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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Schmerzhafte Mutter Maria (Köln-Lindweiler)

Filialkirche in Köln-Lindweiler, deren Orgel aus den Niederlanden über Bonn nach Köln gelangte.

Indoor Bei Regen Kostenlos Eintritt frei

Über zehn Jahre hinweg nutzte die katholische Pfarrei in Lindweiler eine Notkirche für ihre Gottesdienste, ehe der eigene Kirchenbau realisiert wurde.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Filialkirche
Lage
Stadtteil Lindweiler, Stadtbezirk Chorweiler in Köln
Weihe
28. Juni 1981
Architekt
Wilhelm Dahmen
Patrozinium
Mater Dolorosa
Bauweise
Unverputzter Ziegelbau über polygonalem Grundriss
Orgel
18 Register auf zwei Manualen und Pedal
Wusstest du?

Die Orgel der Kirche ist eine echte Weltenbummlerin: 1960 in den Niederlanden gebaut, stand sie zunächst in einer reformierten Kirche in Schiedam, wanderte 1974 nach Bonn-Limperich und fand erst 2006 ihren Weg nach Köln-Lindweiler.

Geschichte

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Köln nach Norden, und in einer bis dahin ländlichen Umgebung bildete sich der Stadtteil Lindweiler heraus. Kirchlich war dieses Areal seit dem Mittelalter der Pfarrei St. Dionysius in Longerich zugeordnet, deren Ursprünge bis 1080 reichen. Mit dem Bau großer Mehrfamilienhäuser ab den 1960er Jahren wuchs der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. Für seinen Entwurf griff Wilhelm Dahmen in reduziertem Maßstab auf seine Konzeption der 1978 vollendeten Kirche St. Johannes der Täufer in Monheim zurück.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Architektur und Ausstattung

Sowohl von außen als auch im Inneren zeigt sich der Bau als unverputztes Ziegelmauerwerk auf polygonalem Grundriss. Der Altar aus Basaltgestein birgt Reliquienteile des heiligen Matthias, die der Pfarrei Longerich aus Trier zugekommen waren. Für den Tabernakel zeichnet der Aachener Bildhauer Klaus Iserlohe verantwortlich. Bodo Schramm schuf 2002 eine neue Fensterverglasung, während die abstrakte Glasmalerei der Außentür um 1990 von Karl-Josef Schneider gefertigt wurde. Der Kreuzweg besteht aus hölzernen Bildreliefs, die aus einer früheren Klosterkapelle in Worringen überliefert sind.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Die Orgel

Gefertigt wurde die Orgel 1960 von der niederländischen Firma Verschueren Orgelbouw für die Reformierte Zuiderkerk im niederländischen Schiedam. 1974 wechselte sie nach Heilig Kreuz in Bonn-Limperich, wo Verschueren sie ausbaute und in ein neues Gehäuse setzte. Nach einem erneuten Verkauf 2006 überarbeitete die Firma Weyland-Orgelbau das Instrument und richtete es in Köln ein. Es zählt 18 Register auf zwei Manualen und Pedal, ergänzt durch drei Extensionen im Pedal.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1080
    Erste urkundliche Rückreichung der Pfarrei St. Dionysius in Longerich
  2. um 1990
    Glasmalerei der Außentür von Karl-Josef Schneider entsteht
  3. 1960
    Orgel für die Reformierte Zuiderkerk in Schiedam erbaut
  4. 1974
    Orgel nach Heilig Kreuz in Bonn-Limperich verkauft und erweitert
  5. 1978
    Vorbild-Kirche St. Johannes der Täufer in Monheim fertiggestellt
  6. 1981
    Weihe der Kirche Schmerzhafte Mutter Maria am 28. Juni
  7. 2002
    Neue Fensterverglasung von Bodo Schramm eingebaut
  8. 2006
    Orgel nach Köln weiterverkauft und wieder installiert

Galerie

© Chris06 · CC BY-SA 4.0 · Commons
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