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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
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Römerbrücke

Erste feste Brücke über den Rhein im Kölner Raum – unter Kaiser Konstantin I. ab 310 n. Chr. errichtet, an der Stelle der heutigen Deutzer Brücke.

Die Römerbrücke war die erste feste Brücke über den Rhein im Gebiet des heutigen Köln. Weil sie unter Kaiser Konstantin I. von der Legio XXII Primigenia errichtet wurde, sind auch die Bezeichnungen Konstantinbrücke und Konstantinische Brücke geläufig.

Auf einen Blick

Art
Römische Rheinbrücke
Erbaut
Baubeginn 310 n. Chr., durch die Legio XXII Primigenia
Auftraggeber
Kaiser Konstantin I.
Konstruktion
19 Strompfeiler aus Werkstein mit dazwischen gespannten Holzbindern
Maße
gut 400 Meter langer Oberbau, etwa 11 Meter breite Fahrbahn
Lage
im Bereich der heutigen Deutzer Brücke, Stadtteil Deutz
Funde
Pfahlreste und eine Rekonstruktion im Römisch-Germanischen Museum
Wusstest du?

Die Römerbrücke war mit rund 400 Metern Länge und 19 Strompfeilern die erste feste Brücke überhaupt über den Rhein an dieser Stelle – und ihr Bau diente vor allem dazu, eine Festung im Feindesland der Franken zu errichten, um Angriffe abzuschrecken, noch bevor die Brücke fertiggestellt war.

Längenvergleich

Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.

Entstehung

Dass die Bauarbeiten 310 n. Chr. begannen, lässt sich einer Rede des Eumenius in Trier zu Ehren Konstantins entnehmen. Eine vorläufige Bestätigung lieferte der äußerste Jahrring von acht schweren Eichenholzpfählen, die im Römisch-Germanischen Museum ausgestellt sind. Neben Eichenholz verarbeiteten die Römer beim Brückenbau auch Tannen- und Buchenholz.

© Stephan Brölmann · Public domain

Konstruktion

Von den Strompfeilern sind 15 durch ergrabene Pfahlreste archäologisch belegt. Das Fundament bildeten tief in den Grund gerammte Eichenpfähle, deren Zwischenräume mit Mörtel und Steinen verfüllt waren. Eine Schiffsdurchfahrt und ein mittiger Brückenturm tauchen zwar in Beschreibungen auf, sind aber nicht durch Funde belegt.

Zweck und Lage

Die Brücke verband die linksrheinische Stadt nahe der heutigen Salzgasse mit dem rechtsrheinischen Ufer beim heutigen Lanxess Tower und damit mit dem römischen Brückenkopfkastell Castrum Divitia, das zwischen 312 und 315 n. Chr. vollendet wurde. Vorrangiges Ziel war es, schnell Truppen über den Rhein zu bringen, da von rechtsrheinischem Gebiet aus Franken das römische Territorium bedrohten.

Wissenswertes

Wann die Brücke abgerissen wurde, ist ungeklärt. Eine Annahme geht von nur etwa 100 Jahren Standzeit aus, andere Berichte nennen einen Abriss um 960 im 10. Jahrhundert, während wegen der Holzkonstruktion auch ein Verfall ab etwa 400 n. Chr. für möglich gehalten wird.

Zeitstrahl

  1. 310 n. Chr.
    Baubeginn der Römerbrücke unter Kaiser Konstantin I.
  2. 312–315 n. Chr.
    Fertigstellung des rechtsrheinischen Hafens Castrum Divitia
  3. um 400 n. Chr.
    Möglicher Verfall der Holzkonstruktion der Brücke
  4. um 960 n. Chr.
    Möglicher Abriss der Brücke (nach anderen Quellen)

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27