Strunde
Bach im Bergischen, zur Industrialisierung Wasser- und Energiequelle der Region – heute teils freigelegt, teils unterirdisch verrohrt.
Bei der Strunde, auch Strunder Bach genannt, handelt es sich um einen früheren rechten Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen. Benannt nach ihr ist der Bergisch Gladbacher Stadtteil Herrenstrunden, in dem sie entspringt; mittlerweile mündet ihr Wasser in den Faulbach.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Bach, früher rechter Nebenfluss des Rheins
- Quelle
- Karstquelle bei Herrenstrunden (Bergisch Gladbach)
- Schüttung
- durchschnittlich rund 50 l/s, zeitweise bis 830 l/s
- Verlauf
- von Bergisch Gladbach über Köln-Dellbrück und -Holweide
- Mündung
- heute in den Faulbach
- Besonderheit
- zur Industrialisierung Wasser- und Energiequelle der Region
Die 1956 mit Natursteinen eingefasste und als Quelltopf bekannte „Quelle" der Strunde ist laut Wikipedia rein symbolischer Art – der Bach wird tatsächlich durch mehrere Quellen gespeist, und rund 150 Meter bachabwärts befindet sich eine weitere echte Quelle im Komturei-Teich.
Quelle und Verlauf
Üblicherweise wird der Ursprung der Strunde einer Karstquelle etwa 100 Meter nordöstlich der Herrenstrundener Pfarrkirche zugeschrieben; emporsteigende Blasen verraten dort den Wasseraustritt. Die 1956 mit Natursteinen gefasste Quelle besitzt jedoch nur symbolischen Charakter, da sich der Bach aus mehreren Quellen zusammensetzt – darunter eine im Komturei-Teich an der Malteserkomturei. Unterwegs sammelt die Strunde mehrere Zuflüsse, läuft an der Maltesermühle, an Gut Schiff und am Papiermuseum Alte Dombach vorbei und zieht danach durch das bebaute Bergisch Gladbach.
Verrohrung und Freilegung
Mit dem starken Wachstum von Bergisch Gladbach verschwand der Bach kurz vor der Innenstadt in einer Verrohrung unter der Erde; nur an wenigen Punkten kommt er aus der Verdolung hervor. Seit einigen Jahren legt man einzelne Abschnitte in der Innenstadt erneut frei. Von der Richard-Zanders-Straße an verläuft die Strunde überwiegend offen, überschreitet die Stadtgrenze nach Köln und zieht großteils offen durch die Stadtteile Dellbrück und Holweide.
Geschichte
Früher verlor sich die Strunde vor dem Rhein im Sumpfgebiet Thielenbruch. Erst im 6. Jahrhundert legte man das Bachbett künstlich bis zum Rhein in Mülheim an und trocknete das Sumpfland. Die einstigen Entwässerungsgräben dienten den Bauern in trockenen Zeiten zur Bewässerung von Wiesen und Feldern; ein Teil der Gräben und Schleusentore blieb bis heute bestehen, an den die Holweider Straße Am Flutgraben namentlich erinnert.
Wissenswertes
Das Ufer der Strunde säumen zahlreiche hohle Weiden – auf sie geht der Name des Kölner Stadtteils Holweide zurück. Mit geflochtenem Weidwerk befestigte man die Uferwände, was sich an einigen Stellen bis heute beobachten lässt.
Zeitstrahl
- 6. JahrhundertBachbett künstlich bis zum Rhein in Mülheim verlängert, Sumpfgebiet entwässert
- 1956Karstquelle mit Natursteinen eingefasst
Galerie
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