St. Matthias
Neugotische katholische Kirche in Köln-Bayenthal, von der nach den Kriegszerstörungen im Wesentlichen nur der Kirchturm erhalten blieb.
Die Kirche geht auf eine kleine Kapelle zurück, die für die wachsende katholische Bevölkerung im Industrieort Bayenthal errichtet wurde.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche im Erzbistum Köln
- Lage
- Stadtteil Bayenthal, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Baustil
- Neogotik
- Kirchweihe
- 25. September 1904
- Architekten
- Theodor Kremer (Neubau), Dominikus Böhm (Wiederaufbau)
- Denkmal
- Steht unter Denkmalschutz
Die Vorgängerkapelle von St. Matthias wurde 1898 durch einen Wirbelsturm beschädigt, was den Bau der heutigen, deutlich größeren Kirche auslöste.
Geschichte
Bayenthal wurde im 19. Jahrhundert zu einem Industriestandort vor den Toren Kölns, und in der Nähe der Werke siedelten sich zunehmend Arbeiter an. 1860 wurden dort 1000 Katholiken gezählt, was Überlegungen zu einem eigenen Kirchenbau auslöste. Eine erste, dem Apostel Matthias gewidmete Kapelle entstand 1862 nach einer Spende durch den damaligen Dombaumeister Vinzenz Statz an der Ecke Goltstein-/Bonifazstraße. 1896 wurde sie Kirche der selbstständigen Pfarrgemeinde St. Matthias. Nachdem ein Wirbelsturm die Kapelle 1898 beschädigt hatte, entschied sich die wachsende Gemeinde für einen größeren Neubau.
Bau und Umgestaltung
Den Entwurf lieferte der Kölner Architekt Theodor Kremer, finanziert durch Spenden und den bereits 1876 gegründeten Kirchbauverein. Die Kirchweihe nahm Kardinal Fischer, damaliger Erzbischof von Köln, am 25. September 1904 vor. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1943 stark zerstört. Dominikus Böhm übernahm den Wiederaufbau und ordnete eine grundlegende Umgestaltung an, bei der fast nur der neugotische Kirchturm in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten blieb. Die Dächer der Seitenschiffe und des Querschiffs wurden abgetragen und durch ein Schleppdach ersetzt.
Umgebung und heutige Nutzung
Die der Kirche vorgelagerte Parkanlage am Mathiaskirchplatz entwarf 1904 der städtische Gartendirektor Fritz Encke. Die Pfarre ist heute nicht mehr eigenständig, sondern bildet mit St. Maria Königin eine Großgemeinde und gehört zum Seelsorgebereich „Am Südkreuz“.
Zeitstrahl
- 18601000 Katholiken in Bayenthal gezählt, Idee eines eigenen Kirchenbaus
- 1862Erste Kirche (Kapelle) durch Dombaumeister Vinzenz Statz errichtet
- 1876Kirchbauverein zur Finanzierung gegründet
- 1896Kapelle wird Kirche der selbstständigen Pfarrgemeinde St. Matthias
- 1898Kapelle durch Wirbelsturm beschädigt
- 1902Bau/Eröffnung der neuen Kirche (laut Wikidata)
- 1904Kirchweih am 25. September durch Kardinal Fischer; Parkanlage gestaltet
- 1943Kirche im Zweiten Weltkrieg stark zerstört
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