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© Johann Anton de Peters · Public domain

Ferdinand Franz Wallraf

Kölner Priester und Gelehrter, dessen Kunstsammlung die Stadt als Universalerbin erhielt und aus der das Wallraf-Richartz-Museum hervorging.

Ferdinand Franz Wallraf (1748–1824) war Kölner Priester, Gelehrter und Kunstsammler. Seine der Stadt vermachte Sammlung bildete den Grundstock für mehrere Kölner Museen.

Auf einen Blick

Lebensdaten
geboren am 20. Juli 1748 in Köln, gestorben am 18. März 1824 ebenda
Herkunft
Sohn eines Kölner Schneidermeisters
Wirken
Priester, Gelehrter (Botanik, Naturgeschichte, Ästhetik), Rektor der alten Kölner Universität (1793–1796)
Nachlass
Sammlung mit römischen Ausgrabungsstücken, mittelalterlichen Gemälden, Handschriften, Münzen, Fossilien und Waffen
Grabstätte
Friedhof Melaten in Köln
Ehrung
1823 Eichenkranz als Bürgerkrone; später als „Erzbürger“ bezeichnet

Werdegang

Wallraf besuchte ab 1760 das Gymnasium Montanum und schloss 1767 als Magister artium ab. 1772 wurde er zum Priester geweiht, später studierte er Medizin. 1784 erhielt er an der Universität Köln eine Professur, verbunden mit einem Kanonikat an St. Maria im Kapitol. Nachdem die französische Besatzung 1798 die Universität aufgehoben hatte, lehrte er an deren Nachfolgerin, der Zentralschule.

© Unbekannt · CC BY-SA 3.0

Die Sammlung

Als Conservateur des monuments sicherte Wallraf Bodenfunde und Kunstwerke. In seinem dritten Testament vom 9. Mai 1818 setzte er die Stadt Köln als Universalerbin ein, mit der Bedingung, dass die Bestände dauerhaft in der Stadt bleiben; die Stadt nahm die Schenkung am 16. Mai 1818 an. Von 1827 bis 1860 waren die Sammlungen im „Wallrafianum“ in der Trankgasse ausgestellt. Der größte Teil befindet sich heute im Wallraf-Richartz-Museum, seine rund 14.000 Drucke umfassende Bibliothek in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.

© Sculptor: Michel Lock / Photographer: unknown · Public domain

Spuren in Köln

1809 wurde Wallraf mit der Gestaltung des Friedhofs Melaten beauftragt, wobei er sich am Pariser Père-Lachaise orientierte und die Anlage zugleich als öffentliche Grünanlage plante. 1812 erhielt er den Auftrag, neue französische Namen für die Kölner Straßen vorzuschlagen. Um 1809 gründete er die „Olympische Gesellschaft“, die sich der Kunst, Literatur sowie dem Kölner Humor und Dialekt widmete, und trug 1823 zur Reform des Kölner Karnevals bei.

© Egidius Mengelberg · Public domain

Denkmäler

Vor dem Museum für Angewandte Kunst, dem früheren Standort des Wallraf-Richartz-Museums, steht ein 1900 enthülltes Bronze-Sitzbild von Wilhelm Albermann.

© Nikolaus B. Salm · Public domain

Galerie

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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© -wuppertaler · CC BY 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-02

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