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© Franz Gerd Frank · CC BY-SA 4.0

Frauenbrunnen

Terrakotta-Brunnen von 1987 im Innenhof „An Farina“, der zehn Kölner Frauen aus zwei Jahrtausenden Stadtgeschichte als Vertreterinnen ihrer Zeit zeigt.

Im Innenhof des Gebäudekomplexes „An Farina“ in der Kölner Altstadt steht seit 1987 der sogenannte Frauenbrunnen. Die Terrakotta-Plastik zeigt zehn Frauenfiguren aus zwei Jahrtausenden Kölner Stadtgeschichte, die anstelle historischer Persönlichkeiten stellvertretend für ihre jeweilige Epoche stehen.

Auf einen Blick

Typ
Brunnenplastik aus Terrakotta
Standort
Innenhof „An Farina“, Unter Goldschmied 3, Kölner Altstadt
Enthüllt
7. Mai 1987
Geschaffen von
Anneliese Langenbach gemeinsam mit Sohn Claus
Figuren
zehn Frauen, je rund 1,20 m, auf etwa 1,35 m hohem Rundsockel
Besonderheit
führt seit 1999 kein Wasser mehr

Geschichte

Den Frauenbrunnen schuf die Bildhauerin Anneliese Langenbach gemeinsam mit ihrem Sohn Claus. Auftraggeberin war die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne Stadt, die inhaltlichen Vorschläge lieferte das Kölnische Stadtmuseum. Enthüllt wurde die Plastik am 7. Mai 1987 bei einem Fest zur Fertigstellung des Gebäudekomplexes „An Farina“.

Die Figuren

Auf einem etwa 1,35 Meter hohen Rundsockel stehen zehn jeweils rund 1,20 Meter große Frauenfiguren in chronologischer Abfolge: eine Ubierin und eine Römerin (50 n. Chr.), eine Fränkin (um 400), die heilige Ursula, eine Kölnerin (um 1400), eine Jüdin (1424), eine Niederländerin (um 1600), eine Italienerin (um 1750), eine Preußin (1832) und eine Kölnerin von 1987. Unterschieden werden sie vor allem durch verschieden farbige Kleidung und Frisuren, die ihrer jeweiligen Epoche nachempfunden sind.

Kritik

Die Darstellung wird kritisch gesehen. Laut KuLaDig sind die Figuren frontal ausgerichtet, teilnahmslos und ohne Bezug zueinander aufgereiht. Irene Franken, Gründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins, bemängelt, dass die Frauen – bis auf die Stadtheilige Ursula – namenlos bleiben und prägende Persönlichkeiten fehlen, etwa die Zunftfrauen, die Frauenrechtlerin Mathilde Franziska Anneke oder das Original Bolze Lott. Umstritten war auch die Kölnerin von 1987: Ursprünglich wollte Langenbach sie in Jeans zeigen, doch die Auftraggeberin wünschte eine konservative Darstellung mit knielangem Kleid, flachen Schuhen und einem kleinen Mädchen an ihrer Seite.

Wissenswertes

1999 erhielt der Brunnen anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels einen Zaun und einen Metalldeckel, um die Teilnehmer – darunter US-Präsident Bill Clinton – zu schützen. Seither führt er kein Wasser mehr. Die Plastik zeigt starke Witterungsspuren, und die Farben sind verblasst (Stand 2023).

Karte

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Adresse

Unter Goldschmied 3
Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-09

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