Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Zum Heiligen Geist

Katholische Kirche im Kölner Stadtteil Zollstock mit ortsbildprägendem Turm, in dem fünf Glocken hängen.

Aus dem raschen Anstieg der Einwohnerzahl Zollstocks in den 1920er Jahren ging im Süden des Viertels eine eigenständige Gemeinde hervor, die sich von St. Pius löste.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Kirche
Lage
Stadtteil Zollstock, Stadtbezirk Rodenkirchen (Köln)
Baujahr
1931
Benannt nach
Heiliger Geist
Turm
Ortsbildprägender Glockenturm
Orgel
18 Register auf zwei Manualen und Pedal (1960)
Wusstest du?

Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und musste erst 1950 wiederaufgebaut sowie 1957 nochmals erweitert werden, bevor sie 1960 eine Orgel und erst 1965 – über 30 Jahre nach ihrer Weihe – ihr endgültiges fünfstimmiges Glockengeläut erhielt.

Geschichte

Am 8. Dezember 1931 löste man die Rektoratspfarrei Zum Heiligen Geist von St. Pius. Bereits zu Jahresbeginn 1931 ging der Bauauftrag nach Entwürfen der Kölner Architekten Pasman und Bonnan an die ortsansässige Firma Fuchs & Becker. Die Arbeiten starteten im April; am 7. Juni 1931 setzte Stadtdechant Löbbel den Grundstein, der in der Nordwand des Chores Platz fand. Am 16. Mai 1932 nahm Weihbischof Wilhelm Stockums die Weihe vor und schloss dabei die Reliquien der Märtyrer Auxilius und Eutropius im Altar ein.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Zerstörung und Wiederaufbau

Durch Bombenangriffe erlitt das Gebäude im Zweiten Weltkrieg starke Schäden. Unter der Leitung des Bauingenieurs Jakob Langenhövel gelang der Wiederaufbau bis Ende 1950; abgeschlossen wurde er mit einem feierlichen Pontifikalamt, das Weihbischof Joseph Ferche hielt. Eine weitere Erweiterung nach Entwürfen von Karl Band folgte 1957 und wurde erneut mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Ferche begangen.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Glocken

Im Glockenturm hängen fünf Glocken, die am 30. Mai 1965 geweiht wurden. Sie tragen eigene Namen und unterschiedliche Gewichte: die Heilig-Geist-Glocke mit 1500 kg, die Marien-Glocke mit 1000 kg, die Karl-Borromäus-Glocke mit 570 kg, die Papst-Johannes-XXIII.-Glocke mit 400 kg sowie die Glocke der Heiligen Engel mit 180 kg. Gegossen wurden sie von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Orgel

Die Orgel stammt von der Firma Rieger Orgelbau und wurde am 30. Oktober 1960 geweiht; Domorganist Josef Zimmermann spielte sie ein. Das Instrument besitzt 18 Register auf zwei Manualen und Pedal, dazu mechanische Traktur und Schleifladen.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Ausstattung

Vom Aachener Bildhauer Norbert Perseke stammen die Pietà der Tageskapelle sowie Leuchten, Kerzenständer und das Lesepult.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1931
    Rektoratspfarrei Zum Heiligen Geist von St. Pius abgetrennt (8. Dezember)
  2. 1931
    Baubeginn im April, Grundsteinlegung durch Stadtdechant Löbbel am 7. Juni
  3. 1932
    Kirchweihe durch Weihbischof Wilhelm Stockums am 16. Mai
  4. 1950
    Wiederaufbau nach Kriegsschäden Ende des Jahres abgeschlossen
  5. 1957
    Weiterer Ausbau nach Plänen von Karl Band gefeiert
  6. 1960
    Orgel der Firma Rieger am 30. Oktober geweiht
  7. 1965
    Fünf Glocken am 30. Mai geweiht

Galerie

© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Cmcmcm1 · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Zur Heiligen Familie

5,0(1)· Google

Profanierte Waisenhauskirche in Köln-Sülz von Dominikus und Gottfried Böhm – mit einem Glasfenster-„Kinderorchester“ aus 128 Fenstern.

Heilig Geist (Köln-Weiden)

Katholische Kirche der 1960er-Jahre in Weiden: ein geschlossener Backsteinbau mit umlaufendem Fensterband, das über dem Altar in einer Spitze zusammenläuft.

Melanchthonkirche

4,5(42)· Google

Evangelischer Bau von 1929/30 in Zollstock – früh in Deutschland mit Andachtsraum oben und Gemeindezentrum im Untergeschoss.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-03

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.