Großmarkt Köln
Ehemaliger Großmarkt in Köln-Raderberg mit 132 Meter langer, parabelförmiger Gewölbehalle — bis zur Schließung Ende 2025 zählte er zu den größten Deutschlands.
Die Wurzeln des Handels an diesem Ort reichen weit zurück: Ein erster Vorläufer entstand bereits 922 als „Kölner Markt" auf dem heutigen Alter Markt.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Großmarkt (Betrieb Ende 2025 eingestellt)
- Lage
- Köln-Raderberg, Marktstraße 10, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Marktfläche
- zuletzt 238.000 m²
- Haupthalle
- 132 m lang, 57 m Spannweite, 22 m Scheitelhöhe
- Erbaut
- Einzug am 1. November 1940
- Denkmalschutz
- seit dem 23. Oktober 1989
- Größe
- gehörte zu den größten Großmärkten Deutschlands
Der Großmarkt entstand ausgerechnet auf dem „Judenbüchel", einem jüdischen Friedhof, der auf einer Karte von 1807/1808 noch als „Tödten Iuden" verzeichnet war – die Nationalsozialisten störte diese Lage beim Bau 1936 nicht.
Geschichte
Der mittelalterliche Markt vergrößerte sich in Richtung des heutigen Heumarkts und setzte vor allem Lebensmittel, Wein und Getreide um. Am 29. November 1904 wurde am Sassenhof ein neuer Großmarkt eröffnet, der jedoch ungünstig lag. 1936 legte der Reichswirtschaftsminister die rheinischen Getreidegroßmärkte Düsseldorf und Neuss in Köln zusammen. Das für den Neubau gewählte Gelände in Raderberg lag auf einem ehemaligen jüdischen Friedhof, dem Judenbüchel.
Architektur
Den ersten Spatenstich setzte Oberbürgermeister Karl Georg Schmidt am 17. Oktober 1936. Das parabelförmige Gewölbe wurde von Oberbaurat Theodor Teichen entworfen; Richtfest war am 21. Mai 1939. Unter der gesamten Halle liegen gewölbte Kühlkeller, ein Anschluss besteht an den Güterbahnhof Köln-Bonntor. 1968 kamen Kühlhäuser hinzu.
Handel und Betrieb
Der Markt bezog seine Waren aus umliegenden Erzeugergebieten, dem Frankfurter Raum und zu mindestens 70 Prozent aus dem Ausland. Mindestens 220 Firmen verkauften rund 300.000 Tonnen Waren im Jahr an über 5000 Kunden. Eine Marktsatzung von 1994 regelte die Marktordnung, überwacht durch ein Marktamt.
Verlagerung und Schließung
Bereits 2007 beschloss der Stadtrat eine Verlagerung an den Standort Köln-Marsdorf. Nach Zweifeln am Verkehrskonzept und Prüfung weiterer Flächen verschob sich der Zeitplan mehrfach. Zum Jahresende 2025 wurde der Betrieb endgültig eingestellt. Das Gelände soll im Rahmen des Bauvorhabens „Parkstadt Süd" neu entwickelt werden.
Wissenswertes
Die im Bauhaus-Stil errichtete alte Gemüse-Versteigerungshalle gehört nicht mehr zum Markthallen-Komplex und wird seit 2007 für Veranstaltungen genutzt.
Zeitstrahl
- 922Erster Vorläufer als „Kölner Markt“ auf dem Alter Markt entstanden.
- 1904Neuer Kölner Großmarkt am Sassenhof eröffnet (29. November).
- 1936Zusammenlegung der Getreidegroßmärkte Düsseldorf und Neuss zu Köln; Spatenstich in Raderberg (17. Oktober).
- 1939Richtfest des parabelförmigen Gewölbebaus (21. Mai).
- 1940Einzug in die neuen Hallen in Köln-Raderberg (1. November); alter Markt am Sassenhof bis 12. Juli genutzt.
- 1968Bau von Kühlhäusern.
- 1989Großmarkthalle unter Denkmalschutz gestellt (23. Oktober).
- 2007Stadtratsbeschluss zur Verlagerung nach Köln-Marsdorf bis 2020 (13. Dezember).
- 2025Endgültige Schließung des Kölner Großmarkts zum Jahresende.
Galerie
Karte
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-16
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