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© MirBau24 · CC BY-SA 4.0

Filmhaus Köln

Kino, Filmbildung und Weiterbildung unter einem Dach: Das Filmhaus Köln nutzt den denkmalgeschützten Verwaltungsbau eines früheren Güterbahnhofs.

Indoor Familienfreundlich

Seinen Anfang nahm das Filmhaus im Hinterzimmer einer Gaststätte an der Zülpicher Straße. Seit 2021 trägt es den Namen Filmhaus Köln.

Auf einen Blick

Art
Institution für Filmkultur mit Kino, Filmbildung und Weiterbildung
Adresse
Maybachstraße 111, am Kölner Mediapark
Stadtteil
Neustadt/Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Ursprung
Kölner Filmhaus e. V., gegründet am 26. April 1981
Gebäude
ehemaliges Verwaltungsgebäude des Güterbahnhofs Gereon, Baudenkmal
Wiedereröffnung
Oktober 2021 unter neuer Leitung
Anbindung
Haltestelle S+U Hansaring
Wusstest du?

Das Kölner Filmhaus erlebte innerhalb weniger Jahre gleich zwei Insolvenzen: erst 2012 der ursprüngliche Trägerverein, dann 2016 die Nachfolge-GmbH – und meldete 2021 sogar noch ein drittes Mal Insolvenz an, bevor es unter neuer Leitung wiedereröffnete.

Vom Verein zum Filmhaus

Zu den Gründern zählten die Filmemacher Donatello und Fosco Dubini, Studierende, Fotoingenieure, unzufriedene WDR-Mitarbeiter sowie Künstler wie Birgit Hein. Mit zeitweise mehr als 400 Mitgliedern war der Verein die größte freie Initiative von Filmemachern und Filminteressierten in Deutschland. Von 1986 bis 1996 betrieb er ein Sesselkino in der Luxemburger Straße 72.

© MirBau24 · CC BY-SA 4.0

Angebote des Vereins

Nach dem Einzug in den Bau an der Maybachstraße 1998 bot der Verein dort Seminare und Fortbildungen, einen Technikverleih und das hauseigene Filmhauskino an. In der Produktionswerkstatt entstanden Nachwuchsfilme. Stephan Sarasi rief im selben Jahr das Internationale Kurzfilmfestival Short Cuts Cologne ins Leben, das viele Jahre im Haus stattfand. Nur die Gastronomie wurde nicht vom Verein betrieben.

Insolvenz und Zwischennutzung

Uneinigkeit zwischen Mitgliedern und Vorstand über die Weiterentwicklung des Vereins führte 2012 zum Rücktritt des Vorstands und zur Insolvenz; der Verein wurde aufgelöst. Ende Oktober 2012 leitete die Stadt Köln den sogenannten „Heimfall“ ein, also die Rücknahme des Erbbaurechts; ab November 2013 gehörte ihr die Immobilie wieder. Zur selben Zeit gründeten die Runge TV GmbH, Patrick Finder, Rechtsanwalt Thomas Tegeler und die Münchner Filmwerkstatt zu je einem Viertel die Filmhaus Köln gemeinnützige GmbH mit Otto-Georg Schöne als Geschäftsführer. Die unter Zwangsverwaltung stehenden Gebäude wurden ab Herbst 2012 zwischengenutzt, den Kinobetrieb übernahmen etwa vier Jahre lang Stephan Sarasi und Felix Seiffert.

Nachfolger und Sanierung

Der im November 2012 gegründete Verein „Neues Kölner Filmhaus“ e. V. erwarb die Anteile von Thomas Tegeler an der gGmbH und führt die Produktionswerkstatt weiter. Den Filmgeräteverleih mit Geräten aus städtischem Eigentum führte ab 2013 Christian Locke gemeinsam mit der Stadt fort, seit August 2016 in Köln-Mülheim. Ein 2014 beauftragtes Gutachten und die folgenden Planungen ergaben einen höheren Sanierungsbedarf als geschätzt, unter anderem weil der Verein Unterhaltungsmaßnahmen unterlassen hatte. Im Oktober 2016 wurde das Filmhauskino geschlossen, im Januar 2017 die Sanierung ausgeschrieben. Nach der Insolvenz der gGmbH im Winter 2016 ging die neu ausgeschriebene Trägerschaft an die FK Filmhaus Köln GmbH in Gründung; im Oktober 2021 öffnete das Haus unter neuer Leitung wieder.

Das Filmhaus heute

Das Filmhaus Köln ist eine Institution für Filmkultur, die in NRW und bundesweit wirkt. Das Kino zeigt aktuelle Produktionen und ein nicht-kommerzielles Programm und arbeitet mit Festivals, freien Kurator*innen und Filminitiativen zusammen. Film- und Weiterbildungsangebote richten sich an Menschen aller Altersklassen, etwa bei Familiensonntagen oder Kursen für Filmschaffende. Büros, Seminarräume, Foyer und Kino lassen sich auch mieten.

Zeitstrahl

  1. 1981
    Gründung des Vereins Kölner Filmhaus e. V. am 26. April in Köln
  2. 1985
    Bernhard Marsch wird Mitglied des Vereins
  3. 1986
    Eröffnung eines Sesselkinos in der Luxemburger Straße 72
  4. 1996
    Sesselkino in der Luxemburger Straße wird geschlossen
  5. 1998
    Bezug des ehemaligen Verwaltungsgebäudes am Güterbahnhof Gereon, Maybachstraße 111
  6. 2012
    Insolvenz und Auflösung des Vereins Kölner Filmhaus e. V.; Neugründung Neues Kölner Filmhaus e. V.
  7. 2016
    Einstellung des Filmhauskino-Betriebs ab Oktober
  8. 2021
    Wiedereröffnung als Filmhaus Köln im Oktober

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-24

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