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© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0

St. Petrus und Paulus (Vom Guten Hirten)

Die 1962–1964 nach Plänen von Fritz Schaller errichtete Kirche im Kölner Stadtteil Lindenthal entstand als Klosterkirche der Schwestern vom Guten Hirten und wird seit 1991 von der syrisch-orthodoxen Gemeinde als St. Petrus und Paulus genutzt.

St. Petrus und Paulus, ursprünglich die Klosterkirche Vom Guten Hirten, ist ein syrisch-orthodoxes Gotteshaus im Kölner Stadtteil Lindenthal. Der Bau entstand zwischen 1962 und 1964 nach Entwürfen des Architekten Fritz Schaller und wurde im Dezember 1964 geweiht.

Auf einen Blick

Stadtteil
Lindenthal
Architekt
Fritz Schaller
Bauzeit
1962–1964, Weihe am 8. Dezember 1964
Ursprung
Klosterkirche der Schwestern vom Guten Hirten
Heutige Nutzung
syrisch-orthodoxe Gemeinde (seit 1991)
Fenster
farbige Verglasung von Franz Pauli
Besonderheit
kein Glockenturm, kein Geläut, keine bekannte Orgel
Wusstest du?

Fritz Schaller entwarf 1992 eigens eine Ikonostase für die orthodoxe Umnutzung – ausgeführt wurde sie jedoch nie, da man sich für eine kunsthandwerkliche Lösung entschied.

Das kannst du hier erleben

  • Die farbkräftigen Fenster von Franz Pauli mit Szenen aus Altem und Neuem Testament sowie der Offenbarung betrachten
  • Die T-förmig angeordnete Baukomposition mit Kirchenraum und Schwesternchor von außen erkunden
  • Das Giebelfenster mit der Taube als Symbol des Heiligen Geistes suchen
  • Den Kreuzweg von Hildegard Domizlaff und die Ausstattung von Karl Matthäus Winter entdecken

Geschichte

Die Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Guten Hirten widmete sich der Aufnahme von Frauen und Mädchen in Notlagen. Ihr seit 1863 in Köln geführtes Haus wurde 1944 bei Luftangriffen zerstört. Ab 1958 begann die Planung eines neuen Kirchenbaus, die sich aus finanziellen Gründen hinzog; erst Ende 1962 erhielt Fritz Schaller den Auftrag für die Ausführung des endgültigen Entwurfs. Die Bauarbeiten starteten im Mai 1963, das Richtfest folgte am 22. Januar 1964, und am 8. Dezember 1964 wurde die Kirche mit der Schmerzhaften Mutter Maria als Patronin geweiht. 1991 verkauften die Schwestern das Gebäude an das Erzbistum, das es an die syrisch-orthodoxe Gemeinde vermietete.

© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0

Architektur

Die Kirche liegt an drei Seiten offen in einem parkähnlichen Umfeld und schließt an der Schmalseite an einen erhaltenen Flügel der früheren Klosterbebauung an. Nach außen wirkt der Bau verschlossen, nach innen als schützende Hülle. Zwei Baukörper sind T-förmig angeordnet: der eigentliche Kirchenraum mit hohem, ziegelgedecktem Fußwalmdach und der schmalere, etwas höhere Schwesternchor mit drei kleinen Giebeln. Beide Teile sind eingeschossig, ein durchlaufendes Fensterband auf Traufhöhe und ein zweites im Dachbereich belichten den Innenraum. Im Inneren grenzen Säulen einen schmalen Umgang mit flacher Decke ab, über dem sich die dunkle Holzdecke des Giebels öffnet. Unter dem erhöhten Schwesternchor lagen ursprünglich Krypta und Beichtkapelle, deren Tabernakel auf einer Säule ruhte.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Ausstattung

Sämtliche Fenster stammen von Franz Pauli und gelten als sein farbkräftiges Hauptwerk. Das umlaufende Fensterband setzt alt- und neutestamentliche Szenen sowie Motive aus der Offenbarung des Johannes ins Bild; hinzu kommen Kryptafenster, ein weiteres Lichtband und dreieckige Fenster in den Giebelspitzen, von denen eines die Taube als Symbol des Heiligen Geistes zeigt. Die ursprünglichen Altäre, das Tabernakel und das Ewige Licht schuf Karl Matthäus Winter, den Kreuzweg gestaltete Hildegard Domizlaff. Da auf den geplanten Glockenturm verzichtet wurde, besitzt die Kirche weder Geläut noch eine bekannte Orgel.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Heutige Nutzung und Zukunft

Seit 1991 nutzte die syrisch-orthodoxe Gemeinde die Kirche unter dem Patrozinium von St. Petrus und Paulus. Für die orthodoxe Liturgie dient heute allein der Hauptkirchenraum, wobei die vorgenommenen Änderungen als reversibel gelten; eine 1992 von Fritz Schaller entworfene Ikonostase wurde zugunsten einer kunsthandwerklichen Lösung nicht ausgeführt. Der Mietvertrag lief 2021 aus, und für Köln-Fühlingen ist ein neues syrisch-orthodoxes Gemeindezentrum geplant. Nach dem Stand von 2022 stand ein Abriss der Kirche zur Diskussion – eine endgültige Entscheidung darüber war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht gefallen.

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Galerie

© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
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© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-29

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