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© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Gartenstadt-Nord

Wohnanlage im Kölner Stadtteil Longerich, deren jüngerer Teil aus Anlass des Katholikentags 1956 entstand und Katholikentagssiedlung heißt.

Für den Namen sind mehrere Schreibweisen gebräuchlich: Gartenstadt-Nord oder Gartenstadt Nord, mit oder ohne Bindestrich und wahlweise mit vorangestelltem Artikel „die“. Viele Straßen des jüngeren Teils tragen Namen von Widerstandskämpfern der NS-Zeit.

Auf einen Blick

Art
Wohnanlage im Süden des linksrheinischen Stadtteils Longerich
Stadtbezirk
Nippes
Entstehung
erste Siedlung 1936, Erweiterung ab 1957
Beiname
Katholikentagssiedlung (jüngerer Teil)
Bauträger
GAG Köln, Aachener Gemeinnützige und DeWoG
Haustypen
fünf Typen im Erweiterungsteil, 93–105 m² Grundfläche
Wusstest du?

Die Erweiterung der Siedlung ging 1956 auf den Kölner Katholikentag zurück – der erste Spatenstich erfolgte anlässlich dieses Ereignisses, weshalb die Anlage bis heute „Katholikentagssiedlung“ genannt wird.

Erste Wohnsiedlung von 1936

Die ursprüngliche Anlage blieb im Zweiten Weltkrieg von schweren Zerstörungen weitgehend verschont und ist bis heute bewohnt. Zu den Einfamilienhäusern gehörten große Gärten, die dem Gemüseanbau und damit der Selbstversorgung der Bewohner dienen sollten.

Katholikentagssiedlung

Den Beinamen erhielt der ab 1957 am südwestlichen Rand von Longerich gewachsene Teil, weil der erste Spatenstich am 16. Juli 1956 anlässlich des in Köln stattfindenden Katholikentags erfolgte. Ziel war preiswerter Wohnraum für Familien mit Kindern; mit Förderung der katholischen Kirche zogen vor allem kinderreiche katholische Familien ein. Erzbischof Josef Kardinal Frings weihte die Siedlung am 12. September 1959 ein, zwei Jahre später folgte die Kirche St. Bernhard. Später kam die Ossietzkystraße als Zugang zur neu errichteten katholischen Volksschule hinzu. Entworfen wurde die Anlage von mehreren Architekten, darunter Herbert Neubert, von 1947 bis 1968 technischer Direktor der GAG, sowie Wolfgang Schmidtlein für die DeWoG.

Bewohner und Bauweise

Erweiterungsbauten der älteren Siedlung entstanden vor allem für Beschäftigte der nahen Esso-Raffinerie Köln, die am 16. Dezember 1958 ihren Betrieb aufnahm, sowie für Arbeiter der Ford-Werke. Für die Esso-Mitarbeiter wurden überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser mit jeweils etwa 103 m² Wohnfläche gebaut, für Ford-Beschäftigte errichtete die GAG Punkthäuser als Wohnheime. Die Häuser der Katholikentagssiedlung waren meist als Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung ausgelegt.

Altonaer Platz

Den Altonaer Platz umgeben zweigeschossige Häuser mit Läden und Gastronomie. Dort stehen eine Baugruppe von Punkthäusern mit Y-Grundriss sowie dreigeschossige Sechsfamilienhäuser. Die Mischung verschiedener Haustypen entspricht der Bauweise der 1950er Jahre. Die Einfamilienhäuser gingen inzwischen in das Eigentum der Bewohner über, während die Punkthäuser zum Bestand der GAG zählen.

Zeitstrahl

  1. 1936
    Erste Wohnsiedlung Gartenstadt-Nord erbaut
  2. 16. Juli 1956
    Erster Spatenstich zur Erweiterung durch Regierungspräsident Wilhelm Warsch
  3. 1957
    Beginn der Erweiterung am südwestlichen Rand von Köln-Longerich
  4. 16. Dezember 1958
    Esso-Raffinerie Köln nimmt Betrieb auf
  5. 12. September 1959
    Einweihung der Katholikentagssiedlung durch Erzbischof Josef Kardinal Frings
  6. 1961
    Einweihung der neuen katholischen Kirche St. Bernhard

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-10

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