Konrad Adenauer
Erster Bundeskanzler der Bundesrepublik — und zuvor 16 Jahre lang Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Köln.
Adenauers erste politische Laufbahn verlief vollständig in Köln, seiner Geburtsstadt: vom Jurastudenten über den städtischen Beigeordneten bis zum Stadtoberhaupt.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Person
- Deutscher christdemokratischer Politiker und Jurist
- Geboren
- 5. Januar 1876 in Köln
- Gestorben
- 19. April 1967 in Rhöndorf
- Amt Köln
- Oberbürgermeister von 1917 bis 1933
- Amt Bund
- Erster Bundeskanzler 1949–1963, zugleich Außenminister 1951–1955
- Partei
- Mitbegründer der CDU, Parteivorsitzender 1950–1966
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Herkunft und Ausbildung
Adenauer wuchs als drittes von fünf Kindern eines Kölner Justizbeamten in einfachen Verhältnissen auf; die Familie war römisch-katholisch geprägt. 1894 legte er am Apostelgymnasium das Abitur ab und studierte danach in Freiburg, München und Bonn Rechts- und Staatswissenschaft. Sein Referendariat absolvierte er in Köln, das zweite juristische Staatsexamen legte er 1901 in Berlin ab.
Aufstieg im Kölner Rathaus
1906 wurde Adenauer zum Beigeordneten der Kölner Stadtverwaltung gewählt, 1909 stieg er zum Ersten Beigeordneten und Stellvertreter des Oberbürgermeisters Max Wallraf auf. Mit Wallraf war er auch persönlich verbunden: Adenauers erste Frau Emma Weyer war eine Nichte des Stadtoberhaupts. Auf seine Initiative geht die Eröffnung der Kölner Werkbundausstellung in Köln-Deutz 1914 zurück.
Erster Weltkrieg und ein prägender Unfall
Während des Krieges war Adenauer für die Lebensmittelversorgung der Stadtbevölkerung zuständig, die durch die britische Seeblockade erschwert wurde. Er führte Ersatzprodukte mit Kölner Bezug ein: ein selbst erfundenes „Kölner Brot" (auch „Rheinisches Schwarzbrot") aus Reis- und Maismehl, für das er am 2. Mai 1915 ein Patent erhielt, sowie eine „Kölner Wurst" unter Verwendung von Sojamehl. Wegen des Geschmacks der neuen Produkte gab ihm die Kölner Bevölkerung den Spitznamen „Graupenauer". Am 20. März 1917 verunglückte sein Wagen bei einem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn; sein Gesicht wurde dabei zerschnitten, und die zurückbleibenden Narben prägten sein späteres Erscheinungsbild.
Politische Laufbahn
Der katholischen Zentrumspartei gehörte Adenauer schon vor seiner Zeit als Stadtoberhaupt an; bereits 1903 bis 1905 war er Vorsitzender der Zentrumsfraktion im Kölner Stadtparlament. In der Weimarer Republik war er zudem Präsident des preußischen Staatsrats. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor er seine Ämter und war zeitweise inhaftiert. Nach 1945 zählte er zu den Begründern der CDU. Als Präsident des Parlamentarischen Rates wirkte er an der Ausarbeitung des Grundgesetzes mit. Im Kanzleramt setzte er sich für Bonn als Bundeshauptstadt ein und vertrat eine Politik der Westbindung, der europäischen Einigung und der Sozialen Marktwirtschaft.
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