Kreuzerhöhungskirche (Köln-Gremberghoven)
Im Kölner Stadtteil Gremberghoven steht ein schlichter Backsteinbau der 1950er Jahre, der heute als serbisch-orthodoxe Kreuzerhöhungskirche dient — ursprünglich errichtet als katholische Heilig-Geist-Kirche.
Die Kreuzerhöhungskirche in Gremberghoven trägt eine doppelte Geschichte in sich: Was als römisch-katholische Heilig-Geist-Kirche entstand, ist heute Gotteshaus einer serbisch-orthodoxen Gemeinde. Ihr voller Name lautet „Kirche der Erhöhung des allehrwürdigen und lebenspendenden Kreuzes".
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Köln-Gremberghoven
- Konfession heute
- serbisch-orthodox (ursprünglich römisch-katholisch)
- Architekt
- Josef Bernard
- Bauzeit
- 1955–1957, geweiht am 23./24. Februar 1957
- Denkmalschutz
- seit dem 18. Januar 1994 (Nr. 7017)
- Baustoff
- Backstein, mit hohem Satteldach
- Funktion heute
- Sitz der Pfarreien Köln I und II der Eparchie von Düsseldorf und ganz Deutschland
Die Glocken der Kirche sind älter als das Gebäude selbst: Das vierstimmige Geläut wurde 1950 gegossen — sieben Jahre bevor der heutige Bau 1957 geweiht wurde.
Das kannst du hier erleben
- Die große Ikonostase im Hauptraum betrachten, die bei der orthodoxen Umgestaltung ab 2005 eingebaut wurde
- Den vorgelagerten Backsteinturm mit seinen vertikalen Glasbaustein-Fensterstreifen und dem Strahlenkreuz betrachten
- Den offenen Holzdachstuhl und die unverputzte Backsteinwand des schlichten Innenraums auf sich wirken lassen
- Auf das 1950 von der Glockengießerei Mabilon gefertigte vierstimmige Geläut achten
Von der Eisenbahnersiedlung zum Neubau
Rund um den Rangierbahnhof Gremberg wuchs nach dem Ersten Weltkrieg die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven heran, für die 1922 ein eigener Seelsorgebezirk eingerichtet wurde. Die jahrelang genutzte Notkirche fiel 1944 Luftangriffen zum Opfer und wurde danach nur behelfsmäßig hergerichtet. In den 1950er Jahren fiel deshalb der Entschluss zum Neubau: Bis Dezember 1954 lagen die Pläne von Architekt Bernard vor, 1957 stand die fertige Kirche.
Architektur von prägnanter Klarheit
Der rechteckige Backsteinbau zeichnet sich durch eine bewusste Schlichtheit aus. Vorgelagert ist ein leicht eingezogener Glockenturm, dessen querrechteckiger Körper sich nach oben leicht konisch verjüngt und an beiden Seiten mit langen Fensterstreifen aus Glasbausteinen öffnet. Ein Strahlenkreuz bildet den oberen Abschluss. Das hohe Satteldach zieht sich über symmetrische Anbauten tief herunter; große quadratische Fensterflächen belichten die Längsseiten. Im Inneren mildern viel Holz — offener Dachstuhl, Türen, Bänke und Emporenbrüstung — die architektonische Strenge des Raumes mit unverputzter Backsteinwand und Fliesenboden.
Zwei Konfessionen unter einem Dach
Seit 2005 stellt die katholische Gemeinde St. Maximilian Kolbe das Gebäude der serbisch-orthodoxen Gemeinde zur Verfügung. In der Folge wurde das Innere der orthodoxen Liturgie angepasst — dazu gehörte vor allem der Einbau einer großen Ikonostase im Hauptraum. Die Originalausstattung aus der Bauzeit, darunter Altar und Tabernakel aus Naturstein sowie die Orgel, war 2004 noch vollständig erhalten. Das vierstimmige Geläut stammt aus dem Jahr 1950 von der Glockengießerei Mabilon.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-28
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