Westgate
Kölner Büro- und Geschäftshaus, das seine Räume über ein Grundwasser-System beheizt und kühlt – überspannt von einer gläsernen Kuppel.
Während der Bauarbeiten am Habsburgerring stießen Archäologen auf Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung – dieser Fund soll im Inneren des Komplexes sichtbar bleiben.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Büro- und Geschäftshaus mit Flächen für Handel und Gastronomie
- Lage
- Habsburgerring 2, Köln Altstadt-Süd, nahe dem Rudolfplatz
- Fertigstellung
- bezugsfertig Mitte 2011, erste Mieter ab 1. August 2011
- Geschosse
- sieben, rund 31.600 m² Brutto-Grundfläche
- Tiefgarage
- 162 Stellplätze
- Architektur
- Hentrich-Petschnigg & Partner HPP, Düsseldorf
- Besonderheit
- Beheizung und Kühlung über gebäudeeigene Grundwasserbrunnen
Unter dem Gebäude wird über sechs eigene Brunnen aus 25 Metern Tiefe Grundwasser gefördert, das per Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen genutzt und danach in denselben Aquiferspeicher zurückgeleitet wird – ein naturnaher Energiekreislauf direkt unter dem Bürohaus.
Architektur
Ein für das Publikum zugängliches Atrium befindet sich im ersten Obergeschoss und lässt sich über eine Freitreppe betreten. Den hellen Innenhof schützt in 26 Metern Höhe eine durchsichtige Kuppel. Wer die Bürogeschosse erreichen möchte, nutzt dafür die innen gelegenen Panoramaaufzüge sowie eine Fahrtreppe.
Energiekonzept
Durch den großflächigen Einsatz von Fenstern gelangt reichlich Tageslicht in die Räume. Sechs hauseigene Brunnen holen aus 25 Metern Tiefe Grundwasser herauf, dessen Temperatur mithilfe von Wärmetauschern und Wärmepumpen fürs Heizen wie Kühlen verwendet wird; anschließend kehrt das Wasser in den Aquiferspeicher zurück. Gegenüber vergleichbaren Mischbauten fällt der Primärenergiebedarf um über 30 Prozent geringer aus, die CO2-Emissionen sinken um mehr als die Hälfte. Während die Büroebenen allein auf erneuerbare Energien setzen, beziehen Handel und Gastronomie ergänzend Fernwärme. Für diese Bauweise erhielt Westgate das GreenBuilding-Zertifikat der Europäischen Union und ist damit nach den Cologne Oval Offices das zweite MEAG-Gebäude in Köln mit dieser Auszeichnung.
Geschichte und Name
Die etwa 1,30 Meter starke, wissenschaftlich erfasste Grabenfangmauer nahm einst den Böschungsdruck der alten Wehranlagen auf. Der Name soll an die Geschichte des Ortes erinnern: Über die Westachse Aachener Straße–Neumarkt–Dom zogen im Mittelalter die gekrönten Könige von Aachen zum Schrein der Heiligen Drei Könige. Den Zugang bildete die unmittelbar benachbarte Hahnentorburg.
Entstehung
Als Bauherr trat die ERGO Versicherungsgruppe auf, die Umsetzung übernahm die Münchener MEAG. Der städtebauliche Masterplan für die Kölner Innenstadt führt das Grundstück als Zone mit hohem Entwicklungspotenzial. Das Richtfest wurde im Juni 2010 gefeiert; Oberbürgermeister Jürgen Roters hob dabei hervor, dass der Rudolfplatz durch Westgate an Profil gewinne. Die Projektsteuerung samt Anti-Claim-Management lag ab 2012 bei der OH-Bauconsult GmbH.
Zeitstrahl
- 2010Richtfest für Westgate im Juni 2010 gefeiert.
- 2011Mitte 2011 wurde das Gebäude bezugsfertig.
- 1. August 2011Erste Mieter zogen in Westgate ein.
- 2012Ab 2012 Projektsteuerung durch OH-Bauconsult GmbH.
Karte
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