Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
Nicht mehr vorhanden
Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Hamburger Luftbild (Landesarchiv NRW) · CC BY-SA 4.0

Hotel du Nord

Verschwundenes Kölner Grand Hotel des 19./20. Jahrhunderts — heute stehen auf dem Gelände Museum Ludwig und Heinrich-Böll-Platz.

Mehrere hundert Zimmer, prominente Gäste und ein Zimmertrakt quer durch einen ganzen Häuserblock: Über Jahrzehnte gehörte dieses Haus zu den Kölner Grand Hotels, ehe es aus dem Stadtbild verschwand.

Auf einen Blick

Art
ehemaliges Grand Hotel (nicht mehr bestehend)
Lage (ehemals)
Frankenplatz 4–8, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Betrieb
Dezember 1859 bis 1923
Abriss
1925
Kapazität (1920er)
260 Betten für Gäste, 120 für deren Dienerschaft
Wusstest du?

Als Hotelier Carl Friedrich Mann das Hotel 1868 verkaufte, erzielte er dafür die für damalige Verhältnisse enorme Summe von 390.000 Talern.

Geschichte

An der Stelle stand zuvor der Gaststättenbetrieb Germanische Hof, ehe das Haus im Dezember 1859 seinen Betrieb aufnahm. Die Leitung übernahm anfangs Carl Friedrich Mann, der Mitte der 1860er Jahre mehrere hundert Zimmer anpries und sein Haus als das „erste und größte“ Hotel Kölns ausgab. 1868 ging es für 390.000 Taler in andere Hände über; eine Fremdenliste von 1878 führt Hasenclever als Eigentümer. Wegen des großen Zuspruchs wurde das Hotel in den folgenden Jahrzehnten mehrfach vergrößert.

Lage und Umgebung

Das Haus lag an der Südseite jener Brückenrampe der Hohenzollernbrücke, die linksrheinisch liegt. Der Komplex beschränkte sich nicht auf das Gebäude am Frankenplatz: Im Zuge der Erweiterungen der 1870er und 1880er Jahre erstreckte sich ein hoher Zimmertrakt über den gesamten Block bis zur Bischofsgartenstraße.

Gäste

Unter den Gästen befanden sich auch bekannte Persönlichkeiten. Das Haus galt als bevorzugte Unterkunft der Hohenzollern. Während seines Kölner Aufenthalts logierte hier zudem der dänische Dichter Hans Christian Andersen.

Vom Bau zum Platz

Fritz Westendorp hielt den Zustand von 1917 in einem Gemälde fest; als Grundlage für seine Vorzeichnungen diente ihm der Ausblick aus einem der Brückentürme am linksrheinischen Ende der Hohenzollernbrücke. 1923 wurde das Hotel geschlossen und 1925 abgerissen. Was von den Bauten verblieb, fiel im Zweiten Weltkrieg Bomben zum Opfer und wurde bei der Freilegung des Domhügels beseitigt. Über dem Gelände entstand die Domplatte, die Straße Frankenplatz führt seither durch einen Tunnel. Heute stehen dort das 1986 errichtete Museum Ludwig und der Heinrich-Böll-Platz; von den einstigen Gebäudeteilen ist nichts mehr vorhanden.

Zeitstrahl

  1. 1859
    Eröffnung des Hotel du Nord im Dezember
  2. 1868
    Verkauf des Hotels für 390.000 Taler
  3. 1878
    Neuer Besitzer Hasenclever in Fremdenliste genannt
  4. 1870er/1880er Jahre
    Erweiterung durch großen Zimmertrakt bis Bischofsgartenstraße
  5. 1920er Jahre
    Hotel bietet 260 Gästebetten und 120 Betten für Dienerschaft
  6. 1917
    Gemälde von Fritz Westendorp zeigt das Hotel
  7. 1923
    Schließung des Hotels
  8. 1925
    Abriss des Hotels

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Dom-Hotel Köln – ein Grand Hotel am Roncalliplatz im Wandel

seit 1857

Direkt neben dem Kölner Dom liegt das Dom-Hotel, eines der ältesten Grand Hotels Europas. Derzeit ist es geschlossen und wird hinter der erhaltenen Fassade komplett neu gebaut – die Wiedereröffnung als Althoff Dom Hotel Köln ist für 2027 geplant.

Nicht mehr vorhanden 320 mHotel Kölner Hof© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Hotel Kölner Hof

Großer Kölner Hotelbau der 1890er-Jahre gegenüber dem Hauptbahnhof, 1973 für das ABC-Haus abgerissen.

Excelsior Hotel Ernst

seit 1863
4,6(1.842)· Google

Traditionsreiches 5-Sterne-Grandhotel von 1863 in direkter Nachbarschaft zum Kölner Dom, seit sechs Generationen im Familienbesitz.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-06

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.