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© OpenStreetMap-Mitwirkende · CC BY-SA 2.0

Poetica – Festival für Weltliteratur

Kölner Festival für Weltliteratur, das die Lyrik in den Mittelpunkt rückt und Dichter aus aller Welt mit Wissenschaftlern ins öffentliche Gespräch bringt.

Indoor

Jedes Jahr im Januar lädt die Poetica eine Woche lang zu öffentlichen Lesungen und Debatten in Köln ein. Jede Ausgabe folgt einem anderen Leitthema.

Auf einen Blick

Art
internationales Literaturfestival unter dem Motto „Festival für Weltliteratur“
Lage
Köln, Stadtteil Lindenthal (Kartenverortung); Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt
Gründung
2015
Ausrichter
Universität zu Köln in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Ausgabe 2025
20. bis 25. Januar (jüngste Ausgabe laut Wikipedia-Stand)
Leitung
seit 1. Mai 2025 Uljana Wolf
Verkehrssprachen
Englisch und Deutsch
Wusstest du?

Vor der Gründung der Poetica im Jahr 2015 lief von 2009 bis 2014 eine Testphase in Form einer Poetikdozentur namens „Literator“, die unter anderem Daniel Kehlmann, Peter Esterházy, Sibylle Lewitscharoff und Michael Lentz begleiteten.

Lyrik und Wissenschaft im Dialog

Die Poetica rückt die Lyrik als marginalisierte Gattung der Weltliteratur in den Blick. Sie will die öffentliche Diskussion über Weltliteratur fördern und deutsche mit internationaler Literatur verbinden. Grundgedanke ist, dass Literatur genauso Wissen formt wie die Wissenschaften. Im Austausch zwischen Dichtern und Wissenschaftlern sollen ästhetische Ideen verglichen und so fremde Kulturen und ihre Antworten auf zentrale Daseinsfragen zugänglich werden.

Programm und Formate

Ein Autor oder eine Autorin kuratiert und moderiert das Festival und lädt zum Leitthema bis zu zehn Dichter aus aller Welt ein. Alle Autoren sind bei sämtlichen Veranstaltungen der Woche anwesend. Das Programm umfasst Diskussionen an der Universität zu Köln, Lesungen, Schreibwerkstätten für Studierende sowie szenische Umsetzungen von Poesie durch Schauspieler und Autoren im Schauspiel Köln. Die Verfasser lesen in der Originalsprache, Schauspieler tragen die deutsche Fassung vor. Außerhalb der Universität unterstützen in der Regel Simultandolmetscher.

Entstehung und Leitung

Von 2009 bis 2014 ging eine Testphase mit der Poetikdozentur „Literator“ voraus, begleitet von Daniel Kehlmann, Peter Esterházy, Sibylle Lewitscharoff und Michael Lentz. 2015 gründeten Günter Blamberger, Direktor des Internationalen Kollegs Morphomata, und Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, die Poetica. Das Konzept stammt aus dem Kolleg Morphomata der Universität zu Köln, das das Festival bis 2021 organisierte. Nach zehn Ausgaben übergab Gründungsdirektor Blamberger die Leitung an die Dichterin und Übersetzerin Uljana Wolf. Die Universität ernannte sie zugleich zur Honorarprofessorin für Internationale Lyrik der Gegenwart sowie ihre Kuratierung und Vermittlung.

Finanzierung und Partner

Ursprünglich finanzierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Poetica über das Kolleg Morphomata. Als dessen Förderung 2021 regulär endete, entschied der damalige Rektor Axel Freimuth, das Festival mit Mitteln der Universität fortzuführen. Seitdem trägt die Universität die Personalkosten; die Veranstaltungen finanzieren die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen wechselnde städtische Partner, etwa das Kulturamt der Stadt Köln, das Schauspiel Köln, das Literaturhaus Köln, das Museum Ludwig oder das Rautenstrauch-Joest-Museum.

Dokumentation und Resonanz

Zu Beginn jeder Ausgabe erscheint ein Buch mit den Haupttexten und Essays, dazu eine Begleitbroschüre mit Biographien. Die Website dokumentiert frühere Ausgaben mit Podcasts, Videos und Fotos. Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau berichten während der Festivalwoche täglich; WDR, Deutschlandfunk, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung bringen Interviews, Mitschnitte und Berichte. Der Kölner Kulturrat e.V. nominierte die Poetica viermal für das kulturelle Ereignis des Jahres.

Zeitstrahl

  1. 2009–2014
    Testphase mit Poetikdozentur „Literator“ als Vorläufer der Poetica
  2. 2015
    Gründung der Poetica durch Günter Blamberger und Heinrich Detering in Köln
  3. 2021
    Förderende des Kollegs Morphomata; Universität führt Poetica weiter
  4. 2025
    Letztes Festival vom 20. bis 25. Januar
  5. 2025
    Uljana Wolf übernimmt am 1. Mai die Leitung von Günter Blamberger

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-10-15

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