WiSo-Gebäude
Riphahns Fakultätsbau mit neungeschossigem Hochhaus, polygonalen Hörsälen und Gartenhöfen – 1967 mit dem Kölner Architekturpreis ausgezeichnet.
Das Gebäude gehört zu den ersten Erweiterungsbauten der Universität zu Köln und entstand, um der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät mehr Räume zu verschaffen. Heute ergänzt ein Neubau das Ensemble, der gestalterisch auf den Altbau antwortet.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Sitz der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
- Lage
- Eingangsseite an der Universitätsstraße in Köln-Lindenthal, direkt neben dem Hauptgebäude der Universität
- Bauzeit
- 1956–1960
- Aufbau
- Hochhaus mit neun Geschossen und davor liegendem flachem Sockelbau
- Kunst
- Ziegelreliefs und eine Bronzeskulptur von Antoine Bourdelle
- Denkmalschutz
- Baudenkmal, seit dem 12. Oktober 1998 in der Kölner Denkmalliste (Nr. 8367)
- Erweiterung
- fünfgeschossiger Neubauriegel zur Straßenseite
Im Innenhof des WiSo-Gebäudes steht die Bronzeskulptur „Herakles mit dem Bogen" des französischen Bildhauers Antoine Bourdelle aus dem Jahr 1909.
Riphahns Entwurf
Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn verband ein Hochhaus mit einem flachen Sockelbau. Zur Straße hin zeigt sich der eingeschossige Seminartrakt mit einer schlichten Lochfassade. Zum Grüngürtel treten die drei polygonalen Hörsälen deutlich hervor; sie sind Teil eines zweigeschossigen Baukörpers. Drei individuell gestaltete Gartenhöfe sind in den tiefen Baukörper eingeschnitten und sorgen für natürliches Licht und Belüftung. 1967 erhielt das Ensemble den Kölner Architekturpreis.
Kunst am Bau
An der Eingangsfassade des Hochhauses sind Minerva und Merkur als Reliefs aus Ziegel dargestellt. Im Innenhof steht die Bronzeskulptur „Herakles mit dem Bogen“ des französischen Bildhauers Antoine Bourdelle aus dem Jahr 1909.
Der Neubau von 2019
Grundlage war ein 2012 vorgestellter Struktur- und Entwicklungsplan des Büros ASTOC Architects and Planners, mit dem die Universität das Gelände stärker mit den angrenzenden Stadt- und Grünräumen verknüpfen wollte. Den Auftrag für den Neubau erhielt die MBS Baugesellschaft mbH; eröffnet wurde er im Mai 2019. Der Riegel steht vor dem eingeschossigen Altbauteil, überragt diesen deutlich und bleibt vier Geschosse unter dem Hochhaus. Eine gut sichtbare Fuge trennt Alt- und Neubau.
Seminarräume und Loggien
Die Seminarräume liegen im Erdgeschoss an den Enden und in der Mitte des Riegels, spiegelsymmetrisch zu den Hörsälen des Altbaus. Wo sie die Fuge kreuzen, schließen gläserne Verbindungselemente sie an, sodass der Blick über die gesamte Länge frei bleibt. Die Räume dazwischen dienen als grüne Loggien, angelehnt an die Gartenhöfe des Altbaus. Durch die Verglasung auf beiden Seiten bleibt der Altbau von der Straße aus sichtbar.
Fassade und Eingang des Neubaus
Über dem mit Betonfertigteilen verkleideten Sockel folgen vier Bürogeschosse mit einer strengen Lochfassade, die an die des Hochhauses erinnert. Der neue Eingang weist zum Albertus-Magnus-Platz und ist durch einen großen, in den Beton eingegossenen Schriftzug markiert.
Zeitstrahl
- 1956Baubeginn des WiSo-Gebäudes nach Entwurf von Wilhelm Riphahn
- 1960Fertigstellung des ursprünglichen Gebäudekomplexes
- 1967Auszeichnung des Gebäudeensembles mit dem Kölner Architekturpreis
- 1998Eintragung als Baudenkmal (12. Oktober) in die Denkmalliste Lindenthal
- 2012Vorstellung des Struktur- und Entwicklungsplans von ASTOC
- 2019Eröffnung des Erweiterungsbaus im Mai
Galerie
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