Theater der Keller
Kölns ältestes Privattheater, 1955 gegründet — zeitgenössisches Programm mit vielen Uraufführungen und eigener Schauspielschule.
Das Theater der Keller gilt als ältestes Privattheater Kölns und arbeitet eng mit der zugehörigen Schauspielschule der Keller zusammen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Privattheater mit angeschlossener Schauspielschule
- Gegründet
- 1955 vom Schauspieler-Ehepaar Marianne Jentgens und Heinz Opfinger
- Namensherkunft
- erste Spielstätte in einem ehemaligen Luftschutzkeller
- Standort
- seit 2019 in Köln-Deutz (Werkshalle der TanzFaktur)
- Programm
- zeitgenössische Stücke, viele Ur- und deutsche Erstaufführungen
- Auszeichnungen
- unter anderem mehrfach der Kölner Theaterpreis
Das Theater der Keller eröffnete 1955 in einem ehemaligen Luftschutzkeller – genau dieser ungewöhnliche Gründungsort gab dem ältesten Privattheater Kölns seinen Namen.
Geschichte
Ein Jahr vor dem Theater eröffnete das Ehepaar 1954 die zugehörige Schule. Die erste Spielstätte lag in einem ehemaligen Luftschutzkeller in Köln-Lindenthal in der Herderstraße — daraus entstand der Name „der Keller“. Eröffnet wurde am 11. Oktober 1955 mit Jean-Paul Sartres „Geschlossene Gesellschaft“. Bis zur Trennung 1970 führten Jentgens und Opfinger das Haus gemeinsam, danach leitete Marianne Jentgens es bis zu ihrem Tod 1974 allein.
Wechselnde Spielstätten
Mehrfach musste das Theater umziehen. 1957 wich es den Erweiterungsplänen des angrenzenden St.-Anna-Krankenhauses und fand in einer alten Villa in der Wörthstraße im Kölner Norden nahe der Bastei eine neue Bühne. 1974 zogen Theater und Schule in eine ehemalige Entbindungsklinik in der Kölner Südstadt, gegenüber von St. Paul. 2019 gab das Theater diese Spielstätte auf und wechselte nach Köln-Deutz in die Werkshalle der TanzFaktur.
Programm und Schauspielschule
Der Spielplan war von zeitgenössischen Stücken geprägt, darunter viele Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen zu aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft, oft mit lokalem Bezug; im Anschluss an die Aufführungen fanden regelmäßig Gespräche mit dem Publikum statt. Einmal pro Spielzeit zeigte die angeschlossene Schauspielschule ein Abschlussprojekt ihrer Absolventinnen und Absolventen im Theater.
Leitung und wirtschaftliche Lage
Seit der Spielzeit 2013/14 lag die Intendanz bei Heinz Simon Keller; Anfang März 2025 wurde ihm aus wirtschaftlichen Gründen und wegen Verstößen gegen die Compliance-Vorgaben fristlos gekündigt. Im Juni 2017 hatte der Deutsche Kulturrat das Haus auf seine „Rote Liste“ als Vorwarnliste gesetzt und in die Kategorie 3 eingestuft.
Auszeichnungen
Produktionen und Schüler des Hauses wurden mehrfach von der SK Stiftung Kultur ausgezeichnet. Das Theater erhielt mehrfach den Kölner Theaterpreis sowie den Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater. Der Nachwuchspreis Puck ging siebzehnmal an Absolventen der angeschlossenen Schauspielschule.
Zeitstrahl
- 1954Schauspielschule der Keller gegründet
- 1955Theater der Keller gegründet (Ehepaar Jentgens/Opfinger)
- 1955-10-11Eröffnungsvorstellung: Sartres „Geschlossene Gesellschaft"
- 1957Umzug von der Herderstraße in die Wörthstraße (Köln-Nord)
- 1962Sechs Monate Schließung wegen Brandschutzumbau
- 1974Neue Heimat in der Kleingedankstraße (Südstadt, ehemalige Entbindungsklinik)
- 2019Umzug nach Köln-Deutz, Siegburger Straße 235 (TanzFaktur)
- 2025Intendant Heinz Simon Keller fristlos gekündigt
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