St. Monika (Bilderstöckchen)
St. Monika war eine katholische Filialkirche im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen, die 1969–1970 nach Plänen von Nikolaus Rosiny entstand. 2016 wurde sie profaniert und ab Herbst 2019 abgerissen – heute stehen an ihrer Stelle Wohnungen und ein Familienzentrum.
St. Monika war eine römisch-katholische Filialkirche in Köln-Bilderstöckchen, die zwischen 1969 und 1970 nach Entwürfen des Architekten Nikolaus Rosiny errichtet wurde. Das Gebäude existiert nicht mehr: Nach der Profanierung 2016 wurde die Kirche ab Herbst 2019 abgerissen, an ihrer Stelle entstanden Wohnungen und ein Familienzentrum.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Bilderstöckchen
- Architekt
- Nikolaus Rosiny
- Bauzeit
- 1969–1970
- Patrozinium
- Monika von Tagaste
- Weihe
- 27. August 1972 durch Kardinal Joseph Höffner
- Profaniert
- 7. Juni 2016
- Abriss
- ab Herbst 2019
- Heute
- 61 Wohnungen und das Familienzentrum St. Monika
Das Altarkreuz von Siegfried Haas war dreidimensional gestaltet, damit es von allen Seiten des Raums als Kreuz wahrgenommen werden konnte – passend zum zentral um den Altar angeordneten Kirchenraum.
Das kannst du hier erleben
- Das heutige Familienzentrum St. Monika mit Kindergarten und Seniorentagespflege am ehemaligen Kirchenstandort ansehen
- Das benachbarte Afrikanum, die Zentrale der deutschen Provinz der Weißen Väter, im Stadtteil entdecken
Geschichte
Die Gemeinde St. Monika entstand 1968 durch Abspaltung vom Gemeindegebiet von St. Joseph. Ihre Betreuung übernahm die Ordensgemeinschaft der Weißen Väter, die in unmittelbarer Nähe ihre Missionszentrale – das Afrikanum – unterhielt. Auf diese Verbindung geht auch die Wahl der aus Nordafrika stammenden Kirchenpatronin zurück. Die Grundsteinlegung erfolgte am 24. August 1969, der erste Gottesdienst wurde an Heiligabend 1970 gefeiert, und Kardinal Joseph Höffner weihte die Kirche am 27. August 1972. In den Altar wurden dabei Reliquien des ugandischen Märtyrers Matthias Murumba Kalemba sowie des Zenon von Verona und seiner Gefährten gelegt. Zum Jahreswechsel 2007/2008 löste sich die Gemeinde auf und ging in der neuen Gemeinde Hl. Franz von Assisi mit der Pfarrkirche St. Franziskus auf.
Architektur
Der Bau war ein schlichter kubischer Flachdachbau, der leicht erhöht in einer Grünanlage inmitten niedrigerer Gemeindegebäude stand und städtebaulich mit der umgebenden Wohnbebauung verbunden war. Das Betonskelett war mit hellen Steinen ausgefacht; zentral auf dem Dach erhob sich ein weiterer quadratischer Quader, ergänzt durch einen nur leicht erhöhten quadratischen Turm. Im Inneren zeigte sich der Raum komplexer: In einem nahezu quadratischen Grundriss trugen vier Eckpfeiler ein Oberlicht mit Gitterdecke und definierten so einen Binnenbereich, in dessen Mitte der Altar auf einem erhöhten Podest stand. Die Bänke waren auf drei Seiten um den Altar ausgerichtet, während die vierte Seite der Priesterbank vorbehalten blieb.
Ausstattung
Zentrales Ausstattungsstück war das moderne Altarkreuz von Siegfried Haas, das dreidimensional gestaltet war und aus allen Blickrichtungen des Raums als Kreuz erkennbar sein sollte. Von demselben Künstler stammten auch Tabernakel, Ambo, Ewiges Licht, Osterleuchter, Kreuzweg und eine Madonnenstatue, gefertigt in den Jahren 1975 bis 1977. Ein großer Wandbehang wurde von Gemeindemitgliedern geknüpft und 1981 hinter dem Altar angebracht. Glocken besaß St. Monika nicht. Eine zweimanualige Orgel mit 17 Registern von Hugo Mayer Orgelbau wurde nach einer längeren Spendenkampagne 1993 eingebaut; sie wurde nach der Profanierung an die Gemeinde St. Jacobus in Hilden verkauft und in der dortigen Kirche St. Konrad aufgestellt.
Heute
Bereits seit etwa 2008/2009 hatte die Gemeinde erhöhten Sanierungsbedarf festgestellt, unter anderem am Dach und an der Heizung. Man entschied sich schließlich für den Abriss und einen Neubau. Auf dem Areal entstanden 61 Wohnungen sowie das Familienzentrum St. Monika mit Kindergarten und Seniorentagespflege, sodass die Arbeit der Gemeinde am alten Ort präsent bleibt. Ein Gottesdienstangebot bestand zunächst in der Kapelle des benachbarten Afrikanums, der Zentrale der deutschen Provinz der Weißen Väter; dieser Standort wurde jedoch zum 1. Juli 2021 aufgegeben.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-29
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