Oper Köln
Kölns Opernhaus am Offenbachplatz im Riphahn-Bau von 1957 – seit 2012 in Generalsanierung, gespielt wird im Staatenhaus in Deutz.
Die Oper Köln gehört zu den Bühnen der Stadt Köln. Ihr Stammhaus, der Riphahn-Bau am Offenbachplatz mitten in der Innenstadt, kann derzeit wegen einer Generalsanierung nicht genutzt werden; gespielt wird an einem Ausweichstandort.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Opernhaus der Bühnen der Stadt Köln
- Lage
- Offenbachplatz, Innenstadt (Altstadt-Nord)
- Gebäude
- Riphahn-Bau, eröffnet 1957
- Kapazität
- rund 1300 Plätze
- Status
- seit 2012 in Sanierung
- Ausweichspielstätte
- Staatenhaus am Rheinpark in Köln-Deutz (seit 2015)
Die Wandmalereien von Sascha Schneider – dem Illustrator der Karl-May-Bücher – in der alten Kölner Oper galten jahrzehntelang als verschollen, bis private Forschungen ergaben, dass sie im Kölner Stadtmuseum archiviert sind, wo sie öffentlich unzugänglich und in desolatem Zustand schlummern.
Das kannst du hier erleben
- Oper- und Musiktheater-Aufführungen erleben
- In die Welt von Gesang, Orchester und Bühne eintauchen
- Die Spielstätte im Staatenhaus am Rheinpark in Deutz besuchen
- Einen Theaterabend für die ganze Familie planen
- Den Spielplan stöbern und Karten im Voraus sichern
Sanierung
Der Riphahn-Bau wird seit 2012 grundlegend erneuert. In den Jahren bis 2015 verteilte sich der Spielbetrieb auf mehrere Ausweichorte – etwa den Musical Dome, das Palladium in Köln-Mülheim und die Trinitatiskirche. Ab 2015 zog die Oper ins Staatenhaus am Rheinpark in Köln-Deutz. Für die Sanierung der Bühnen, zu denen auch das Schauspiel Köln gehört, wurde im Januar 2022 mitsamt Ausweichspielstätten und Finanzierung die Grenze von einer Milliarde Euro überschritten; bis März 2025 kletterte die Summe auf etwa 1,5 Milliarden Euro.
Vorgängerbau am Ring
Ihren ersten Standort hatte die Kölner Oper am Habsburgerring, wo zwischen 1900 und 1902 ein Haus nach Entwürfen des Architekten Carl Moritz entstand; Moritz war zuvor Stadtbauinspektor in Köln gewesen. Beim Bau an der Ringstraße griff er sowohl auf barocke als auch auf Jugendstil-Formen zurück. Mit 1800 Sitzplätzen reihte sich das Haus zur Eröffnung am 6. September 1902 unter die großen deutschen Theater ein.
Ausstattung des alten Hauses
Der Bau erhob sich über fünf Geschosse, war hell gefärbt und trug allegorischen Figurenschmuck; das Dach gliederten Türmchen, Kuppeln und Giebel. Innen sorgten Fresken, Stuck und Schnitzwerk für die Gestaltung. Von Sascha Schneider, dem Illustrator der Karl-May-Bücher, stammten die Wandmalereien in der Wandelhalle – 1937/38 nahm man sie ab, danach blieben sie lange verschollen. Unter dem Nationalsozialismus entfernte man die als „entartet“ eingestuften Jugendstil-Elemente fast vollständig. Im August 1943 zerschlug ein Bombentreffer den Figurenschmuck des Mittelgiebels.
Zeitstrahl
- 1898Stadtverordnete beschließen Bau eines Opernhauses am Habsburgerring
- 1902Eröffnung der ersten Kölner Oper am Habsburgerring (1800 Plätze)
- 1905Stadt Köln übernimmt Theaterbetrieb auf eigene Rechnung
- 1937/38Wandmalereien von Sascha Schneider im Inneren entfernt
- 1943Gebäude durch Bombenangriff zerstört (August)
- 1957Eröffnung des Neubaus (Riphahn-Bau, 1300 Plätze)
- 2012Beginn der umfassenden Sanierung; Ausweichen in Interimsspielstätten
- 2015Staatenhaus in Köln-Deutz wird Hauptinterimsspielstätte
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