Tanzbrunnen
Kölns Freilichtbühne für Open-Air-Konzerte – benannt nach einem Tanz-Rondell und überspannt von Frei Ottos Sternwellenzelt.
Der Tanzbrunnen ist eine Kölner Freilichtbühne für Open-Air-Konzerte, benannt nach einem Brunnen mit begehbarem Tanz-Rondell und überspannt von Frei Ottos Sternwellenzelt.
Auf einen Blick
- Art
- Veranstaltungsgelände mit Open-Air-Bühne, Theater und Strandclub
- Lage
- Deutzer Rheinufer am Rande des Rheinparks, nahe der Koelnmesse
- Fläche
- rund 30.000 m² (Teil des etwa 485.000 m² großen Rheinparks)
- Kapazität
- bis zu 12.500 Zuschauer bei Großveranstaltungen
- Brunnen
- 1950 angelegt, Durchmesser 55 m, seit 1989 Baudenkmal
- Aktuell
- seit Mai 2026 nach umfassender Renovierung wieder geöffnet
- Eignung
- Open-Air-Konzerte, Festivals, Theater
Das Sternwellenzelt, das Frei Otto 1957 zur Bundesgartenschau über dem Tanzbrunnen spannte, war eine seiner ersten Zeltdach-Konstruktionen – und gilt als direktes Vorbild für die weltberühmte Dachkonstruktion des Münchener Olympiastadions.
Name und Brunnen
Den Namen gab ein Brunnen mit begehbarem Rondell, das früher als Tanzfläche diente; angelegt hat ihn der Architekt Josef Op Gen Orth oberhalb eines Kreisbeckens. In das Becken passen 1200 Kubikmeter Wasser, das über 132 Düsen drei verschiedene Wasserbilder erzeugt; eine vollständige Füllung dauert 26 Stunden. Von 1994 bis 2000 lag der Brunnen trocken, zur Sommersaison 2000 ging er wieder in Betrieb.
Das Sternwellenzelt
Für die Bundesgartenschau 1957 entwarf Frei Otto über dem Rondell ein zusammenfaltbares Sternwellenzelt. Diese Zeltdach-Konstruktion diente später als Vorbild für das Dach des Münchener Olympiastadions. Zur Bundesgartenschau 1971 wurden Gelände und Brunnen saniert und um sechs Faltschirme nach Entwurf von Frei Otto erweitert, die das Publikum der Open-Air-Bühne vor Wind und Regen schützen.
Geschichte und Veranstaltungen
Die Anlage entstand zwischen 1926 und 1930 auf dem Areal der früheren Kölner Werkbundausstellung – unter Einbeziehung des ehemaligen preußischen Fort XV – und hieß zunächst Messebrunnen. 1967 organisierte Gigi Campi hier das erste deutsche Freiluft-Jazzfestival. Ab 1971 fand die Talentprobe statt, die laut Wikipedia als Ursprung der deutschen Castingshows gilt und für ihr gnadenloses, schadenfrohes Publikum bekannt war; ab 1990 lief sie als „Linus' Talentprobe“ bis September 2017 weiter.
Heute
Mit dem Theater am Tanzbrunnen kam 1994 eine Indoor-Bühne hinzu. Zu den angeschlossenen Rheinterrassen gehört neben dem Restaurant ein direkt am Rhein gelegener Biergarten für bis zu 1200 Besucher. Ergänzt wird das Gelände seit 2004 durch den km 689 Cologne Beach Club, einen Stadtstrand mit 3.500 m² Strandfläche und Blick auf den Dom; 2003 entstand zudem ein Eingangszelt von 350 m² für einen wettergeschützten Zugang.
Zeitstrahl
- 1930Nußbaum & Giesen legen geometrische Schmuckanlage „Messebrunnen" an
- 1950Josef Op Gen Orth errichtet Brunnen mit Tanzrondell – Name „Tanzbrunnen" entsteht
- 1957Frei Otto entwirft das Sternwellenzelt zur Bundesgartenschau
- 1967Gigi Campi veranstaltet erstes deutsches Freiluft-Jazzfestival am Tanzbrunnen
- 1971Gelände und Brunnen zur Bundesgartenschau saniert; sechs Faltschirme von Frei Otto ergänzt
- 1994Theater am Tanzbrunnen als Indoor-Bühne eröffnet
- 2004km 689 Cologne Beach Club als Stadtstrand eröffnet
- 2026Umfassende Renovierung des denkmalgeschützten Open-Air-Geländes abgeschlossen (Mai 2026)
Karte
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Adresse
Rheinparkweg 1
50679 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 09:00–17:00
Di: 09:00–17:00
Mi: 09:00–17:00
Do: 09:00–17:00
Fr: 09:00–17:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@tanzbrunnenkoeln)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 265523671)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





