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© HOWI - Horsch, Willy · CC BY-SA 3.0

St. Anna-Haus

1888 als Hospital und Altenheim gegründet, bis 1979 Krankenhaus – heute Cellitinnen-Seniorenhaus in Köln-Lindenthal.

Das St. Anna-Haus geht auf das Vermächtnis der Lindenthaler Witwe Anna Jansen zurück und diente über Jahrzehnte als Krankenhaus. Heute befindet sich an diesem Ort ein Seniorenhaus der Cellitinnen.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliges Krankenhaus, heute Seniorenhaus
Lage
Köln-Lindenthal (heute Franzstraße 16)
Gegründet
1888
Träger
Orden der Kölner Cellitinnen
Namenspatronin
Heilige Anna
Krankenhausbetrieb bis
1979
Wusstest du?

Das St. Anna-Haus verdankt seine Gründung 1888 dem Vermächtnis der Witwe Anna Jansen, die 18.000 Mark hinterließ – mit der ausdrücklichen Auflage, dass damit ein Heim für Seniorinnen entstehen solle; im ersten Betriebsjahr nutzten bereits 164 Hilfsbedürftige das Angebot, ein Jahr später schon 244.

Entstehung aus einem Vermächtnis

1887 übergab Anna Jansen dem Geistlichen Hubert Joseph Titz 18.000 Mark mit der Auflage, ein Haus in der Lindenthaler „Wilhelmstraße“ 42 zu erwerben und darin ein Heim für Seniorinnen einzurichten. Pfarrer Titz wandte sich an die Cellitinnen zur heiligen Maria in der Kupfergasse, die die Auflagen bereits 1888 verwirklichten. Das erworbene Haus und ein Neubau auf dem angrenzenden Grundstück bildeten das St. Anna-Haus.

© Zeichnung von A Wegelin, gestochen von T. Cranz · Public domain

Aufgaben der Schwestern

Anfangs war das Haus Hospital und Heimstätte für Kinder der armen Bevölkerung des Stadtteils. Die Schwestern betreuten Arme und Kranke ambulant und pflegten Alte und Schwache in den eigenen Räumen. Im ersten Berichtsjahr 1888 nahmen 164 Hilfsbedürftige die Pflege oder Verpflegung in Anspruch, im Folgejahr bereits 244. Daneben führten sie eine „Kinderbewahranstalt“, einen Kindergarten, in dem durchschnittlich 80 noch nicht schulpflichtige Kinder betreut wurden.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Station für ansteckende Krankheiten

1890 wurde eine Verfügung des Bezirksausschusses Köln-Lindenthal wirksam, nach der eine Station zur Aufnahme von Menschen mit ansteckenden Krankheiten einzurichten war. Die behördlichen Vorgaben zu Isolierung und Desinfektion benutzter Materialien wurden erfüllt.

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Vom Krankenhaus zum Seniorenhaus

Später entwickelte sich die Einrichtung zum regulären Krankenhaus, das bis 1979 bestand. Die historischen Bauten wurden anschließend saniert und umgestaltet und beherbergen heute das Cellitinnen-Seniorenhaus St. Anna mit Angeboten der Pflege und Betreuung.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Zeitstrahl

  1. 1314
    Gründung der Cellitinnen-Gemeinschaft „Zur Zelle" (Komödienstraße)
  2. 1470
    Gründung des Konventes „Zur hl. Dreifaltigkeit" (Achternstraße)
  3. 1794
    Französische Besetzung Kölns, Säkularisation kirchlicher Einrichtungen
  4. 1828
    Neugründung der Cellitinnengemeinschaft in der Kupfergasse; Erzbischof bestätigt sie im November
  5. 1875
    Gesetzliches Verbot der Neuaufnahme von Ordensmitgliedern
  6. 1882
    Aufhebung des Aufnahmeverbots
  7. 1887
    Anna Jansen übergibt 18.000 Mark als Stiftung für ein Heim in Lindenthal
  8. 1888
    Gründung des St. Anna-Hauses durch den Orden der Kölner Cellitinnen
  9. 1890
    Verfügung zur Einrichtung einer Isolierstation für ansteckende Krankheiten
  10. 1979
    Ende des Krankenhausbetriebs; Umwandlung zum Seniorenhaus

Galerie

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Franzstraße 16
50931 Köln

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0221 9405230

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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