Villa Bestgen
Jugendstilvilla in der Kölner Neustadt, die wegen ihrer Farbgebung als Beispiel des „modernen Villenbaus in Deutschland“ angesehen wurde.
Die Villa Bestgen war ein denkmalgeschütztes Gebäude am Theodor-Heuss-Ring in der Kölner Neustadt. Die Pläne dafür stammten von Gottfried Wehling und Alois Ludwig.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Putzbau im Jugendstil
- Denkmalstatus
- war Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Adresse
- Theodor-Heuss-Ring 9
- Stadtteil
- Neustadt/Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Bauzeit
- September 1901 bis April 1903
- Baukosten
- 165.000 Mark
Aufgrund ihrer stilistischen Nähe zur Jugendstil-Architektur der Darmstädter Künstlerkolonie hielt man die Villa Bestgen früher fälschlich für einen Bau von Joseph Maria Olbrich – tatsächlich stammte sie von Gottfried Wehling und Alois Ludwig.
Farbe als Merkmal
Der Sockel war aus gelblich-grauem Sandstein gefertigt, die Fassade darüber verputzt. Die Teile aus Eisen trugen einen blauen Anstrich, die Teile aus Holz waren weiß. An den Säulen des Portals war ein farbiges Glasmosaik angebracht. Wegen dieser Farbgebung wurde die Villa als ein Beispiel des „modernen Villenbaus in Deutschland“ angesehen, für den eine „zunehmende Farbenfreudigkeit“ kennzeichnend war.
Fassade und Bauschmuck
Die Straßenfassade wurde von einem Rundbogen bestimmt, der sich über zwei Etagen erstreckte. Im Erdgeschoss trat ein halbrunder Vorbau über den Sockel aus großen Naturquadern hervor. Die Front besaß außerdem im Erdgeschoss einen Standerker und im Obergeschoss eine breite, rundbogige Loggia. Der Haupteingang lag an der Längsseite. An den Gebäudeecken befanden sich allegorische Bauplastiken nach Entwürfen von Adolf Simatschek; sie stellten die „Hüterin des häuslichen Glücks“ und die „Herdflamme“ dar.
Räume bei der Fertigstellung
Im Erdgeschoss lagen um die Diele herum ein Musiksalon, ein Wohnzimmer und das Speisezimmer. Vom Speisezimmer aus gelangte man in einen Wintergarten und in das Frühstückszimmer. Das Obergeschoss umfasste ein Wohnzimmer, ein Arbeitszimmer, vier Schlafzimmer und das Bad.
Wissenswertes
Der Bau stand stilistisch der Jugendstil-Architektur der Darmstädter Künstlerkolonie nahe. Deshalb hielt man ihn früher irrtümlich für ein Werk von Joseph Maria Olbrich.
Zeitstrahl
- September 1901Baubeginn der Villa am Theodor-Heuss-Ring 9 (Jugendstil)
- April 1903Fertigstellung der Villa, Baukosten 165.000 Mark
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