Zum Heiligen Geist
Katholische Kirche im Kölner Stadtteil Zollstock mit ortsbildprägendem Turm, in dem fünf Glocken hängen.
Aus dem raschen Anstieg der Einwohnerzahl Zollstocks in den 1920er Jahren ging im Süden des Viertels eine eigenständige Gemeinde hervor, die sich von St. Pius löste.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche
- Lage
- Stadtteil Zollstock, Stadtbezirk Rodenkirchen (Köln)
- Baujahr
- 1931
- Benannt nach
- Heiliger Geist
- Turm
- Ortsbildprägender Glockenturm
- Orgel
- 18 Register auf zwei Manualen und Pedal (1960)
Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und musste erst 1950 wiederaufgebaut sowie 1957 nochmals erweitert werden, bevor sie 1960 eine Orgel und erst 1965 – über 30 Jahre nach ihrer Weihe – ihr endgültiges fünfstimmiges Glockengeläut erhielt.
Geschichte
Am 8. Dezember 1931 löste man die Rektoratspfarrei Zum Heiligen Geist von St. Pius. Bereits zu Jahresbeginn 1931 ging der Bauauftrag nach Entwürfen der Kölner Architekten Pasman und Bonnan an die ortsansässige Firma Fuchs & Becker. Die Arbeiten starteten im April; am 7. Juni 1931 setzte Stadtdechant Löbbel den Grundstein, der in der Nordwand des Chores Platz fand. Am 16. Mai 1932 nahm Weihbischof Wilhelm Stockums die Weihe vor und schloss dabei die Reliquien der Märtyrer Auxilius und Eutropius im Altar ein.
Zerstörung und Wiederaufbau
Durch Bombenangriffe erlitt das Gebäude im Zweiten Weltkrieg starke Schäden. Unter der Leitung des Bauingenieurs Jakob Langenhövel gelang der Wiederaufbau bis Ende 1950; abgeschlossen wurde er mit einem feierlichen Pontifikalamt, das Weihbischof Joseph Ferche hielt. Eine weitere Erweiterung nach Entwürfen von Karl Band folgte 1957 und wurde erneut mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Ferche begangen.
Glocken
Im Glockenturm hängen fünf Glocken, die am 30. Mai 1965 geweiht wurden. Sie tragen eigene Namen und unterschiedliche Gewichte: die Heilig-Geist-Glocke mit 1500 kg, die Marien-Glocke mit 1000 kg, die Karl-Borromäus-Glocke mit 570 kg, die Papst-Johannes-XXIII.-Glocke mit 400 kg sowie die Glocke der Heiligen Engel mit 180 kg. Gegossen wurden sie von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock.
Orgel
Die Orgel stammt von der Firma Rieger Orgelbau und wurde am 30. Oktober 1960 geweiht; Domorganist Josef Zimmermann spielte sie ein. Das Instrument besitzt 18 Register auf zwei Manualen und Pedal, dazu mechanische Traktur und Schleifladen.
Ausstattung
Vom Aachener Bildhauer Norbert Perseke stammen die Pietà der Tageskapelle sowie Leuchten, Kerzenständer und das Lesepult.
Zeitstrahl
- 1931Rektoratspfarrei Zum Heiligen Geist von St. Pius abgetrennt (8. Dezember)
- 1931Baubeginn im April, Grundsteinlegung durch Stadtdechant Löbbel am 7. Juni
- 1932Kirchweihe durch Weihbischof Wilhelm Stockums am 16. Mai
- 1950Wiederaufbau nach Kriegsschäden Ende des Jahres abgeschlossen
- 1957Weiterer Ausbau nach Plänen von Karl Band gefeiert
- 1960Orgel der Firma Rieger am 30. Oktober geweiht
- 1965Fünf Glocken am 30. Mai geweiht
Galerie
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