Konrad-Adenauer-Kaserne
Sitz des Bundesamts für den Militärischen Abschirmdienst: eine Bundeswehr-Liegenschaft in Köln-Raderthal, benannt nach Konrad Adenauer.
Namensgeber der Anlage ist der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, der in Köln zur Welt kam. Errichtet wurde sie in den 1960er Jahren, nachdem die Bundesregierung beschlossen hatte, möglichst viele dem Verteidigungsministerium nachgeordnete militärische Dienststellen in den Kölner Raum zu verlegen.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Liegenschaft der Bundeswehr
- Lage
- Stadtteil Raderthal, Stadtbezirk Rodenkirchen, südlich des Kölner Stadtzentrums
- Stationierte Dienststellen
- BAMAD, Sanitätsversorgungszentrum Köln-Raderthal, Unterstützungspersonal Kasernenkommandant Köln 1
- Gebäude
- vier gleichförmige Bürogebäude mit fünf Etagen, ein Büro-Hochhaus mit 14 Geschossen
- Weitere Einrichtungen
- Tagungszentrum, Hubschrauberlandeplatz, Sporthalle, Tennisplatz
- Gegenüber
- weitere Bundeswehr-Liegenschaft, Brühler Straße 309/309 A
Der militärische Abschirmdienst zog dorthin, weil der Kasernenneubau ihm ermöglichte, bauliche Sonderwünsche wie eigene Karteiräume und Labore einzubringen – zudem konnte er die modernen Bunkeranlagen der Liegenschaft mitnutzen.
Zentrale des Militärischen Abschirmdienstes
Ursprünglich war der Neubau für das damalige Truppenamt vorgesehen. Noch während der Planung entstand die Idee, auch die Zentrale des MAD, das Amt für Sicherheit der Bundeswehr (ASBw), aus Bonn hierher zu holen. Das ASBw konnte so eigene bauliche Anforderungen einbringen, etwa für Karteien und Labore. Zudem ließen sich Bewachung und die modernen Bunkeranlagen gemeinsam nutzen. Ende 1964 bezog das ASBw die Kaserne. 1984 erhielt es den Namen Amt für den Militärischen Abschirmdienst, 2017 folgte die Umbenennung in Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst.
Wechselnde Nutzer
Neben dem MAD und dem Truppenamt beherbergte die Kaserne im Laufe ihrer Geschichte weitere Einheiten, darunter die 6./Feldjägerbataillon 730 sowie die Unterstützungskommandos 3 und WHNS. Das Truppenamt wurde 1970 in Heeresamt umbenannt, das 2013 im Amt für Heeresentwicklung aufging. Nach einer Änderung des Nutzungskonzepts zog dieses Amt 2023 auf den Axa-Campus in Köln-Holweide, wo die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zwei Gebäude angemietet hatte. Die offizielle Schlüsselübergabe fand am 5. Mai 2023 statt. Seitdem hat das BAMAD die Kaserne als alleiniger Hauptnutzer.
Umgebung und Dienstgebäude gegenüber
Westlich der Kaserne liegt der Kölner Südfriedhof, im Süden verläuft die Militärringstraße, im Osten die Brühler Straße. Auf der anderen Seite dieser Straße, gegenüber der Kaserne, steht eine Bundeswehr-Liegenschaft, die lediglich als „Dienstgebäude“ bezeichnet wird. In dem Hochhaus mit zwölf Etagen waren die Stammdienststelle der Luftwaffe und der Höhere Pionierstab (später Infrastrukturstab der Bundeswehr) untergebracht. Vom 1. April 1971 bis zum 30. November 2012 hatte dort auch das Kreiswehrersatzamt Köln seinen Sitz.
Zeitstrahl
- 1960er JahreKaserne für das Truppenamt errichtet
- Ende 1964Amt für Sicherheit der Bundeswehr zieht ein
- 1. April 1971Kreiswehrersatzamt Köln zieht ins Dienstgebäude Brühler Straße
- 1. Oktober 1970Umbenennung Truppenamt in Heeresamt
- 1984Umbenennung in Amt für den Militärischen Abschirmdienst
- 30. November 2012Kreiswehrersatzamt Köln schließt
- 2013Heeresamt geht im Amt für Heeresentwicklung auf
- 5. Mai 2023Schlüsselübergabe: Amt für Heeresentwicklung zieht nach Köln-Holweide um
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