Haltepunkt Köln-Holweide
Fußballfans gaben den Anstoß: Der Haltepunkt entstand 1950 für Anhänger von Preußen Dellbrück und hieß im Volksmund „Willy-Röhrig-Gedächtnisbahnhof“.
Die Bahnstrecke, an der der Haltepunkt liegt, wird heute nicht mehr vollständig betrieben. Für das umliegende Wohngebiet ist er dennoch der Zugang zum S-Bahn-Netz.
Auf einen Blick
- Art
- S-Bahn-Haltepunkt
- Lage
- Stadtteil Höhenhaus, Stadtbezirk Mülheim, direkt an der Grenze zu Holweide
- Adresse
- Pfarrer-Maybaum-Weg 60, 51067 Köln
- Strecke
- Bahnstrecke Köln-Mülheim–Lindlar
- Zughalte seit
- 1950
- Verbindungen
- S-Bahn-Linie S 11, Buslinie 157 der Kölner Verkehrs-Betriebe
Der Haltepunkt entstand 1950 auf Initiative von Fußballfans des SC Preußen Dellbrück: Vereinsvorsitzender und Bauunternehmer Willy Röhrig ließ ihn in kürzester Zeit selbst errichten, weshalb er im Volksmund später „Willy-Röhrig-Gedächtnisbahnhof“ hieß.
Entstanden auf Initiative von Fußballfans
Anfang der 1950er Jahre spielte der SC Preußen Dellbrück um die deutsche Meisterschaft mit. Viele seiner Anhänger stammten aus Holweide und wollten dort in die Sonderzüge zu den Auswärtsspielen einsteigen. Deshalb beantragten sie einen Halt an der Strecke, die die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft bereits 1868 eröffnet hatte. Unterstützung erhielten sie vom damaligen Vereinsvorsitzenden Willy Röhrig, der sich bei der Deutschen Bundesbahn für das Vorhaben einsetzte.
Eine Rampe als Bedingung
Die Bundesbahn willigte ein, verlangte aber eine provisorische Rampe zum Ein- und Aussteigen. Für Röhrig war das kein Hindernis, denn er war Bauunternehmer und ließ den Halt in kürzester Zeit errichten. Die Bundesbahn erkannte ihn an, und ab 1950 hielten dort die Züge. Da sie auch nach den Fußballspielen planmäßig stoppten, wurde der Halt dauerhaft. Später nannte man ihn im Volksmund „Willy-Röhrig-Gedächtnisbahnhof“.
Vom Fan-Halt zur S-Bahn
Mit dem wachsenden Pendlerverkehr von Bergisch Gladbach nach Köln wurde der Fahrplan dichter. Die Bundesbahn entschied sich daher für einen S-Bahn-Betrieb. Ab 1972 wurde die Strecke elektrifiziert und nach S-Bahn-Standard ausgebaut. 1975 nahm eine S-Bahn-Linie von Bergisch Gladbach bis Köln-Chorweiler den Betrieb auf.
Zwischen Holweide und Höhenhaus
Laut Wikipedia liegt die Station am nördlichen Rand von Holweide, unmittelbar an der Grenze zu Höhenhaus. Nach den Kartendaten von OpenStreetMap gehört der Standort zum Stadtteil Höhenhaus. Trotz des Namens erschließt die Station damit beide Stadtteile und bindet sie per S-Bahn schnell an den Kölner Hauptbahnhof an.
Bahnsteige und Zugänge
Die Station hat zwei Seitenbahnsteige mit einer Höhe von 76 Zentimetern. Eine Anhebung auf 96 Zentimeter verhindert der Güterverkehr in Richtung Bergisch Gladbach, die Bahnsteige bleiben deshalb auf der niedrigeren Höhe. Auf jeder Seite gibt es ebenerdige Zugänge, an beiden Enden Treppen mit Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer. Die Bushaltestelle liegt an der Ostseite, Fahrradstellplätze sind vorhanden. Die Station ist nicht mit Personal besetzt, Unterstützung vor Ort gibt es nicht.
Zeitstrahl
- 1868Eröffnung der Bahnstrecke Köln-Mülheim–Bensberg durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft
- 1950Züge der Deutschen Bundesbahn halten erstmals am Holweider Haltepunkt
- 1972Beginn der Streckenelektrifizierung und des Ausbaus nach S-Bahn-Standard
- 1975Start einer S-Bahn-Linie von Bergisch Gladbach bis Köln-Chorweiler
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Quellen & Links
- Offizielle Webseite
- Offizielle Webseite (abgerufen 2026-10-28)
- Wikidata (abgerufen 2026-10-28)
- Wikipedia (abgerufen 2026-10-28, rev 261382478)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-28
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