Bauturm

Freies Hinterhoftheater im Belgischen Viertel: modern erzählte Klassiker und eigene Stückentwicklungen mit Kölner und gesellschaftskritischem Bezug.

Indoor

Das Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln ist ein freies Theater im Belgischen Viertel, das 1983 im Gebäude der Architektengruppe Bauturm gegründet wurde. Es liegt an der Aachener Straße, hinter dem Café im Bauturm, und versteht sich als Hinterhoftheater.

Auf einen Blick

Art
Freies Theater (Hinterhoftheater)
Lage
Belgisches Viertel, an der Aachener Straße, schräg gegenüber der Volksbühne (ehemals Millowitsch-Theater)
Gegründet
1983
Saal
rund 130 Sitzplätze, Bühnenhöhe 2,90 m
Spielbetrieb
vier bis fünf Neuproduktionen je Spielzeit
Besuch
etwa 300 Veranstaltungen mit 22.000 bis 26.000 Zuschauenden pro Jahr
Leitung
seit 2016 Laurenz Leky, Bernd Schlenkrich und René Michaelsen
Wusstest du?

Patrick Süskinds „Der Kontrabass" feierte am Theater im Bauturm 1984 Premiere und lief dort über 32 Jahre lang – in insgesamt mehr als 1.000 Vorstellungen.

Programm

Auf dem Spielplan stehen modern aufgearbeitete Theaterklassiker wie Don Quijote, Amphitryon oder Moby Dick sowie eigene Stückentwicklungen. Diese verbinden häufig gesellschaftskritische und humoristische Elemente mit einem internationalen wie auch einem Kölner Bezugsrahmen. Gelegentlich kommen musikalische Gastspiele hinzu.

© AnschieKholz · CC BY-SA 3.0

Bekannte Produktionen

Große Beachtung fand die Stückentwicklung „Petermann! Eine kölsche Paranoia“, die die Geschichte des zum Karnevalsstar der 1950er Jahre gewordenen Schimpansen Petermann mit einer Auseinandersetzung über das Tier- und Menschenbild verknüpft. 2024 erhielt zudem „Hexe – Heldin – Herrenwitz“ mediale Aufmerksamkeit, in dem Susanne Pätzold und Nicole Kersten die Geschichte von Frauen in Köln auf die Bühne bringen.

© AnschieKholz · CC BY-SA 3.0

Geschichte

Gegründet wurde das Haus 1983 von einem Kollektiv aus Schauspielern, Regisseuren und weiteren künstlerisch Interessierten; das erste Stück, „Pauken und Trompeten“, hatte am 7. Oktober 1983 Premiere. 1986 übernahm mit Axel Siefer der erste Leiter die Verantwortung; im selben Jahr begann die Stadt Köln, jährliche Betriebskostenzuschüsse zu gewähren. Siefers Inszenierung von „Der Kontrabass“ lief bis 2016 in über 1.000 Vorstellungen. 1987 entstand der Verein der Freunde und Förderer, der das Haus bis heute wesentlich mitträgt.

Festivals und Förderung

Das Theater beteiligt sich regelmäßig am Festival der darstellenden Künste, am Sommerblut Festival sowie an der Tour Belgique. Der Förderverein organisiert Veranstaltungen für seine Mitglieder und vergibt seit 2006 im Abstand von zwei bis drei Jahren den Bauturm-Kunstpreis, dessen Form jedes Mal wechselt, da bildende Künstler dafür ein eigenes Werk stiften.

Zeitstrahl

  1. 1983
    Gründung des Theaters im Bauturm; Uraufführung „Pauken und Trompeten" am 7. Oktober
  2. 1984
    Premiere „Der Kontrabass" (Süskind) am 7. Juni; über 1.000 Vorstellungen bis 2016
  3. 1986
    Axel Siefer wird erster Theaterleiter; Stadt Köln gewährt erstmals Betriebskostenzuschüsse
  4. 1987
    Gründung des Fördervereins „Freunde und Förderer des Theaters im Bauturm e. V."
  5. 1991
    Thomas Wenzel übernimmt die Leitung (bis 1995)
  6. 1995
    Gerhardt Haag übernimmt die Leitung (bis 2016)
  7. 2006
    Erstmalige Vergabe des Bauturm-Kunstpreises durch den Förderverein
  8. 2016
    Neues Leitungstrio: Laurenz Leky, Bernd Schlenkrich, René Michaelsen ab August

Karte

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Adresse

Aachener Str. 24-26
50674 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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