St. Katharina von Siena
Als bislang jüngster katholischer Kirchenbau Kölns (Stand 2020) erinnert ihr Baukörper aus zwei dicken Betonschalen an einen Schiffsrumpf.
Die Kirche gehört zu einem Pfarrzentrum in Blumenberg, einem der jüngsten Kölner Stadtteile, und verbindet sich baulich mit dessen Anlage.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Katholische Filialkirche
- Lage
- Kölner Stadtteil Blumenberg
- Bauzeit
- 2001 bis 2003
- Architekten
- Heinz Bienefeld (Entwurf), Nikolaus Bienefeld (weitere Planung)
- Weihe
- 14. Dezember 2003 durch Kardinal Joachim Meisner
- Patrozinium
- Katharina von Siena
- Auszeichnung
- Anerkennung beim Kölner Architekturpreis 2006
Geschichte
Für Blumenberg plante die Mutterpfarrei St. Marien in Fühlingen eine Filialkirche als Teil eines Pfarrzentrums mit Kindergarten, Pfarrbüro, Pfarrsaal sowie Dienst- und Mietwohnungen. Der Entwurf ging 1992 aus einem Architekturwettbewerb hervor und stammte von Heinz Bienefeld, der 1995 starb, worauf die Planungen ins Stocken gerieten. Sein Sohn Nikolaus Bienefeld führte das Vorhaben fort, sodass im Dezember 2001 der Grundstein gelegt wurde.
Architektur
Die Kirche bildet einen langgezogenen, an einer Seite leicht gebauchten Baukörper aus zwei je 1,20 Meter dicken Wandschalen, der an einen Schiffsrumpf erinnert. Sie schiebt sich in Teile des Pfarrzentrums hinein und verschmilzt stellenweise mit ihnen. Während das übrige Zentrum aus Backstein besteht, hebt sich die Kirche durch hellen, in Naturtönen gestreiften Beton ab, dessen Natursteine aufgemeißelt wurden, damit ihre Farben klarer wirken. Ein separater Glockenturm auf quadratischer Grundfläche ist wie das Pfarrzentrum in Backstein gemauert und ruht abgewinkelt auf vier runden Säulen. Kleine Betontrapeze in derselben Technik wie die Kirchenfassade stellen eine visuelle Beziehung zum Kirchengebäude her.
Innenraum
Die Eingänge liegen an den Schmalseiten und führen über Treppen etwa anderthalb Meter unter Straßenebene in den Kirchenraum. Dieser ist quer zur innenliegenden Wandschale angelegt, sodass sich die Gemeinde in einem langgezogenen Bogen um den Altar gruppiert; dahinter markiert eine halbrunde Nische (Exedra) den Altarbereich. Über Altar und Gemeinde öffnet sich ein quadratischer Lichtschacht mit flachem Pyramidendach. Die Wandschalen bleiben nahezu geschlossen; Ausnahmen sind ein quadratisches Fenster neben dem Altar, das in der Mauertiefe von einer siebenfach abgestuften Laibung gefasst wird, sowie ein Fenster über dem Eingang zum Beichtraum an der Rückwand. Am Osteingang führt eine Treppe in eine von vier Säulen gestützte Krypta, deren Ausmaße etwas über den Grundriss der Kirche hinausreichen und die zugleich als Taufort dient.
Ausstattung
Die beiden Fenster – ein Dreifaltigkeitsfenster mit abstrahiertem Auge Gottes sowie ein Fenster zum Thema Sünde und Erlösung – gestaltete Dieter Hartmann in abstrakter Komposition. Altar, Ambo und Tabernakel entwarf Nikolaus Bienefeld, wobei das Tabernakel von einem Geflecht aus Moniereisenmatten umgeben ist, das auf das Baumaterial verweist. Eine Statue der Katharina von Siena am Westeingang schuf Elisabeth Perger aus Kerpen. Die zweimanualige Orgel mit 14 Registern fertigte Josef Weimbs 2004 an. Im Turm hängt eine 2003 gegossene Glocke der Glockengießerei Petit & Edelbrock in Gescher mit dem Schlagton h°.
Galerie
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-30
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