Subway
Kleiner Musikclub im Belgischen Viertel, der seit 1970 als Kölner Jazzkeller Geschichte schrieb und heute Jazz, Hip-Hop und elektronische Musik vereint.
Das Subway ist ein Musikclub im Belgischen Viertel, der unter einem mehrstöckigen Wohnhaus an der Aachener Straße liegt. Was 1970 als Jazzkeller in einem ehemaligen Brauerei-Kühlkeller begann, zählt zu den traditionsreichsten Musikadressen Kölns.
Auf einen Blick
- Lage
- Aachener Straße, Belgisches Viertel, Köln
- Eröffnung
- 4. Dezember 1970
- Gründer
- Klaus Appelt
- Ursprung des Raums
- früherer Kühlkeller einer Brauerei
- Charakter
- kleiner Kellerclub, ursprünglich nur über eine Treppe erreichbar
- Nutzung heute
- Jazzkonzerte sowie Hip-Hop-, Electro- und DJ-Abende
Geschichte
Klaus Appelt gründete das Subway 1970 als Jazzclub in einem ehemaligen Brauerei-Kühlkeller. Das erste Konzert am 4. Dezember 1970 bestritten die Boogie Woogie Company und das Trio von Peter Trunk. Fortan traten dienstags, mitunter auch zweimal wöchentlich, überwiegend amerikanische Jazzmusiker auf; finanziert wurde dieses Programm durch den Diskothekenbetrieb an den übrigen Wochentagen.
Große Namen des Jazz
Appelt richtete das Programm vor allem am amerikanischen Mainstream-Jazz aus. Auf der Bühne standen Musiker wie Dexter Gordon, Horace Silver, Johnny Griffin, Tommy Flanagan und Art Blakey, aber auch Chet Baker und Max Roach. Stan Getz soll manche Fans verstört haben, weil er seinen Klang elektronisch bearbeitete. Chet Bakers Auftritte von 1980 sind auf Platten wie „Down – Live in the Subway Club" dokumentiert.
Jazz im Subway (WDR)
Die hohe Qualität der Konzerte weckte früh das Interesse des Hörfunks, der Mitschnitte anfertigte. Ab 1984 stellte der WDR sogar Fernsehkameras in den Club: Unter dem Titel „Jazz im Subway" entstand unter der Regie von Dieter Hens die erste Fernsehserie mit Live-Mitschnitten aus einem deutschen Jazzclub. Honorare und Wünsche des Fernsehens machten das Programm vielfältiger — es kamen unter anderem Archie Shepp, McCoy Tyner, Dizzy Gillespie, Joachim Kühn, Freddie Hubbard, Gonzalo Rubalcaba, Tony Williams, Ray Brown und Abdullah Ibrahim. Im Jahr 2000 wurde hier zudem die Rockpalast-Festivalreihe „Crossroads" gedreht.
Neuausrichtung ab 2002
Im November 2001 schloss der Club für einen Umbau und öffnete 2002 mit verändertem Konzept wieder. Jazzkonzerte fanden zunächst nicht mehr statt; stattdessen prägten Musik-Acts und DJs aus Genres wie Hip-Hop und Electro das Programm. Von 2002 bis 2017 war die Beatpackers Party mit DJ Cem donnerstags fester Treffpunkt der Hip-Hop- und Rap-Szene, und trotz der geringen Größe legten freitags und samstags auch internationale Namen wie DJ Hell oder Hans Nieswandt auf.
Rückkehr des Jazz
Seit 2008 hat der Jazz das Subway zurückerobert. Mehrere Jahre lang veranstaltete das Musikerkollektiv KLAENG hier im Herbst sein gleichnamiges Festival. Seit dem Sommer 2013 gehört die Bühne meist zweimal im Monat mittwochs dem Subway Jazz Orchestra.
Karte
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Adresse
Aachener Str. 82-84
50674 Köln
Öffnungszeiten
Fr: 23:00–05:00
Sa: 23:00–05:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-08-11)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-11)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-11
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