Bahnhof Köln Eifeltor
Kölner Güterbahnhof mit bundesweit den meisten Umschlägen: Hier wechseln Container und ganze Lastzüge zwischen Schiene und Straße.
Was 1968 mit einer einzelnen Kranbrücke neben einem bestehenden Güterbahnhof begann, wuchs in mehreren Ausbaustufen zu einem Terminal mit mehr als 4000 Zügen pro Jahr.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Güterbahnhof mit Umschlagbahnhof für den kombinierten Verkehr Schiene–Straße
- Lage
- Köln, Stadtteil Rondorf (Stadtbezirk Rodenkirchen), an der linken Rheinstrecke
- Inbetriebnahme Containerterminal
- 26. Februar 1969
- Umschlag
- über 300.000 Umschläge pro Jahr
- Verkehr
- mehr als 26 Zugpaare täglich
- Erweiterung
- 2012 offiziell in Betrieb genommen, Investition von 47 Millionen Euro
- Straßenanbindung
- eigene Anschlussstelle Köln-Eifeltor an der Bundesautobahn 4
Im Juli 1999 fuhr von Köln Eifeltor der erste Containerzug mit Umzugsgut der Bundesregierung ab und erreichte am nächsten Tag Berlin – der Regierungsumzug von Bonn rollte also teilweise per Container über diesen Bahnhof.
Drehscheibe für Container
Im Bundesvergleich wird in Köln Eifeltor am meisten umgeschlagen. 2005 umfasste der Bahnhof den größten Containerumschlagbahnhof Deutschlands für den kombinierten Verkehr. Vor der Erweiterung von 2012 wurden hier mit 274.000 Umschlägen jährlich 20 % des deutschen Kombiverkehrs abgewickelt, womit die Anlage europaweit an dritter Stelle lag. Etwa zwei Drittel der Container werden auf dem Gelände zwischengelagert, bevor sie verladen werden. Als Satellitenterminal dient das Containerterminal im nahen Chemiepark Knapsack.
Anfänge und Wachstum
Zum Start verfügte das Terminal über einen Spezialkran für Großraumbehälter bis zu 30 Tonnen. Die Lastkraftwagen erreichten die Anlage damals noch über einen zwei Kilometer langen Umweg, der auch durch den Kölner Grüngürtel führte. Bald wurden zudem ganze Lastzüge auf Tiefladewagen verladen und als „Rollende Landstraße“ im Nachtsprung zu einem Zielbahnhof gebracht; für die Fahrer fuhren Liegewagen mit. Zwischen 1990 und 1992 entstanden die ersten beiden Kranmodule mit sechs Krananlagen. Im Juli 1999 verließ der erste Containerzug mit Umzugsgut der Bundesregierung Köln Eifeltor in Richtung Berlin.
Ausbau ab 2011
Weil die Anlage an ihre Grenzen stieß, wurde ab Mitte 2011 überwiegend mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II erweitert. Vier zusätzliche Gleise und zwei Portalkräne mit 46 Metern Spannbreite erhöhten die Kapazität auf insgesamt etwa 380.000 Ladeeinheiten. Mit mehr als 4000 Zügen pro Jahr ist das Terminal nach dem Hamburger Terminal das zweitgrößte im Netz der Deutschen Bahn. Für eine direkte Verbindung zur Bundesautobahn 553 bei Brühl ist der vierstreifige Neubau der B51n geplant; der Spatenstich fand am 24. Januar 2020 statt.
Ziele und weitere Nutzung
Den Bahnhof nutzen auch zahlreiche private Bahnfrachtgesellschaften, etwa auf Strecken nach Hamburg, nach Kiel mit Weiterfahrt nach Skandinavien oder zum Hafen Rotterdam. Die weitesten Wege legen die Tankzüge zur Chemiezone an der Rhonemündung zurück. SBB Cargo Deutschland und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen rangieren hier Kesselwagen und andere Güterwagen. SBB Cargo Deutschland und DB Cargo unterhalten zudem einen Lokführerstandort mit eigenen Gebäuden; der Bahnhof dient außerdem für Personalwechsel und zum Abstellen von Lokomotiven.
Zeitstrahl
- 1968Baubeginn des Containerterminals mit Kranbrücke
- 1969Container Terminal Köln Eifeltor am 26. Februar in Betrieb genommen
- 1990–1992Ausbau der ersten beiden Kranmodule mit 6 Krananlagen
- 1999Im Juli erster Containerzug mit Umzugsgut der Bundesregierung nach Berlin
- 2011Beginn der Erweiterung um vier Gleise und zwei Portalkräne (47 Mio. €)
- 2012Erweiterte Anlage am 23. November offiziell in Betrieb genommen
- 2020Spatenstich für den Neubau der B51n am 24. Januar
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